Wasserstoffhochlauf
„Warten auf Wasserstoff? Jetzt ist (noch) Zeit, zu handlen.“
Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Studie der DIHK zum Wasserstoffhochlauf in Deutschland. Wasserstoff ist unverzichtbar in der industriellen Transformation Deutschlands, zu dem sich das Land im Klimaschutzgesetz zur Treibhausgasneutralität bis 2045 verpflichtet hat.
Finden Sie die DIHK-Studie „Meilensteine für einen erfolgreichen Wasserstoffhochlauf bis 2040“ hier oder unter Weitere Information zum Download.
Handlungsbedarf beim Wasserstoffhochlauf
- Der Hochlauf stockt systematisch durch fehlenden Gleichklang von Wirtschaftlichkeit, regulatorischer Klarheit, verlässlicher Nachfrage und koordinierter Infrastrukturentwicklung.
- Grüner Wasserstoff ist noch nicht wettbewerbsfähig, da die aktuellen Endverbraucherpreise weit über denen fossiler Alternativen liegen.
- Durch regulatorische Komplexität, unklare Zertifizierungsanforderungen und offene Netzentgeltfragen werden Investitionsentscheidungen bei Produzenten und Abnehmern gleichermaßen aufgeschoben und bleiben vorerst aus.
- Die Infrastruktur ist noch nicht ausreichend ausgebaut, da Verteilnetze und Speichermöglichkeiten fehlen und Importkorridore sowie Hafenprojekte sich noch in frühen Planungs- oder Finanzierungsphasen befinden.
Konkrete Handlungsempfehlungen bis 2040
Um die politischen Ziele bis 2040 zu erreichen, müssen dringend Schritte in die richtige Richtung gemacht werden. Dazu leitet die Studie konkrete Handlungsempfehlungen in drei Prioritätsstufen ab.
- Priorität 1: Sofortmaßnahmen bis 2030 – Substanz des Hochlaufs sichern
Darunter fallen unter anderem Themen wie die RFNBO-Kriterien, Netzentgeltregime für Elektrolyseure und die Sicherung von Wasserstoffspeichern als systemrelevante Infrastruktur.
- Priorität 2: Zielbild definieren und verstetigen – bis 2040
Hier liegt der Fokus auf einer langfristig belastbaren Wasserstoff-Roadmap, unabhängigem Monitoring und sektorenübergreifender Koordination.
- Priorität 3: Brücken in einen skalierenden Markt – bis 2035
Zuletzt folgen der Aufbau eines finanzierbaren und verbindlichen Verteilnetzes, die Weiterentwicklung von Förderinstrumenten und gezielte Risikoabsicherung durch staatliche Instrumente.
Weitere Informationen zur Studie und zum Thema Wasserstoffhochlauf finden Sie rechts verlinkt.
