Ladeinfrastruktur für E-Lkw - Entwicklungskonzept für die Region Hochrhein-Bodensee
Stand: Juli 2026
Unternehmen gesucht: Bringen Sie Ihre Erfahrung und Erwartungen mit ein!
Die Transformation des Güterkraftverkehrs ist eines der zentralen Themen in der Branche. Immer mehr Unternehmen setzen auf batterieelektrische Lkw oder planen deren Einsatz in den kommenden Jahren. Damit dieser Wandel erfolgreich gelingt, ist eine bedarfsgerechte und leistungsfähige Ladeinfrastruktur in Europa, Deutschland und natürlich auch in der Region Hochrhein-Bodensee unerlässlich.
Genau hier setzt das “Regionale Entwicklungskonzept Lkw-Ladeinfrastruktur (REK eLKW)” des Regionalverbands Hochrhein-Bodensee an. In Zusammenarbeit mit Kommunen, Netzbetreibern, Wirtschaftsorganisationen und Unternehmen sollen die Grundlagen für ein zukunftsfähiges Ladenetz ermittelt werden. Der Fokus liegt auf den spezifischen Herausforderungen der Region und ihrer Kommunen, darunter insbesondere die Grenzlage, die grenzquerenden Verkehre und die große Bedeutung der Bundesstraßen in West-Ost-Relation.
Im Bereich des Straßengüterverkehrs zeichnet sich eine Dynamik im Hinblick auf die Antriebswende ab. Betriebswirtschaftlich ergibt sich diese aus der Kostenrelation von batterieelektrischen LKW zu LKW mit herkömmlichem Antrieb. Zudem resultiert sie aus den Umsetzungsaktivitäten von Bund und Land im Hinblick auf die Ziele zur Senkung der THG-Emissionen im Verkehrsbereich um 55 Prozent bis 2030.
In Baden-Württemberg wurde hierzu auf Landesebene eine Bedarfs- und Standortanalyse erstellt. Demnach werden bis 2035 rund 13.800 öffentliche Ladepunkte benötigt. Die Studie macht zusätzlich deutlich, dass geeignete Flächen knapp sind und eine frühzeitige Koordination entscheidend ist, um Lademöglichkeiten und den Hochlauf der E-Lkw-Flotten im Gleichtakt umsetzen zu können.
Diese Koordination muss standortbezogen die spezifischen Koordinationsbedarfe identifizieren und lösen. Deshalb haben die Regionalverbände in Zusammenarbeit mit Kommunen, Netzbetreibern, der Logistikwirtschaft und weiteren regionalen Akteuren die Aufgabe übernommen, regionale Entwicklungskonzepte für potenzielle Standorte der LKW-Ladeinfrastruktur zu erarbeiten. Die Erstellung dieser Konzepte wird durch das Verkehrsministerium gefördert.
Das Regionale Entwicklungskonzept LKW-Ladeinfrastruktur (REK eLKW)
Auch der Regionalverband Hochrhein-Bodensee erarbeitet ein solches Konzept, aufbauend auf den Landesdaten und im engen Austausch mit regionalen Akteuren. Es identifiziert potenzielle Standorte, führt Bedarfe und Flächenpotenziale zusammen, identifiziert und klärt fachübergreifende Abstimmungs- und Koordinationsbedarfe und schafft so eine gemeinsame Grundlage für Planungs-, Förder- und Investitionsentscheidungen in der Region. Das REK soll dabei gezielt an den Bedarfen der regionalen Logistikwirtschaft und der Kommunen ausgerichtet werden.
Ihre Erfahrung ist gefragt!
Wer täglich Transporte plant, Fahrzeuge disponiert oder Logistikstandorte betreibt, kennt die praktischen Herausforderungen und Anforderungen am besten. Deshalb ist die Beteiligung von Unternehmen ein zentraler Erfolgsfaktor für das Projekt.
Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Erfahrungen, Anforderungen und Zukunftspläne einzubringen. So können Standorte und Ladeangebote dort entstehen, wo sie tatsächlich benötigt werden.
Insbesondere Unternehmen,
die bereits E-Lkw einsetzen,
den Umstieg auf elektrische Nutzfahrzeuge planen oder
eigene Logistik- und Transportprozesse betreiben
sind eingeladen, sich am regionalen Praxischeck zu beteiligen.
Warum sich eine Beteiligung lohnt?
Durch Ihre Mitwirkung tragen Sie nicht nur zur Entwicklung eines bedarfsgerechten Konzepts bei, sondern profitieren auch unmittelbar von dessen Ergebnissen.
Praxisnahe Planung statt theoretischer Annahmen: Ihre Anforderungen fließen direkt in die Entwicklung des regionalen Konzepts ein.
Frühzeitige Berücksichtigung Ihrer Bedarfe: Potenzielle Lade- und Logistikstandorte können an den tatsächlichen Verkehrs- und Transportströmen ausgerichtet werden.
Planungs- und Investitionssicherheit: Eine abgestimmte Infrastrukturentwicklung schafft verlässliche Rahmenbedingungen für zukünftige Fahrzeug- und Standortentscheidungen.
Stärkung des Wirtschaftsstandorts: Eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur erhöht die Attraktivität der Region für Investitionen.
Wettbewerbsvorteile durch Vernetzung: Der Austausch mit Kommunen, Netzbetreibern und anderen Unternehmen ermöglicht wertvolle Kontakte und frühzeitige Informationen zu weiteren Entwicklungen.
Gemeinsam die Zukunft gestalten!
Die Region Hochrhein-Bodensee sieht sich mit besonderen Herausforderungen und Chancen konfrontiert. Grenzüberschreitende Verkehre, starke Wirtschaftsstandorte und vorrangig Verkehrsachsen im ländlichen Raum machen passgenaue Lösungen erforderlich. Damit die Ladeinfrastruktur dort entsteht, wo sie für die Wirtschaft den größten Nutzen stiftet, ist die aktive Beteiligung der Unternehmen vor Ort unerlässlich.
Akteure
Zentrale Partner im Prozess sind Kommunen, Netzbetreiber und die regionale Logistikwirtschaft. Darüber hinaus werden Industrie- und Handelskammern sowie weitere regionale Akteure einbezogen. Der Regionalverband koordiniert den Prozess, bündelt die unterschiedlichen Bedarfe, schafft einen gemeinsamen Informationsstand und unterstützt die einzelnen Akteure dort, wo Abstimmung und Zusammenarbeit den Aufbau der Ladeinfrastruktur voranbringen.
Ablauf & Zeitplan
Ansprechpartner
Wir freuen uns über den Austausch und Ihre wertvollen Anregungen aus Ihrer Unternehmenspraxis: