Das Carnet A.T.A.-Verfahren hilft bei der vorübergehenden Ausfuhr von Berufsausrüstung, Ausstellungsstücken, Warenmustern oder Messeausrüstung aus der EU in ein anderes Land und bei der Wiedereinfuhr in die EU. Wozu man das Carnet braucht und wie man es bekommt, zeigt Ihnen ein Kurzfilm.
„Carnet“ stammt aus dem Französischen und bedeutet Heft. Die Abkürzung A. T. A. (admission temporaire (Französisch) bzw. temporary admission (Englisch)) steht für vorübergehende Einfuhr. Frei übersetzt heißt Carnet A.T.A. Zollpassierscheinheft für die vorübergehende Einfuhr.
Es dient als Zollanmeldung und als Bürgschein.
Die Industrie- und Handelskammern bzw. die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sind selbstschuldnerische Bürgen des Carnet A.T.A. Zur Abdeckung des damit verbundenen Risikos wurde mit der Euler-Hermes Deutschland Niederlassung der Euler Hermes SA eine Versicherung abgeschlossen. Für die Carnet-Ausgabe zahlt der Antragsteller ein von der IHK an die Euler-Hermes abzuführendes Versicherungsentgelt. Es deckt weder eine Transportversicherung noch eventuell anfallende Abgaben beim Verbleib der Ware im Ausland ab.
Carnet CPD
Um Waren vorübergehend nach Taiwan zu verbringen, wird das Carnet CPD benötigt. Dieses Zollverfahren beruht auf einer Vereinbarung zwischen der EU und Taiwan und kann nur zwischen diesen beiden Parteien angewendet werden. Falls außer Taiwan noch andere Länder besucht werden sollen, ist zusätzlich ein Carnet A.T.A. zu verwenden.
Vorteile des Carnet A.T.A.-Verfahrens
keine weiteren Ausfuhr- / Einfuhrdokumente erforderlich (ACHTUNG: ist die Ware ausfuhrgenehmigungspflichtig, muss trotz Carnet A.T.A. eine Ausfuhrgenehmigung beantragt werden)
keine Zahlung und Hinterlegung von Zöllen und sonstigen Abgaben
zügige Grenzabfertigung
beliebig häufige Nutzung/Reisen während der Gültigkeitsdauer von einem Jahr
Voraussetzung ist, dass die Waren nach der vorübergehenden Ausfuhr in unverändertem Zustand wieder in die EU eingeführt werden. Das Carnet dient als Zollpapier sowohl für den deutschen Zoll als auch für den Zoll im Zielland.
Das Carnet wird von der zuständigen Industrie- und Handelskammer (IHK) ausgegeben. Gegenwärtig können Carnets im Warenverkehr mit 71 Staaten angewendet werden, über die die IHK auf Anfrage informiert.
Für welche Waren kann ein Carnet benutzt werden?
Messe- und Ausstellungsgut
Waren, die auf Ausstellungen, Messen, Kongressen oder ähnlichen Veranstaltungen ausgestellt oder verwendet werden sollen. Ebenfalls hierzu gehören Standausrüstungen, zur Vorführung benötigte Maschinen, Geräte usw.
Warenmuster
Gegenstände, die eine bestimmte Art bereits hergestellter Waren darstellen oder Modelle von Waren sind, deren Herstellung vorgesehen ist. Diese Muster dürfen im Carnet-Verfahren nur zu Werbezwecken aus- bzw. eingeführt werden.
Berufsausrüstung
Ausrüstung für Montage, Erprobung, Messung, Prüfung oder Überwachung, sowie Rundfunk und Fernsehen usw.
Ausgeschlossensind Ausrüstungen, die der ausschließlichen Beförderung, der gewerblichen Herstellung oder dem Abpacken von Waren, der Ausbeutung von Bodenschätzen, der Errichtung, Instandhaltung von Gebäuden, der Ausführung von Erdarbeiten oder ähnlichen Zwecken dienen.
Einige Vertragsstaaten gestatten zusätzlich eine autonome Verwendung eines Carnet zu anderen als den vorgenannten Zwecken. Auskunft hierüber erteilt Ihre zuständige IHK.
Wann kann kein Carnet ausgestellt werden?
Ein Carnet kann nicht ausgestellt werden für
Verbrauchsgüter
ins Ausland gegen Entgelt vermietete Waren
Waren, die im Ausland verändert werden (Veredelung, Reparatur usw.)
Voraussetzungen
Die Waren müssen, zollrechtlich gesehen, Unionswaren sein. Das bedeutet, dass die Waren vollständig in der EU gewonnen oder hergestellt worden sein müssen oder nach der Einfuhr aus einem Drittland zum zollrechtlich freien Verkehr zugelassen worden sind (verzollt und versteuert).
Warenwert
Im Carnet wird stets der aktuelle Wert der Ware angegeben.
Da Wertgrenzen bestehen, ist der im Carnet anzugebende Warenwert vorab mit Ihrer IHK abzustimmen. Bitte setzen Sie sich frühzeitig mit Ihrer IHK in Verbindung.
Gültigkeit
Die Gültigkeitsdauer für das Carnet beträgt grundsätzlich ein Jahr. Innerhalb dieser Zeit sind beliebig viele Ausfuhren der im Carnet aufgeführten Waren möglich. Bitte beachten Sie dazu, dass das Carnet genügend Einlegeblätter enthält. Die Anzahl ist abhängig von den geplanten Reisen. Das „Standard-Carnet“ ist für eine Reise ohne Transit ausgestattet.
ACHTUNG: Die ausländischen Einfuhrzollstellen können im Einfuhrblatt eine verkürzte Wiederausfuhrfrist setzen (Stammabschnitt; Punkt 2). Prüfen Sie daher gleich bei der Einfuhr, ob Ihnen eine Frist gesetzt wurde und ob diese ausreicht. Solche Fristen werden auf Antrag (mündlich oder schriftlich) gleich an der Grenze oder nachträglich vom Binnenzollamt des Einfuhrlandes verlängert.
Erstberatung
Finden Sie in weniger als einer Minute heraus, ob ein Carnet für Sie in Frage kommt. Machen Sie den Online-Check.
Nennen Sie uns Ihren eCarnet-Administrator. Der Administrator agiert als erste Ansprechperson gegenüber der IHK und legt weitere Mitarbeiter in der Anwendung an und verwaltet diese.
Freischaltung durch Ihre IHK
Beantragen Sie ein Carnet
Prüfung des Carnets durch die IHK
Unklarheiten können direkt über die Anwendung kommuniziert und gelöst werden
Bewilligung und Druck des Carnets durch die IHK
Holen Sie Ihr fertiges Carnet bei uns ab oder lassen Sie es sich zuschicken
Unterschreiben Sie das Carnet wie gewohnt auf dem grünen Deckblatt (Feld J)
Nämlichkeitssicherung durch das zuständige Binnenzollamt. Diese ist zwingend vorgeschrieben und dürfte auch im Interesse des Antragstellers liegen. Denn er muss jederzeit den Nachweis erbringen können, dass die mitgeführten Waren mit den im Carnet verzeichneten identisch sind. Dem Binnenzollamt sind daher grundsätzlich die im Carnet aufgeführten Waren sowie der Vordruck vorzuzeigen.
Sobald Ihr Benutzerkonto durch die IHK Kassel-Marburg aktiviert wurde, können Sie Carnets elektronisch beantragen. Dafür loggen Sie sich mit Ihrem Benutzernamen und Passwort unter https://www.e-ata.de ein und wählen „Neues ATA Carnet“ aus.
Füllen Sie nun alle vorgegeben Felder aus. Sollten Ihnen noch nicht alle Informationen für die Beantragung des Carnets vorliegen, können Sie den Antrag speichern und zu einem späteren Zeitpunkt weiterbearbeiten oder löschen.
Sobald alle Felder ausgefüllt sind reichen Sie das Carnet elektronisch mit „Carnet senden“ bei Ihrer IHK ein.
Die IHK bewilligt und druckt Ihr Carnet dann aus. Das gedruckte Carnet können Sie sich nun bei Ihrer IHK abholen oder es sich zuschicken lassen.
WICHTIG: Es ist zwingend erforderlich, dass der Carnet-Inhaber das ausgestellte Carnet vor der Nämlichkeitssicherung unterschreibt!
ACHTUNG: Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen dürfen ohne Mitwirkung der IHK Kassel-Marburg nicht vorgenommen werden.
Digitales Carnet (dCarnet)
Zum 1. Juni 2026 führen die Europäische Union, Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich das volldigitale Carnet (dCarnet) ein. Die Abwicklung des volldigitalen Carnets erfolgt durch das Scannen von QR-Codes an den Zollstellen. Bis Ende 2027 soll das dCarnet in allen Teilnehmerstaaten eingeführt werden.
Da die volldigitale Abfertigung von Carnets zunächst noch nicht für alle Länder möglich ist, wird es eine Übergangsphase geben. In der Übergangsphase wird neben dem digitalen immer auch ein papiergebundenes Carnet ausgestellt. Konkret bedeutet dies, dass die Nämlichkeitssicherung durch das zuständige Binnenzollamt sowie die Ausfuhr bzw. Wiedereinfuhr über ein EU-Grenzzollamt (z. B. Flughafen, Hafen) rein elektronisch über die ATA-Carnet-App erfolgt. Falls die Einfuhr in bzw. die Wiederausfuhr aus einem Land erfolgt, welches noch nicht auf das digitale Verfahren umgestellt hat, kann für die Einfuhr bzw. Wiederausfuhr das Papier-Carnet abgefertigt werden.
Ablauf des volldigitalen Carnets ab 1. Juni 2026
Registrierung und Beantragung des Carnets über das Portal e-ata.de
Bei vorübergehende Ausfuhren nach Norwegen, die Schweiz und/oder das Vereinigte Königreich, erhält der Carnet-Inhaber anstatt des analogen ATA Carnets eine eCarnet ID sowie einen eCarnet PIN-Code über das e-ata-System.
Alternativ kann eine Desktopversion genutzt werden, über die sich die Carnets ohne Smartphone verwalten lassen. Diese Variante wird empfohlen, wenn die Ware an einen Dienstleister (z.B. Spediteur) übergeben wird oder mehrere Carnets zu monitoren sind.
Eingabe der eCarnet ID und dem eCarnet PIN-Code in der App, damit das digitale Carnet in die App geladen werden kann.
Der App-Nutzer bereitet die einzelnen Reiseabschnitte (Nämlichkeitssicherung, Ausfuhr, Einfuhr, Wiederausfuhr, Wiedereinfuhr und ggf. Transit) vor. Die dadurch entstehenden QR-Codes werden von den Zöllnern an den entsprechenden Zollstellen eingescannt, um das Carnet zu bearbeiten.
Die QR-Codes oder das gesamte Carnet können, falls nötig, an einen Fahrer oder bevollmächtigten Vertreter weitergegeben werden (Vollmacht muss vorliegen). Für das Scannen der QR-Codes bei den Zollstellen ist keine Internetverbindung erforderlich.
Nämlichkeitssicherung und Eröffnung des Carnets erfolgt durch das zuständige Binnenzollamt.
PC oder Laptop mit einem aktuellen Internet-Browser (z. B. Microsoft Edge, Google, Chrome, Mozilla Firefox oder Safari)
Registrierung in der e-ata-Anwendung
Ausfüllhinweise
Feld “Anzahl Carnetblätter”:
Richtet sich nach der Anzahl der Reisen, die mit dem Carnet gemacht werden sollen. Ein „Standard-Carnet“ besteht aus einer Reise mit jeweils einem Ausfuhr-, Einfuhr, Wiederausfuhr- und Wiedereinfuhrblatt. Transitblätter sind nur in besonderen Fällen notwendig (Beispiel: Messe in der Schweiz mit Messezollamt).
Feld “Vertreter oder Vollmacht”: Anzugeben ist der Name (evtl. Anschrift) desjenigen, der das Carnet und die Waren dem Zoll vorführt. Wird die Ware per Spedition verbracht, wird der Name der Spedition vermerkt.
Sollten nicht im Vorhinein feststehende Personen in Frage kommen, wird der Hinweis „gemäß Vollmacht“ eingetragen und dem Beauftragten eine entsprechende Vollmacht ausgehändigt. Bitte verwenden Sie hierfür die bereits hinterlegte Mustervollmacht aus der e-ata-Anwendung. Diese ist unter “Vollmacht hinzufügen” hinterlegt.
Feld “Verwendungszweck”: Es ist die beabsichtigte Verwendung anzugeben (Messegut oder Berufsausrüstung oder Warenmuster)
Feld “Waren”: Hier sind alle Waren möglichst genau zu beschreiben. Gehäuse-/Seriennummern oder andere Angaben zur genauen Unterscheidung der Waren sind einzutragen; dies vereinfacht die Nämlichkeitssicherung. Der Warenursprung und die einzelnen Warenwerte, nach Möglichkeit auch Gewicht, sind anzugeben. Die Gesamtsummen werden automatisch errechnet und ausgegeben. Der Wert jeder Ware wird in Euro angegeben.
Die Waren können entweder einzeln erfasst oder als CSV-Datei mit einer Warenliste importiert werden.
Weitere Informationen und Ausfüllhinweise finden Sie im Benutzerhandbuch
Wichtige Hinweise
WICHTIG ist in jedem Fall die Abfertigung an jeder Grenzzollstelle. Dort werden die entsprechenden Stammabschnitte zu den Einlegeblättern abgestempelt und die Trennabschnitte heraus genommen bzw. die QR-Codes des digitalen Carnets (betreffend EU, Norwegen, Schweiz, Vereinigtes Königreich) eingescannt. Lassen Sie sich also nicht einfach durchwinken, auch wenn es bequem erscheint. So vermeiden Sie spätere Reklamationen und eventuelle unnötige Zollforderungen.
Achten Sie weiterhin bitte auch auf die korrekte Eintragung der mitgeführten Warenpositionen.
Die gelben Einlegeblätter (Ausfuhr bzw. Wiedereinfuhr) sind für die Abfertigungen durch Ihr deutsches Binnenzollamt bzw. das EU-Grenzzollamt bestimmt.
Die weißen Einlegeblätter (Einfuhr bzw. Wiederausfuhr) sind bestimmt für die Zollabfertigungen zur vorübergehenden Einfuhr und anschließender Wiederausfuhr im Verwendungsland.
Die blauen Einlegeblätter (Transitblätter) sind bestimmt für die Durchfuhr eines Landes bzw. für die Anweisung eines Grenzzollamtes zu Messe- oder Binnenzollämtern. Für jede Transitabfertigung werden 2 Blätter benötigt; deshalb werden diese paarweise ausgestellt.
Die numerische Kennzeichnung aller Einlegeblätter erfolgt durch die IHK. Das digitale Carnet enthält entsprechende QR-Codes für die jeweiligen Zollabfertigungen in der EU, in Norwegen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich.
Soll ein noch gültiges Carnet nochmal verwendet werden, obwohl ursprünglich nur eine Reise geplant war, können zusätzliche Einlegeblätter für weitere Reisen bei der IHK beantragt werden.
Falls ein Carnet verloren geht und die Ware sich noch im Ausland befinden sollte, ist ein Ersatz-Carnet bei der IHK zu beantragen. Nähere Informationen erteilt Ihnen Ihre IHK.
Geht ein Carnet verloren, wenn sich die Ware bereits wieder in der Europäischen Union befinden, müssen diese Waren bei einem deutschen Zollamt vorgeführt werden. Das Zollamt bestätigt auf einer Bereinigungsbescheinigung, dass die Waren wieder in Deutschland angekommen sind. Diese Bescheinigung wird benötigt, um im Reklamationsfall der ausländischen Zollverwaltung belegen zu können, dass die Waren fristgerecht wieder ausgeführt wurden und deshalb kein Anspruch auf die Einfuhrabgaben besteht.
Rückgabe des Carnet ATA
Nach der letzten Reise – spätestens bei Ablauf der Gültigkeitsdauer - ist das Carnet an die IHK zurück zu geben.
Bei offensichtlich nicht ordnungsgemäß abgefertigtem Carnet oder anderen Unregelmäßigkeiten bitte sofortige Rücksprache mit Ihrer IHK halten. Die IHKs überwachen nicht nur die Carnets, sie prüfen auch die ordnungsgemäße Erledigung und helfen bei ggf. erforderlichen Bereinigungen.
Darf die Ware im Ausland verkauft werden?
Grundsätzlich müssen die mit Carnet ins Ausland eingeführten Waren wieder ausgeführt werden. Ein Carnet A.T.A. berechtigt nur zur vorübergehenden Einfuhr. Trotzdem gestatten einige ausländische Zollverwaltungen, dass die Ware verkauft wird. Sie benötigen also deren Zustimmung. Die Waren müssen dann ordnungsgemäß verzollt werden. Gegenüber der Zollverwaltung ist immer der Carnetinhaber für die Verzollung verantwortlich. Das gilt auch, wenn Sie mit dem Käufer vereinbart haben, dass er die Verzollung übernimmt. Es ist daher empfehlenswert, zusammen mit dem ausländischen Käufer die örtliche Zollstelle aufzusuchen. Im Rahmen der Einfuhrabfertigung werden das Carnet sowie die weiteren erforderlichen Einfuhrpapiere (Rechnung, evtl. Präferenznachweis, etc.) vorgelegt. Das ausländische Zollamt bestätigt auf dem Wiederausfuhrblatt die Einfuhr/Verzollung. Da es sich nun um eine endgültige Ausfuhr handelt, ist dem deutschen Binnenzollamt nachträglich eine Ausfuhranmeldung vorzulegen.
TIPP: Leiten Sie die Verzollung rechtzeitig vor Ablauf der Gültigkeit des Carnet bzw. der von der ausländischen Zollverwaltung gesetzten Wiederausfuhrfrist ein.
Bearbeitungszeiten
Ausstellung von Carnet ATA in der Hauptgeschäftsstelle in Kassel:
Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 15.00 Uhr
Freitag von 8.00 bis 12.00 Uhr
Ausstellung von Carnet ATA in der Geschäftsstelle Marburg:
Montag bis Freitag von 8.00 bis 13.00 Uhr
Welche Kosten entstehen?
Formularentgelte
Leistung
Einheit
Euro
Carnet ATA
Carnetsatz für eine Reise
3,00€
Carnet CPD (für Taiwan)
Carnetsatz für eine Reise
17,00€
jede weitere Reise
Carnetsatz
1,60€
Ausfuhrblatt Carnet ATA
Je Blatt
0,40€
Einfuhrblatt Carnet ATA
Je Blatt
0,40€
Wiederausfuhrblatt Carnet ATA
Je Blatt
0,40€
Wiedereinfuhrblatt Carnet ATA
Je Blatt
0,40€
Zusatzblatt/Transitblatt Carnet ATA
Je Blatt
0,40€
Kopie (z.B. Vollmachten, Bilder)
0,25€
Porto (Versand des Carnets per Post
2,50€
Gebühren
Für Mitglieder
Ausstellung von eCarnets für Mitglieder der IHK
207,00€
Nachträgliche Änderungen des Carnets für Mitglieder der IHK
Je Änderung
15,00€
Bereinigungsgebühr für Mitglieder der IHK (je Satz)
Je Satz
40,00€
Erhöhter Beratungsaufwand (ab der zweiten Std.) für Mitglieder der IHK
Je volle Stunde
93,00€
Für Nichtmitglieder
Ausstellung von eCarnets für Nichtmitglieder der IHK
239,00€
Nachträgliche Änderungen des Carnets für Nichtmitglieder der IHK
Je Änderung
23,00€
Bereinigungsgebühr für Nichtmitglieder der IHK (je Satz)
Je Satz
46,00€
Erhöhter Beratungsaufwand (ab der zweiten Std.) für Nichtmitglieder der IHK
Je volle Stunde
93,00€
Anteil Internationale Handelskammer (ICC)
12,00€ zzgl. 19 % USt.
Carnet-Kautionsprämie der Euler Hermes Deutschland
Bei weiteren Fragen steht Ihnen das Team International gerne zur Verfügung.
Aktuelle Informationen zum Carnet A.T.A.-Verfahren
Mexiko: Vorabregistrierung vor der Einreise mit Carnet A.T.A.
Mindestens sieben Tage vor der Einreise nach Mexiko oder vor Versendung der Ware muss jeder Carnet-Inhaber die mexikanische Zollbehörde Servicio de Administración Tributaria - SAT durch die Registrierung des Carnets informieren. Die Registrierung erfolgt über das Sistema de Registro de Cuadernos ATA (ATA Carnet Registration System). Nach erfolgreichem Abschluss der Registrierung wird ein Registrierungsbeleg generiert, welcher zusammen mit dem Carnet A.T.A. bei Einreise dem mexikanischen Zoll vorgelegt werden muss.
Weitere Informationen erteilt Ihnen die IHK Kassel-Marburg.
Türkei: Vorabregistrierung der Einreise mit Carnet A.T.A.
Vor der Einreise in das das türkische Zollgebiet müssen alle Carnet-Inhaber die türkischen Zollbehörden über ihre geplante Ankunft informieren. Die Registrierung erfolgt über das türkische Registrierungsportal für Carnet ATA.
Russland und Belarus:
Es können bis auf Weiteres keine Carnets mehr für Russland und Belarus ausgestellt werden. Aufgrund der EU-Finanzsanktionen können bei Carnet-Ausfällen keine Bürgschaftszahlungen mehr erfolgen.
Vereinigtes Königreich: Neue Anforderungen an Transportunternehmen (Spediteure) ab dem 1. Januar 2022
Jeder Frachtführer (Transporteur, Spediteur usw.), der über einen Hafen einreist oder über einen Hafen Exportwaren transportiert, muss sich im Goods Vehicle Movement Service (GVMS) der britischen Regierung anmelden, um die Zollanmeldung und das Zollverfahren ordnungsgemäß durchzuführen. Dies gilt auch für die vorübergehende Einfuhr und Wiederausfuhr von Waren mit dem Carnet ATA. Die Nummer des Carnet ATA muss dabei in der GVMS-Meldung eingetragen werden. Die Meldung ist nur für Fahrzeuge erforderlich, die die Frachtroute benutzen (d. h. Lkw über 7,5 t).
Es ist empfehlenswert, dass Fahrzeuge, die die Frachtroute nicht benutzen (Lkw unter 7,5 t) vorab eine GVMS-Registrierung vornehmen oder sich vorab mit dem Zoll in UK in Verbindung setzen.