Neuwahl des Präsidenten der IHK Karlsruhe
Das ist die Weichenstellung für die nächsten fünf Jahre: Im April kommt die neu gewählte Vollversammlung der IHK Karlsruhe erstmals zusammen und wählt aus ihren Reihen einen neuen Präsidenten oder eine Präsidentin. Der bisherige Präsident, Volker Hasbargen, kandidiert nicht mehr.
Ein neuer Bewerber ist bereits bekannt. In einem Präsidentenbrief informierte Volker Hasbargen in diesen Tagen, dass er nicht mehr zur Wahl antreten wird. Vor einem Jahr hatte der damalige IHK-Präsident Wolfgang Grenke seinen Ersten Vizepräsidenten gebeten, das Amt bis zum Ende seiner regulären Amtszeit zu übernehmen. Die Vollversammlung war diesem Wunsch gefolgt und hatte Hasbargen zum neuen Präsidenten gewählt. „Ich habe die Verantwortung für unsere IHK gesehen und zugestimmt“, schreibt Hasbargen rückblickend und vorausschauend: „Ich glaube, es ist wichtig, dass sich auch das Präsidium neu aufstellt.“ Deshalb werde er sowohl als Präsident als auch als Präsidiumsmitglied ausscheiden, aber Mitglied der Vollversammlung bleiben. Geleitet nach der Maxime der Wirtschaftsjunioren „One year to lead“, habe er das zurückliegende Jahr mit viel Freude als oberster Ehrenamtlicher der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe gestaltet.
Sein Resümee: „Ich habe noch einmal deutlicher verstanden, wie wichtig die IHK für die Zukunft unserer Region ist und welche Kraft sie entfalten kann, wenn Haupt- und Ehrenamt an einem Strang ziehen.“ Diese wichtige Rolle des IHK-Präsidenten soll nun neu besetzt werden. Ebenfalls in einem Brief an die neuen Mitglieder der Vollversammlung erklärt der IT-Unternehmer Frank Roth seine Kandidatur: „Das Präsidium unterstützt mich in meinem Vorhaben und hat mir sein Vertrauen ausgesprochen.“
Das letzte Wort hat die neue Vollversammlung. Insgesamt stellen die Wahlen eine Zäsur dar. Von den bisherigen 76, teils langjährigen Mitgliedern der Vollversammlung scheiden 34 aus. Bei der konstituierenden Sitzung am 15. April werden die ausscheidenden Mitglieder verabschiedet. Gleichzeitig wählt die neue Vollversammlung aus ihren Reihen ein neues Präsidium sowie einen neuen Präsidenten bzw. eine Präsidentin.
Mit Frank Roth steht der CEO des von ihm mitgegründeten Unternehmens AppSphere AG in Ettlingen ein erfahrener IT-Dienstleister als Bewerber zur Verfügung. Der Unternehmer war Mitgründer des IHK-Arbeitskreises „KI und digitale Innovationen“ und dessen Vorsitzender und ist seit einem Jahr Präsidiumsmitglied. „Ich bewege gerne Dinge!“, schreibt Roth in seinem Bewerbungsschreiben: „Ich möchte die Rahmenbedingungen für die Unternehmen in unserer Region bestmöglich gestalten.“ Längst gehe es nicht mehr darum, „noch besser zu werden, sondern nicht abgehängt zu werden“. Für die Wettbewerbsfähigkeit brauche es beschleunigte Digitalisierung und künstliche Intelligenz, erklärt der IT-Spezialist.
Nach der Wahl der Vollversammlung ist der Rahmen für die Arbeit zwischen dem Hauptamt um Dr. Arne Rudolph, Hauptgeschäftsführer der IHK Karlsruhe, sowie den Ehrenamtlichen in Vollversammlung und Ausschüssen wieder neu gesteckt. Die Mitgliedsunternehmen der IHK Karlsruhe waren Anfang des Jahres aufgerufen, aus den kandidierenden Unternehmerinnen und Unternehmern im IHK-Bezirk ihre neuen Vertreterinnen und Vertreter zu wählen. Zu den Aufgaben des „regionalen Parlaments der Wirtschaft“ gehören unter anderem Entscheidungen über die Verwendung der finanziellen Mittel sowie die wirtschaftspolitische Positionierung der IHK Karlsruhe. Der scheidende IHK-Präsident Volker Hasbargen befindet: „Für die Zukunft der IHK mache ich mir keine Sorgen.“ Er bescheinigt den gewählten Mitgliedern der Vollversammlung „ein außerordentliches Engagement, einen Blick über den Tellerrand und eine klare Haltung im Gesamtinteresse unserer Region und unserer Wirtschaft“. Dem stimmt Frank Roth zu und möchte seinen „Spirit als Dienstleister in der Kombination mit der Tatkraft eines bodenständigen Unternehmers“ einbringen.