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Ländernotizen
- Australien verschärft Regeln gegen unfaire Handelspraktiken
- Chinesische Unternehmen expandieren in den nächsten fünf Jahren weltweit
- China: Deutsche Unternehmen auf der Suche nach Gegenstrategien in ASEAN und Lateinamerika
- Indien verbietet Importe aus Zwangsarbeit
- Kanada baut Handelswege aus - Chancen für deutsche Unternehmen
- Norwegen will Stromnetz- und Kraftausbau deutlich beschleunigen
- Ostafrika: Erneuerbare Energie - So werden Projekte finanzierbar
- USA: Wende auf dem Markt für Maschinen
- Ungarn stellt Weichen für milliardenschweres Bahnprogramm
- Vereinigtes Königreich: Schutzmaßnahmenuntersuchung zu PET eingeleitet
Australien verschärft Regeln gegen unfaire Handelspraktiken
gtai - Ab Juli 2027 gelten in Australien neue Regeln gegen manipulative Geschäftspraktiken, versteckte Kosten und intransparente Abo-Modelle. Unzulässig sind geschäftlichen Vorgänge, die darauf abzielen Verbraucher zu manipulieren oder in ihrer Entscheidungsfindung unangemessen beeinflussen. Besondere relevant sind die neuen gesetzlichen Regelungen für den Onlinehandel beziehungsweise Verkaufsangebote über digitale Plattformen. Die neuen gesetzlichen Regelungen bringen erhebliche Compliance-Anforderungen mit sich. In Australien geschäftlich tätig Unternehmen sollten daher ihre Prozesse frühzeitig überprüfen.
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Chinesische Unternehmen expandieren in den nächsten fünf Jahren weltweit
Lesen Sie die ausführlichen und immer weiter aktualisierten Artikel der AHK Greater China, um zu erfahren, wie China die Globalisierung chinesischer Unternehmen in den nächsten Jahren vorantreiben wird und was dies für deutsche Unternehmen bedeutet. Der Policy Deep Dive bietet Einblicke in aktuelle wichtige politische Entwicklungen aus verschiedenen Bereichen und erläutert deren Auswirkungen und Chancen für deutsche Unternehmen.
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China: Deutsche Unternehmen auf der Suche nach Gegenstrategien in ASEAN und Lateinamerika
gtai - Nachdem China in den vergangenen zwei Jahrzehnten in den ASEAN-Staaten erhebliche Marktanteile in Bereichen wie Stahl, Zement, Chemikalien und Solarmodulen gewonnen hat, erobern chinesische Firmen nun auch weitere Teile der Wertschöpfungsketten. Vor allem liefern sie Konsumgüter in die Region – von Nahrungsmitteln und Getränken über Bekleidung, Kosmetika, Unterhaltungs-, Haushalts- und Kommunikationselektronik bis hin zu Möbeln und Fahrzeugen. Allein im Jahr 2025 legte der Wert der chinesischen Lieferungen nach Südostasien über 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. In Lateinamerika sieht es ähnlich aus. Kaum ein lateinamerikanischer Haushalt kommt heute ohne Produkte aus China aus. Kleidung und Schuhe "Made in China" gehören vielerorts ebenso zum Alltag wie Smartphones von Huawei oder Computer von Lenovo. Über die Straßen rollen immer mehr chinesische Autos, Windturbinen aus der Volksrepublik liefern Strom, und auch in den Fabriken stammen zahlreiche Maschinen und Anlagen aus dem Reich der Mitte. Was bedeutet das für deutsche Unternehmen. Die GTAI berichtet: ASEAN und Lateinamerika.
Indien verbietet Importe aus Zwangsarbeit
gtai - Indien verschärft die Einfuhrvorschriften und untersagt künftig die Einfuhr von Waren, die ganz oder teilweise unter Einsatz von Zwangsarbeit hergestellt wurden. Als Zwangsarbeit gilt jede Arbeit oder Dienstleistung, die unter Androhung einer Strafe verlangt und nicht freiwillig erbracht wird. Für deutsche Exporteure bedeutet die neue Vorschrift, dass Nachweise über die Herkunft und die Produktionsbedingungen ihrer Waren bei Lieferungen nach Indien an Bedeutung gewinnen. Unternehmen sollten ihre Lieferketten entsprechend dokumentieren, um mögliche Anfragen indischer Behörden beantworten zu können.
Kanada baut Handelswege aus - Chancen für deutsche Unternehmen
gtai - U. a. in Montréal, Halifax, Vancouver und Prince Rupert entstehen Kapazitäten für Container-, Rohstoff- und Agrartransporte, die Kanadas Zugang zu internationalen Märkten verbessern sollen. Geschäftspotenziale finden sich vor allem dort, wo neue Infrastruktur ausgestattet, automatisiert, elektrifiziert oder an bestehende Logistikketten angebunden werden muss. Für deutsche Anbieter ergeben sich die interessantesten Chancen häufig nicht im Bau der Häfen oder Containerterminals selbst. Gefragt sind vielmehr technische Lösungen für den späteren Betrieb: Elektrifizierung, Automatisierung, Energieversorgung, digitale Steuerungssysteme oder moderne Umschlagtechnik. Gerade für deutsche Mittelständler könnten hier interessante Geschäftsmöglichkeiten entstehen.
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Norwegen will Stromnetz- und Kraftausbau deutlich beschleunigen
Die norwegische Regierung hat Anfang August ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt, um den Ausbau von Stromnetzen und erneuerbarer Stromerzeugung schneller voranzubringen. Das Ziel: Planungs- und Genehmigungsprozesse verkürzen, Bürokratie abbauen und neue Investitionen schneller umsetzen. Auch wenn es sich um einen nationalen Maßnahmenkatalog handelt, sind die angekündigten Maßnahmen auch für deutsche Unternehmen relevant.
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Ostafrika: Erneuerbare Energie - So werden Projekte finanzierbar
Ostafrikas Energiemärkte befinden sich im Wandel: Der Strombedarf steigt, gleichzeitig braucht es vielerorts verlässlichere und nachhaltigere Versorgungsstrukturen. Deutsche Unternehmen können gemeinsam mit lokalen Partnern dazu beitragen, erneuerbare Energien auszubauen und tragfähige Lösungen zu entwickeln. Ein Bericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zeigt, worauf es ankommt: belastbare Geschäftsmodelle, geeignete Finanzierungsinstrumente und erfahrene lokale Partner.
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USA: Wende auf dem Markt für Maschinen
gtai - Die deutschen Maschinenlieferungen in die USA wachsen aktuell in mehreren Sparten zweistellig. Die Talsohle scheint durchschritten. Die Gründe: Die US-Handelspolitik ist zumindest ein Stück berechenbarer geworden. An der effektiven Zollbelastung hat sich für europäische Lieferanten schon eine längere Zeit nicht viel geändert. Die Marktteilnehmer haben die Zölle eingepreist und gehen zur Tagesordnung über. Gleichzeitig zeigt sich, dass sich Befürchtungen deutscher Maschinenbauer, US-Kunden würden auf preiswertere Produkte aus China zurückgreifen, – zumindest in der Gesamtbetrachtung – nicht bewahrheitet haben.
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Ungarn stellt Weichen für milliardenschweres Bahnprogramm
gtai - Ungarn bringt ein zehnjähriges Programm zur Modernisierung seiner Eisenbahn auf den Weg. Der Ende Juli 2026 von der Regierung aufgesetzte Baross-Gábor-Plan sieht bis 2035 Investitionen von knapp 10 Milliarden Euro vor. Die Finanzierung soll vorrangig aus EU-Mitteln stammen. Geplant sind die Sanierung wichtiger Schienenstrecken, die Modernisierung großer Bahnhöfe und der Ausbau des Vorortverkehrs. Vorgesehen sind zudem neue Fahrzeuge für den Intercity- und den Budapester Vorortverkehr sowie Batterie- und Hybridzüge für nicht elektrifizierte Strecken. Chancen für deutsche Anbieter könnten sich insbesondere bei Leit- und Sicherungstechnik, Elektrifizierung sowie digitaler Fahrgastinformation ergeben.
Vereinigtes Königreich: Schutzmaßnahmenuntersuchung zu PET eingeleitet
Am 5. August 2026 teilte das Vereinigte Königreich dem WTO-Ausschuss für Schutzmaßnahmen mit, dass es am selben Tag eine Schutzuntersuchung zu Einfuhren bestimmter Polyethylenterephthalate (PET) eingeleitet hat. Eine Schutzmaßnahmeuntersuchung soll feststellen, ob erhöhte Importe eines Produkts einer inländischen Industrie ernsthaften Schaden zufügen oder zuzufügen drohen. Betroffen sind Einfuhren von Polyethylenterephthalat (PET), konkret Poly(ethylenterephthalat)-Harz, sei es aus Neuware hergestelltes Poly(ethylenterephthalat) (vPET) mit einer Viskositätszahl von 74 ml/g oder höher oder recyceltes Poly(ethylenterephthalat) im gleichen Viskositätsbereich. Die Ware wird in die folgenden KN-Codes eingereiht: 39 07 61 00 und 39 07 69 00. Alle Interessierten können sich bis zum 19. August 2026 um 23:59 Uhr britischer Zeit über den Trade Remedies Service für die Teilnahme an der Überprüfung anmelden und Kommentare abgeben.
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Andrea Henning
