Niederrhein Wirtschaft
Nr. 7154530
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Aletta Haniel Forum

Wo sich Tradition und Moderne verbinden

Aus dem einst geschlossenen Firmenareal von Haniel in Duisburg ist ein offener Ort der Begegnung und Vernetzung geworden. Unternehmen aus der Region profitieren.
Wo sich Tradition und Moderne verbinden Auf einem Campus, dessen Wurzeln mehr als 270 Jahre zurückreichen und der zu einem der ältesten Familienunternehmen Deutschlands gehört, wirkt die Öffnung auf den ersten Blick ungewöhnlich. Für Christian Ridder, Head of Campus Management der Haniel Campus GmbH, ist sie jedoch konsequent. Die klassische Führungskräfteakademie von Haniel, die 1993 eröffnet wurde, passe nicht mehr zur heutigen Arbeitswelt. „Es wäre einfach zu schade gewesen, so einen besonderen Ort nicht weiter zu nutzen“, sagt Ridder.

Flächen für Unternehmen und Veranstaltungen

Bereits vor einigen Jahren begann Haniel deshalb, den Campus schrittweise für Externe zu öffnen – mit Flächen für Unternehmen und dem Aletta Haniel Forum für Veranstaltungen. Heute sind auf dem Haniel Campus 30 Firmen mit rund 800 Mitarbeitern angesiedelt. Das Spektrum reicht vom Familienunternehmen über Firmen aus den Bereichen autonome Binnenschifffahrt und Wasserstofftechnologie. Auch wissenschaftliche Einrichtungen wie die Universität Duisburg-Essen sind vertreten. Die einst abgeschlossene Firmenzentrale entwickelt sich damit zunehmend zu einem Wirtschaftsökosystem, in dem unterschiedliche Akteure voneinander profitieren.
Für Ridder ist dieser Wandel Ausdruck einer Entwicklung, die viele Unternehmen betrifft: „Wir können es uns heute nicht mehr leisten, uns komplett abzuschotten.“ Vernetzung und direkter Austausch würden in einer Zeit rasanter Veränderungen immer wichtiger. Gerade deshalb schaffen Unternehmen wieder bewusst Anlässe, die Menschen zusammenbringen. „Die persönliche Begegnung kann man nicht ersetzen“, erklärt der Campus-Manager. Bei Tagungen und Workshops treffen sich Menschen, die im Arbeitsalltag häufig nur virtuell zusammenarbeiten. Das Aletta Haniel Forum schafft dafür die räumlichen Voraussetzungen.
Der Nutzen des Forums endet für Ridder jedoch nicht an der Campusgrenze. Wer für Tagungen oder Workshops nach Duisburg kommt, übernachtet im Hotel, nutzt Taxis, geht essen oder erkundet die Stadt. „Das bringt Kaufkraft und stärkt Duisburg als Wirtschaftsstandort“, so Ridder. Der Haniel Campus und das Aletta Haniel Forum sind ein Beispiel dafür, wie sich eine Unternehmenskultur im Laufe der Zeit wandeln kann. Und wie Offenheit und Vernetzung zum Erfolgsfaktor für eine ganze Region werden kann.
Text: Sabrina Gerndt
Foto: Haniel Campus GmbH