Anschlussstelle Rastatt-Nord zügig voranbringen

Karlsruhe, 02. Oktober 2026. Die IHK Karlsruhe begrüßt die grundsätzliche Zustimmung des Rastatter Kreistages zum geplanten vierspurigen Ausbau der B462 und den Umbau der Anschlussstelle Rastatt-Nord an der A5 zu einem Vollkleeblatt. Aus Sicht der regionalen Wirtschaft muss das Vorhaben zügig vorangebracht werden.
Die Verkehrsinfrastruktur im Raum Rastatt ist bereits heute stark belastet. Die bestehende Anschlussstelle und der Verkehrsknoten können die zunehmenden Verkehrsströme nur noch eingeschränkt bewältigen. Gleichzeitig ist bis 2040 mit einer weiteren Zunahme des Verkehrs um 15 Prozent zu rechnen.
„Unsere Region benötigt eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur“, sagt IHK-Präsident Frank Roth. „Insbesondere für die zahlreichen verkehrsintensiven Unternehmen aus Transport-, Logistik-, Handel- und Industrie entlang der A5 sind die Autobahn sowie die Anschlussstelle Rastatt-Nord essenziell für ihre Geschäftstätigkeit. Deshalb muss der Ausbau nun zügig vorangetrieben werden.“ Nicht zuletzt die mögliche Ansiedlung eines Amazon-Verteilzentrums würde die ohnehin angespannte Verkehrssituation weiter verschärfen.
Entsprechend sollte aus Sicht der Wirtschaft auch die Perspektive für weitere Entlastungsmöglichkeiten im Raum Rastatt im Blick bleiben. Dazu IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Arne Rudolph: „Ein weiterer Baustein zur Bewältigung des Verkehrs kann der Bau einer Autobahn-Anschlussstelle Malsch/Muggensturm sein. Entsprechende Überlegungen sollten, unabhängig vom laufenden Verfahren, in der weiteren Abwägung berücksichtigt werden.“
Die Planungen rund um die Anschlussstelle Rastatt-Nord laufen seit 2011. Das rund 129 Millionen Euro teure Vorhaben zielt darauf ab, die Leistungsfähigkeit der überlasteten Verkehrsinfrastruktur wiederherzustellen. Im Juli 2026 hat das Regierungspräsidium Karlsruhe ein Planfeststellungsverfahren eingeleitet.