IT-Unternehmer Frank Roth zum neuen Präsidenten der IHK Karlsruhe gewählt
Mit vereinten Kräften die Wirtschaft stärken
Die zum Jahresbeginn neu gewählte Vollversammlung der IHK Karlsruhe hat in ihrer konstituierenden Sitzung einen neuen Präsidenten und ein neues Präsidium gewählt: Der erfahrene Ettlinger IT-Unternehmer Frank Roth steht für die nächsten fünf Jahre an der Spitze der IHK mit aktuell fast 73.000 Mitgliedsbetrieben. Damit ist der ehrenamtliche Teil der IHK für die Zusammenarbeit mit dem Team um Hauptgeschäftsführer Dr. Arne Rudolph startklar.
Von rechts: Ehrenmitglied des Präsidiums Volker Hasbargen, Hauptgeschäftsführer Dr. Arne Rudolph, neuer IHK-Präsident Frank Roth
Mit Vorfreude blickt Roth auf seine Amtszeit: „Ich freue mich sehr, zusammen mit dem Hauptgeschäftsführer Dr. Arne Rudolph die neue Doppelspitze unserer IHK zu bilden. Ebenfalls freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit dem hervorragenden IHK-Team aus Haupt- und Ehrenamt. Gemeinsam möchte ich meinen Beitrag dazu leisten, die Standortbedingungen für die Unternehmen in unserer Region zu verbessern“.
Der 1965 in der Ortenau geborene Roth hat 2010 mit vier Partnern die AppSphere AG in Ettlingen gegründet. Die AppSphere AG mit rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern berät Unternehmen unter anderem im Bereich Digitale Transformation und Künstliche Intelligenz. Der Unternehmer, der 2025 in das IHK-Präsidium gewählt wurde, war zuvor bereits Vorsitzender des IHK-Arbeitskreises Künstliche Intelligenz und digitale Innovationen, ist aktiv im Vorstand des Cyberforums und bringt sich im CyberLab als Mentor für Startups in der Gründerszene ein.
Zu Beginn der neuen Legislaturperiode stehen für die Vollversammlung der IHK Karlsruhe auch einige wegweisende Zukunftsprojekte auf der Agenda: Dabei geht es beispielsweise um die Zukunft des IHK-Altbaus an der Lammstraße, der schon lange Jahre aufgrund von Brandschutzauflagen nur teilweise genutzt werden kann. Zudem wird die Sanierung der Technologiefabrik im nächsten Jahr abgeschlossen. Außerdem wird sich die Vollversammlung mit der künftigen regional- und kommunalpolitischen Positionierung der IHK befassen. Es wird weiterhin darum gehen, die Sichtbarkeit der IHK zu stärken und die vielfältigen Leistungen den Mitgliedern einfach zugänglich zu machen.
„In schwierigen wirtschaftlichen und politischen Zeiten muss die IHK Karlsruhe für ihre Mitgliedsunternehmen da sein: Deshalb müssen auch wir uns zukunftssicher aufstellen – digital und kundenzentriert. Die Sanierung der Technologiefabrik und die Planungen für den Altbau an der Lammstraße sind hier wichtige Bausteine“, so der neu gewählte Präsident der IHK.
Roth tritt die Nachfolge von Volker Hasbargen an, der das Amt des IHK-Präsidenten für ein Jahr von Wolfgang Grenke übernommen hatte. Letzterer war von 2013 bis 2025 oberster Ehrenamtlicher der IHK und hatte sein Amt auf eigenen Wunsch zwölf Monate früher zur Verfügung gestellt. Nach der Devise der Wirtschaftsjunioren „One year to lead“ hatte der Bruchsaler Unternehmer Hasbargen Ende Februar angekündigt, nicht mehr für das Präsidentenamt zur Verfügung zu stehen.
Für sein großes Engagement dankte IHK-Präsident Frank Roth dem Geschäftsführer der Hans -H. Hasbargen GmbH & Co. KG in Bruchsal. Dieser hatte neben seinen beruflichen Verpflichtungen in einem Jahr mehr als 200 Termine ehrenamtlich für die IHK Karlsruhe wahrgenommen. „Volker Hasbargen hat ein in jeder Hinsicht beeindruckendes Jahr als Präsident der IHK Karlsruhe absolviert. Er hat für die Wirtschaft wichtige Themen wie beispielsweise den Bürokratieabbau vorangebracht und eine Standortumfrage umgesetzt, die wichtige Anhaltspunkte über die Standortqualität der Region liefert.“
In seiner Abschiedsrede blickte Hasbargen auf seine Amtszeit zurück: „Es war mir eine große Ehre, der IHK Karlsruhe und ihren Mitgliedsunternehmen als oberster Repräsentant zu dienen. Wir haben viele Themen vorangebracht. Eines, das mir persönlich besonders am Herzen liegt, ist der Bürokratieabbau. Dieser wird uns sicherlich noch auf Jahre beschäftigen. Jeder ist in der Verantwortung, hier seinen Beitrag zu leisten und ich wünsche mir von allen Beteiligten den Mut, konsequent daran zu arbeiten.“
Hasbargen wird künftig nicht mehr dem Präsidium angehören, aber sich weiterhin als Mitglied der Vollversammlung engagieren. In Würdigung seiner Verdienste um die Wirtschaft im IHK-Bezirk wurde Hasbargen am Mittwochabend in Anwesenheit seines Vorgängers, des Ehrenpräsidenten Wolfgang Grenke, zum Ehrenmitglied des Präsidiums der IHK Karlsruhe ernannt und die goldene Ehrennadel verliehen. Eine bislang einzigartige Ehrung der IHK für herausragendes Engagement.
Auch IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Arne Rudolph dankte Volker Hasbargen herzlich für die gute Zusammenarbeit. „Das IHK-Team freut sich auf die Zusammenarbeit mit Frank Roth und ist bereit, mit vereinten Kräften die Wirtschaft in unserer Region zu stärken.“
Victoria Denner-Rauh (Löwenbrauerei Gebrüder Diefenbacher GmbH Philippsburg) wurde als 1. Vizepräsidentin wiedergewählt. Die weiteren in ihrem Amt bestätigten bzw. neu gewählten Mitglieder des Präsidiums sind Daniela Bechtold (b.i.g. gruppe-management gmbh Karlsruhe), Ariane Durian (CONNECT Personal-Service GmbH Karlsruhe), Bernd Fleischer (Schürrer & Fleischer Immobilien GmbH & Co. KG Bruchsal), Matthias Kreibich (BGV Karlsruhe), Sabine Peter (Tensid-Chemie Verwaltungs GmbH Muggensturm), Cordula Schulz (Schulz FlexGroup GmbH Baden-Baden) und Dirk Seitz (Aluplast GmbH Karlsruhe).
Die turnusgemäße Wahl der Repräsentanten regionaler Unternehmen der IHK Karlsruhe ist verbunden mit einem Umbruch. Aus dem „Parlament der Wirtschaft“ scheiden 34, teils langjährige Mitglieder aus. Die neu gewählte Vollversammlung ist jünger und weiblicher: das Durchschnittsalter liegt nun bei 52 Jahren (2021: 54 Jahre); 28 Prozent der Mitglieder sind Frauen (zuvor 18 %).
Die neuen Mitglieder repräsentieren Unternehmen aus den Bereichen Industrie/Energie/Bau, Großhandel, Vermittlungsgewerbe, Einzelhandel, Kreditinstitute und Versicherer, Verkehr, Gastgewerbe, Dienstleistungen und IT-Wirtschaft. Die Dienstleistungsbranche mit 24 Gewählten bildet die größte Gruppe noch vor Industrie/Energie/Bau mit 19 Vertreterinnen und Vertretern. Die Vollversammlung spricht für die annähernd 73.000 Mitgliedsunternehmen in ihrem Bezirk, der sich entlang des Schwarzwalds von Waghäusel bis Bühl erstreckt.
Von rechts: Ehrenmitglied des Präsidiums Volker Hasbargen, Hauptgeschäftsführer Dr. Arne Rudolph, neuer IHK-Präsident Frank Roth
IHK-Präsident Frank Roth
Von rechts: Dr. Arne Rudolph, Daniela Bechtold, Matthias Kreibich, Sabine Peter, IHK-Präsident Frank Roth, 1. Vizepräsidentin Victoria Denner-Rauh, Cordula Schulz, Bernd Fleischer, Ariane Durian, Dirk Seitz
Von rechts: Hauptgeschäftsführer Dr. Arne Rudolph, IHK-Präsident Frank Roth, 1. Vizepräsidentin Victoria Denner-Rauh