Corona

Finanzhilfen für coronageschädigte Unternehmen

Hier finden Sie Informationen zu den Wirtschaftshilfen für von der Corona-Krise betroffene Unternehmen. Gerne beantworten unsere Berater Ihre Fragen zu den Hilfen unter der Hotline: 0221 - 1640 4444.

Überbrückungshilfen, Neustarthilfen und Corona-Soforthilfen

Die Überbrückungshilfen (Überbrückungshilfe und Neustarthilfe) werden bis Ende Juni verlängert. Laut Bundeswirtschaftsministerium wurde zwischen den Ressorts eine Einigung über eine Verlängerung erzielt.

Anfang April soll die Verlängerung der Überbrückungshilfe IV starten. Unternehmen die bereits Anträge auf Überbrückungshilfe IV für die Monate Januar bis März gestellt haben, können über den Änderungsantrag eine Verlängerung für die Monate April bis Juni beantragen sofern ihre corona-bedingten Umsatzrückgänge (im Vergleich zu 2019) andauern. Abschlagszahlungen sind nur für Erstantragsteller auf Überbrückungshilfe IV vorgesehen.

Voraussichtlich ab Mitte April können Erstanträge auf Neustarthilfe 2022 für den Förderzeitraum April bis Juni 2022 gestellt werden. 
 

Überbrückungshilfe IV und Neustarthilfe 2022

Mit der Überbrückungshilfe IV und der Neustarthilfe unterstützt die Bundesregierung für den Zeitraum Januar bis März 2022 Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler aller Branchen. Die Beantragung erfolgt über die bekannte Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Die Bedingungen entsprechen weitgehend denjenigen der Überbrückungshilfe III Plus. Auch Abschlagszahlungen sind für die Überbrückungshilfe IV vorgesehen.
Unternehmen erhalten über die Überbrückungshilfe IV weiterhin die Erstattung von Fixkosten. Zusätzlich zur Fixkostenerstattung erhalten Unternehmen im Rahmen der Überbrückungshilfe IV, die im Rahmen der Corona-Pandemie besonders schwer und von Schließungen betroffen sind, einen zusätzlichen Eigenkapitalzuschuss. Dadurch erhalten insbesondere Unternehmen, die von der Absage von Advents- und Weihnachtsmärkten betroffen sind – etwa Schausteller, Marktleute und private Veranstalter – eine erweiterte Förderung.
Ebenfalls fortgeführt wird die bewährte Neustarthilfe für Soloselbständige. Mit der Neustarthilfe 2022 können Soloselbständige weiterhin pro Monat bis zu 1.500 Euro an direkten Zuschüssen erhalten, insgesamt für den verlängerten Förderzeitraum also bis zu 4.500 Euro.
Aktuelle Einzelheiten zu den Wirtschaftshilfen finden Sie in den FAQs zur Überbrückungshilfe IV und Neustarthilfe 2022 auf den Internetseiten des Bundes.

Überbrückungshilfe III (plus) und Neustarthilfe (plus)

Die Überbrückungshilfe des Bundes ist ein Zuschussprogramm, das finanzielle Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen bietet, die von Umsatzrückgängen während der Corona-Krise betroffen sind. Die Überbrückungshilfe III und die Neustarthilfe (plus) bezieht sich auf die Fördermonate November 2020 bis Dezember 2021. Alle Unternehmen mit mehr als 30 Prozent Umsatzeinbruch können die gestaffelte Fixkostenerstattung erhalten.
Die konkrete Höhe der Zuschüsse orientiert sich wie auch bislang am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 und ist gestaffelt. Es gibt einen festen Musterkatalog fixer Kosten, der erstattet werden kann. Zudem können bei der Überbrückungshilfe III bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten sowie Digitalisierungsvorhaben gefördert werden.
Soloselbständige können zwischen der Überbrückungshilfe III und einer einmaligen Betriebskostenpauschale, der sogenannten „Neustarthilfe“ wählen.
Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.
Anträge für die laufende Überbrückungshilfe III Plus und Neustarthilfe Plus können bis zum 31. März 2022 gestellt werden. Für die Einreichung der Schlussabrechnung für die bereits abgelaufenen Hilfsprogramme (Überbrückungshilfe I – III, November- und Dezemberhilfe) wird die Frist bis zum 31. Dezember 2022 verlängert.
Die maßgeblichen Förderbedingungen sind in Form von FAQ auf der Plattform veröffentlicht.
Letzte Änderungen in der Überbrückungshilfe III sowie Neustarthilfe:
  • Der Bund hat die Regelung zur Antragsberechtigung bei freiwilligen Schließungen, wenn eine Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs unwirtschaftlich wäre, ist in den FAQ der Überbrückungshilfe III Plus veröffentlicht . Sie finden die Regelung unter Ziffer 1.2 der FAQ: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Navigation/DE/Dokumente/FAQ/Ueberbrueckungshilfe-III-Plus/ueberbrueckungshilfe-iii-plus.html.Die Sonderregelung zur Antragsberechtigung bei freiwilligen Schließungen findet sich ebenfalls in den FAQs der Überbrückungshilfe IV. Sie gilt ab dem 01.01.2022 und wurde aktuell bis zum 28.02.2022 verlängert.
  • Die Neustarthilfe für Direktanträge kann endabgerechnet werden. Darüber informiert das Bundeswirtschaftsministerium unter Punkt 4.8. seiner FAQs.
  • Seit 13. Oktober 2021 können Soloselbstständige, Ein-Personen-Kapitalgesellschaften, unständig Beschäftigte und kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten einen Direktantrag auf Neustarthilfe Plus für den Förderzeitraum Oktober bis Dezember 2021 stellen.
  • Seit 24. September 2021 können Unternehmen, die für Juni 2021 Überbrückungshilfe erhalten haben und im Juli 2021 von Hochwasser und Starkregen betroffen waren, Überbrückungshilfe III Plus für die Monate Juli bis September 2021 beantragen

Corona-Soforthilfe: Rückmeldeverfahren

Alle Empfängerinnen und Empfänger der NRW-Soforthilfe 2020 wurden im Bewilligungsbescheid darüber informiert, dass die Soforthilfe zweckgebunden ist. In Nordrhein-Westfalen wurde zu jedem bewilligten Antrag zunächst die maximale Fördersumme ausgezahlt, um schnell und unbürokratisch zu unterstützen. Mit der Rückmeldung erinnert das Land daran, dass der Anteil der Soforthilfe, der im Förderzeitraum nicht für betriebliche Ausgaben verwendet wurde, zurückerstattet werden muss. Die Rückmeldung über das Rückmelde-Formular ist daher für alle Empfängerinnen und Empfänger der Soforthilfe verpflichtend.
Die Rückmeldung musste bis spätestens bis zum 17. Dezember 2021 abgegeben werden.
Wichtig: Die Frist zur Rückzahlung der möglicherweise zu viel erhaltenen Mittel wurde erneut bis 30.06.2023 verlängert.
Weitere Fragen werden über die Hotline zum Rückmeldeverfahren unter 0211 7956-4995 beantwortet.
Weitere Informationen zur Soforthilfe und zum entsprechenden Rückmeldeverfahren erhalten Sie auf der Website des Wirtschaftsministeriums NRW.

Förderdarlehen

KfW-Schnellkredit 2020

Der KfW-Schnellkredit steht Soloselbständigen und Unternehmen unabhängig von der Anzahl an Beschäftigten zur Verfügung. Das Unternehmen muss dabei mind. seit Januar 2019 am Markt sein.
Die Kredithöhe beträgt max. 25 % vom Umsatz des Jahres 2019. Ein Kreditantrag ist nur über die Hausbanken möglich. Der Bund übernimmt dafür das vollständige Risiko und stellt die Hausbanken von der Haftung frei. Ein Rechtsanspruch auf die Fördermittel der KfW besteht jedoch nicht. Der Kredit kann für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) verwendet werden.
Derzeit kann der KfW-Schnellkredit bis zum 30.04.2022 beantragt werden. Weitere Details erfahren Sie auf der Produktseite zum KfW-Schnellkredit. Einer aktuellen dpa-Meldung entnehmen wir, dass die Bundesregierung und die staatliche Förderbank außerdem die Frist zur Antragstellung in einem KfW-Sonderprogramm bis zum 30. April 2022 verlängern. Zugleich werden Kreditobergrenzen erhöht. Weitere Informationen hierzu wird die KfW zeitnah veröffentlichen.

Alternativen zum Schnellkredit sind der KfW-Unternehmerkredit für Unternehmen, die länger als fünf Jahre am Markt sind oder der ERP-Gründerkredit – Universell für Unternehmen, die weniger als fünf Jahre alt sind.

NRW.BANK.Universalkredit

Für Unternehmen, die wegen der Corona-Pandemie in Liquiditätsprobleme geraten sind, ist bei Betriebsmittelfinanzierungen (https://www.nrwbank.de/de/foerderung/foerderprodukte/15260/nrwbank-universalkredit.html ) bis zu 5 Jahren das Haftungsfreistellungsangebot von 50% Risikoübernahme um eine 80%ige Risikoübernahme erweitert worden. Das Service-Center der NRW.BANK berät Sie unter 0211-91741 4800 kostenlos zu den Förderprogrammen.

Mikromezzaninfonds

Kleine Unternehmen und Existenzgründer habe die Möglichkeit, aus dem Mikromezzaninfonds Beteiligungskapital von bis zu 75.000 Euro direkt bei der Kapitalbeteiligungsgesellschaft (KBG) in Neuss zu beantragen. Sicherheiten sind hierfür vom Unternehmen nicht zu stellen. Das führt nicht nur zur sofortigen Liquiditätsstärkung, sondern verbessert auch das Rating des Unternehmens und damit seine Kreditwürdigkeit. Hier finden Sie weitere Informationen zum Mikromezzaninfonds

Ausfallbürgschaften

Die Bürgschaftsbank NRW übernimmt Ausfallbürgschaften für Kredite an Unternehmen, wenn diese ihrem Kreditinstitut keine ausreichenden Sicherheiten stellen können, eventuell vorhandene Sicherheiten sind jedoch einzubringen.
Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch die Bürgschaftsbank NRW (bis 2,5 Mio. Euro) und das Landesbürgschaftsprogramm (ab 2,5 Mio. Euro, auch Großunternehmen) besichert werden. Die Verbürgungsquote bei klassischen Bürgschaften und Expressbürgschaften liegt bei 80 Prozent. Diese wurde im Zuge der Corona-Krise in einzelnen Bürgschaftsvarianten erhöht.
Wenn Sie eine Bürgschaft beantragen möchten, ist Ihre Hausbank erster Ansprechpartner. Alternativ können Sie eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben online über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken stellen.
Die Bürgschaftsbank NRW ist unter der Nummer 02131 5107-200 erreichbar.

Gründende und Startups

KfW-Startgeld

Der ERP-Gründerkredit –StartGeld ermöglicht Gründern und kleinen Unternehmen, die noch keine 5 Jahre am Markt aktiv sind (Aufnahme der Geschäftstätigkeit, das heißt Datum der ersten Umsatzerzielung), eine zinsgünstige Finanzierung von Vorhaben mit einem Gesamtfremdfinanzierungsbedarf bis 125.000 Euro. Maximal 50.000 Euro können davon für Betriebsmittel verwendet werden. Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank.

NRW.Start-up akut

Mit dem Wandeldarlehen erhalten Unternehmen, die nicht älter als drei Jahre sind, bis zu 200.000 Euro über eine Laufzeit von sechs Jahren. Das Darlehen ist endfällig oder kann zum Ende der Laufzeit bzw. mit Eintritt eines neuen Investors in Eigenkapital gewandelt werden. Vorteil: In der akuten Krise wird das Unternehmen nicht durch Zins- und Tilgungszahlungen belastet.

NRW.SeedCap

Die NRW.BANK investiert in einer Summe den Maximalbetrag von 200.000 Euro pro Unternehmen und erweitert den Kreis der Antragsberechtigen: Startups können dieses Programm bis zu 36 Monate nach Gründung beantragen, wenn ein Business Angel die gleiche Summe drauflegt.

NRW.BANK.Venture Fonds

Beteiligungen von 0,25 bis 6,0 Mio. Euro sind jetzt auch in der späteren Wachstumsphase möglich. Ziel ist einerseits die Kompensation sich derzeit zurückhaltender Investoren, andererseits – im Sinne eines „Matching Fund“ – die Ergänzung derjenigen Investoren, die weiter bereit sind, zu finanzieren.

Kurzarbeitergeld

Wegen der Corona-Krise wurden Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld.
beschlossen. Weitere Informationen und die nötigen Formulare finden Sie auf unserer Infoseite zur Kurzarbeit. Ihre Fragen zum Kurzarbeitergeld können Sie sich gerne auch per Mail an uns richten unter kug-beratung@koeln.ihk.de

Steuerliche Maßnahmen

Aufgrund der Corona-Krise sieht die Finanzverwaltung verschiedene Erleichterungen für Unternehmen vor, so etwa Steuerstundungen. Mehr erfahren Sie auf unserer Sonderseite zu Erleichterungen bei der Steuer.

Beratungskostenzuschüsse

Das Programm „ Förderung unternehmerischen Know-hows" richtet sich an Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden – unabhängig vom Unternehmensalter. Es werden anteilig die Kosten einer Unternehmenssicherungsberatung sowie einer Folgeberatung übernommen. Einziger Inhalt einer solchen Beratung ist die Beseitigung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten.  

Beihilferecht

Bitte beachten Sie, dass das Beihilferecht im Rahmen der verschiedenen Förderungen von großer Bedeutung ist, wenn Förderhöchstgrenzen erreicht werden. Das Beihilferecht ist komplex. Um hier Einschätzungen zum Beispiel zu Fragen der Förderfähigkeit abgeben zu können, ist ein umfassender Überblick über das Unternehmen, bereits beantragte Wirtschaftshilfen, erhaltene Kredite, Besitz- und Beteiligungsverhältnisse des Unternehmens und anderes unabdingbar.
Bitte sprechen Sie daher im Rahmen der Beantragung der aufgeführten Wirtschaftshilfen auch immer Ihren Prüfenden Dritten auf das Thema Beihilferecht an. Zu Ihrer Information haben wir die FAQs des Bundeswirtschaftsministeriums zu diesen Fragestellungen für Sie verlinkt.