Digital Coach Tourismus (m/w/d)

Digitale Revolution greift besonders im Tourismus

Digitalisierung – die Entwicklung des digitalen Marketings hat im Tourismus durch die Krisensituation der vergangenen Monate schneller Fahrt aufgenommen, als man dachte.

Digitale Revolution

Wir stecken mittendrin in einer neuen Revolution, die unsere Gesellschaft so tiefgreifend verändern wird wie einst die Industrialisierung – im beruflichen wie im privaten Bereich. Selbst in den meisten kleinen Betrieben in der Tourismusbranche hat der digitale Wandel bereits begonnen: Buchungen in Hotels und Reisebüros werden längst elektronisch verwaltet. Und auch auf Nutzerseite spielen digitale Medien eine herausragende Rolle: Alle Arten von Informationen werden online abgerufen, Reiseerlebnisse in sozialen Netzwerken geteilt und auf Online-Portalen bewertet. Insbesondere in der Inspirationsphase wird das Internet stark genutzt.
Eine zentrale Rolle spielt dabei das Destinationsmanagement. Die Mitarbeiter müssen digitales Tourismusmarketing beherrschen und die Fachbegriffe kennen. Sie sind die Schnittstelle zu den Gastgebern und Attraktionen. Digitale Prozesse, Online-Buchbarkeit, Kampagnen in den Sozialen Medien und der mobile Gast – all dies lernen Tourismusfachleute im IHK-Zertifikatslehrgang „Digital Coach Tourismus“. Der Lehrgang vermittelt das Handwerkszeug für ein professionelles und modernes Destinations- und Tourismusmanagement.

Interview mit Claudia Raith

Warum wird die Digitalisierung als Instrument im Marketing-Mix im Tourismus immer wichtiger, gerade in Zeiten von Corona?
In Zeiten des Wandels ist es notwendig, schnell und agil am Markt agieren zu können. Neben der Anpassung von Botschaften sind auch kurzfristige Anpassungen von Platzierungen und Maßnahmen unumgänglich. In der digitalen Welt ist dies problemlos und in Echtzeit möglich. So erreicht man den potenziellen Gast zur richtigen Zeit mit den richtigen Botschaften und über den richtigen Kanal.
Was ist der Vorteil von digitalem Tourismusmarketing?
Wir alle sind durch COVID-19 in eine neue Stufe der Digitalisierung katapultiert worden. Viele Dinge wären davor undenkbar gewesen. Wir haben gelernt, die Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung zu erkennen und zu nutzen. Hier gilt es nun, am Ball zu bleiben und weiter nach vorne zu denken und handeln. Das große Plus der Digitalisierung im touristischen Marketing ist sicher die enorme Flexibilität, die Minimierung der Streuverluste und die Messbarkeit. Wir gießen das Budget nicht mehr mit der Gießkanne auf den Markt und hoffen mit viel Glück den richtigen Gast zu treffen, sondern haben nun die Möglichkeit, die Gelder ganz gezielt einzusetzen. Dabei hilft uns die Messung der Ergebnisse in Echtzeit und die Chance der ständigen Optimierung und Verbesserung. So wird mehr Umsatz aus dem investierten Werbe-Euro.
Was können Tourismusunternehmen und Destinationen tun, um am Ball zu bleiben?
Wichtig ist, keine Angst vor den digitalen Möglichkeiten zu haben und sich darauf einzulassen. Es gilt Dinge auszuprobieren, aus Fehlern zu lernen und immer weiter hineinzuwachsen. Es gilt neugierig, mutig und wissbegierig zu sein.