Verarbeitendes Gewerbe

Im Jahr 2024 wies die regionale Industrie im Vergleich zum Vorjahr eine negative nominale Umsatzentwicklung auf. Das verdeutlicht die angespannte Lage der regionalen Industrie im Jahr 2024.
Die 480 Industriebetriebe mit mehr als 50 Beschäftigten in der Region Heilbronn-Franken, die neben den Regionen Stuttgart und Mittlerer Oberrhein die drittstärkste Industrieregion im Südwesten bildet, mussten im Jahr 2024 einen nominalen Umsatzrückgang von 2,9 Milliarden Euro oder 7,4 Prozent hinnehmen. Landesweit lag das Umsatzminus bei 2,2 Prozent. Der Auslandsumsatz ging um 1,9 Milliarden Euro oder 9,4 Prozent zurück, wobei die Exportquote bei 50,3 Prozent lag.
Die nachlaufende Beschäftigung entwickelte sich im IHK-Bezirk Heilbronn-Franken noch verhalten positiv. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Industriebeschäftigten um 756 Personen oder 0,6 Prozent auf 130.804 im Jahr 2024.
Auch im Jahr 2025 setzt sich die schwache konjunkturelle Entwicklung weiter fort, wenngleich die regionale Industrie den Herausforderungen besser trotzt als die Industrie in Baden-Württemberg insgesamt. Das zeigen die neuesten monatlichen Industriestatistiken, die ein nominales Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erkennen lassen.

1. Entwicklung im Jahr 2024 – Jahreszahlen

2. Langfristige Entwicklung

Seit der Gebietsreform von 1973 hat die Region Heilbronn-Franken ihren heutigen Zuschnitt. Die Industrie im IHK-Bezirk hat sich überdurchschnittlich dynamisch entwickelt. Der Umsatz der heimischen Industrieunternehmen stieg seit 1973 um das Elffache, während der Umsatz im Land Baden-Württemberg im gleichen Zeitraum nur um knapp das Achtfache zunahm.