Regionalkonferenz betont den Wert des Sports
Viel mehr als nur Bewegung
Sport bewegt und das nicht nur im eigentlichen Wortsinn. Er schafft etwas, was sich nicht beziffern lässt: Gemeinschaft. Um Wandel, Trends, Zukunft und besonders um die Wirkung von Sport ging es bei der 54. Sitzung der Regionalkonferenz der TechnologieRegion Karlsruhe in den Räumen der IHK.
Frank Roth, Präsident der IHK Karlsruhe und Vorsitzender der TRK-Regionalkonferenz, beschwor die verbindende Kraft des Sports. Dabei schlug er den Bogen vom Ehrenamt zum Hauptamt, vom Sport zur Wirtschaft. Alle würden die Transformation erleben: durch die Herausforderungen von Demografie, Bürokratie und nachlassendem Engagement. Nur durch kluge Lösungen könne man sich dem Wandel erfolgreich stellen. „Wir brauchen die Verständigung über Ziele und den gemeinsamen Weg dorthin“, so Roth.
Das verdeutlichte auch Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe, indem er verschiedene Projekte vorstellte. Die Bandbreite reichte vom wissenschaftlichen Austausch über die Vorstellung wenig bekannter Weltmarktführer in der Region bis zu den Möglichkeiten der Vernetzung bei den Regionalkonferenzen. Ein sportliher Ritt durch die große Bandbreite vom Mittleren Oberrhein über die Südpfalz bis ins Nordelsass.
Welche Faszination von der Vielfalt des Sports ausgeht, beschrieben Martin Wacker und Pascal Rastetter für die World Games 2029 in Karlsruhe. Die Bedeutung wirke weit über elf Tage Spitzensport hinaus. Die beiden Mitglieder der Geschäftsführung des lokalen Organisationskomitees verwiesen auf internationale Sichtbarkeit, wirtschaftliche und touristische Effekte sowie die Chance, Vereine, Schulen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft einzubeziehen. Wer nur eine Kostendiskussion sehe, blicke zu kurz und verkenne den Wert eines solchen Ereignisses weit über das Großereignis hinaus, so Wacker und Rastetter. Entscheidend seien ebenso die Effekte für Image, Tourismus, Begegnung, Teilhabe und somit gesellschaftlichen Zusammenhalt. Frank Roth betonte zugleich, dass sich der Effekt der World Games nicht nur auf die Zeit der Spiele beschränken dürfe. „Die World Games sind für Karlsruhe eine Chance. Wir sind im Dialog mit den Organisatoren, um die Kompetenzen der Wirtschaft einzubringen.“
Welche Faszination von der Vielfalt des Sports ausgeht, beschrieben Martin Wacker und Pascal Rastetter für die World Games 2029 in Karlsruhe. Die Bedeutung wirke weit über elf Tage Spitzensport hinaus. Die beiden Mitglieder der Geschäftsführung des lokalen Organisationskomitees verwiesen auf internationale Sichtbarkeit, wirtschaftliche und touristische Effekte sowie die Chance, Vereine, Schulen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft einzubeziehen. Wer nur eine Kostendiskussion sehe, blicke zu kurz und verkenne den Wert eines solchen Ereignisses weit über das Großereignis hinaus, so Wacker und Rastetter. Entscheidend seien ebenso die Effekte für Image, Tourismus, Begegnung, Teilhabe und somit gesellschaftlichen Zusammenhalt. Frank Roth betonte zugleich, dass sich der Effekt der World Games nicht nur auf die Zeit der Spiele beschränken dürfe. „Die World Games sind für Karlsruhe eine Chance. Wir sind im Dialog mit den Organisatoren, um die Kompetenzen der Wirtschaft einzubringen.“
Welche Verantwortung aus sportlicher Reichweite erwachsen kann, zeigte KSC-Präsident Holger Siegmund-Schultze auf. Unter dem Leitgedanken „Aus Kraft wird Verantwortung“ stellte er das gesellschaftliche Engagement des Karlsruher SC vor. Gemeinschaft entstehe durch Beteiligung und könne dauerhaft nur funktionieren, wenn verschiedene Akteure zusammenarbeiten würden. Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger müssten sich stärker als gemeinsame Verant-wortungsgemeinschaft verstehen. Dabei stünden Werte wie Integration, Gleichheit und Fairness im Mittelpunkt.
Wie sich diese gesellschaftliche Rolle des Sports unter veränderten Bedingungen erhalten lässt, zeigten vier kurze Impulse und eine Podiumsdiskussion unter der Moderation von Nicolas Schruff, Leiter IHK-Team Präsident und Hauptgeschäftsführung.
Dr. Andreas Ramin, Vorsitzender des Sportkreises Karlsruhe, verwies auf mehr als 200.000 Mitglieder in den Vereinen der Region und eine weiterhin wachsende Bedeutung des organisierten Sports. Besonders wichtig sei dabei dessen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sport-vereine seien Orte, an denen Menschen miteinander in Kontakt kommen, Verantwortung übernehmen und soziale Bindungen aufbauen.
Dr. Andreas Ramin, Vorsitzender des Sportkreises Karlsruhe, verwies auf mehr als 200.000 Mitglieder in den Vereinen der Region und eine weiterhin wachsende Bedeutung des organisierten Sports. Besonders wichtig sei dabei dessen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sport-vereine seien Orte, an denen Menschen miteinander in Kontakt kommen, Verantwortung übernehmen und soziale Bindungen aufbauen.
Dr. Alexander Burchartz, Geschäftsleiter des SSC Karlsruhe e.V., beschrieb am Beispiel seines Vereins, wie sehr sich die Anforderungen verändert haben. Fast 9.000 Mitglieder, rund 40 Abteilungen, zahlreiche Ehrenamtliche und eine große Sportinfrastruktur seien ohne professionelle Strukturen nicht zu organisieren. Hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter übernähmen zumeist komplexe Auf-gaben und ermöglichten damit erst, dass Ehrenamtliche sich auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren könnten.
Alexander Klinkner, Vizepräsident des Handballverbands Baden-Württemberg, berichtete von einem tiefgreifenden Strukturwandel auf Verbandsebene. Drei regionale Verbände wurden zusammengeführt, aus 14 Bezirken wurden acht. Gleichzeitig setzt der Verband stärker auf Digitalisierung, neue Ausbildungsformate und Unterstützung für Vereine. Ziel sei es, Ehrenamtliche zu entlasten und Strukturen zu schaffen, die mit den steigenden Anforderungen Schritt halten können.
Dass Sport auch geografische und administrative Grenzen überwinden kann, machte Peter Mayerlen, Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Triathlonverbands, deutlich.
Dass Sport auch geografische und administrative Grenzen überwinden kann, machte Peter Mayerlen, Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Triathlonverbands, deutlich.
Der PAMINA-Triathlon bringt Menschen aus Deutsch-land und Frankreich zusammen. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie aufwendig grenzüberschreitende Kooperation sein kann. Sprachliche Unterschiede, unterschiedliche Verbandsstrukturen und organisatorische Vorgaben verlangen nach professioneller Unterstützung.
In der anschließenden Diskussion zog sich ein Gedanke durch die Beiträge: Sportvereine bleiben zentrale Orte des Ehrenamts, können ihre Aufgaben aber zunehmend nur erfüllen, wenn sie professionell unterstützt werden. Dann seien Vereine Orte für Integration, Inklusion, Gesundheitsförderung, Jugendarbeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Am Ende stand ein gemeinsames Bild: Sport wirkt auf vielen Ebenen zugleich. Er schafft Begegnung und Identifikation, ermöglicht Teilhabe, stärkt Ehrenamt und Zusammenarbeit und entfaltet zugleich wirtschaftliche, touristische und imagebildende Wirkung.
Die Regionalkonferenz machte deutlich, warum sich der Wert des Sports nicht vollständig in Kosten und Erträgen ausdrücken lässt. Seine Wirkung zeigt sich ebenso darin, wie viele Menschen er erreicht, wen er miteinander verbindet und welche Impulse daraus für eine Region entstehen.