27.03.2026
2025: Beschäftigtenzahl trotz kriselnder Wirtschaft weiter auf Rekordniveau, aber mit Verschiebungen.
Arbeitsmarkt in Heilbronn-Franken
Im Jahr 2025 waren 440.164 Menschen mit Arbeitsort in der Region Heilbronn-Franken sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Trotz Firmenschließungen und Entlassungen bewegt sich die Zahl der Beschäftigten damit weiter auf Rekordniveau. Das geht aus einer IHK-Auswertung der aktuellen Daten des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg hervor.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 1.828 Personen oder 0,4 Prozent leicht gestiegen. Der Anstieg hat allerdings gegenüber den Vorjahren weiter an Dynamik verloren. 2023 war die Beschäftigung noch kräftiger um +1,5 Prozent und im Jahr 2024 um + 0,7 Prozent gewachsen.
Stärkster Beschäftigungsanstieg in der Stadt Heilbronn
In den Kreisen der Region hat sich die Beschäftigung im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr unterschiedlich entwickelt. Einen Anstieg verzeichneten die Stadt Heilbronn mit 1,6 Prozent, der Landkreis Schwäbisch Hall mit 0,6 Prozent und der Landkreis Heilbronn mit 0,3 Prozent. Keine Veränderung gab es im Hohenlohekreis (0,0 Prozent). Rückläufig war die Beschäftigtenzahl im Main-Tauber-Kreis mit -0,6 Prozent. In der Region Heilbronn-Franken insgesamt ist die Zahl der Beschäftigten mit 0,4 Prozent stärker gestiegen als im Landesdurchschnitt mit 0,2 Prozent.
Verluste im Produzierenden Gewerbe, Gewinne im Dienstleistungsbereich
Vor allem im regionalen Produzierenden Gewerbe verringerte sich die Beschäftigtenzahl im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 2.281 bzw. 1,3 Prozent auf 175.306 Personen. Im untergeordneten Bereich des Verarbeitenden Gewerbes fiel die Beschäftigtenentwicklung noch negativer aus. Hier musste ein Rückgang von 1,9 Prozent verzeichnet werden, was 2.717 weniger Arbeitsplätzen entsprach. Auch für das Baugewerbe zeigte sich im Jahr 2025 eine negative Entwicklung, wenngleich das Minus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr geringer ausgefallen ist.
Beschäftigungsgewinne waren dagegen im Dienstleistungssektor einschließlich Handel zu verzeichnen. Im Jahr 2025 belief sich in Heilbronn-Franken die Zahl der Beschäftigten hier auf 262.142 Beschäftigte. Dies waren 4.188 Personen oder 1,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Die positivste Entwicklung innerhalb des Dienstleistungssektors war im Bereich „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit, Private Haushalte“ festzustellen. Binnen Jahresfrist entstanden hier 2.611 Arbeitsplätze, was einer Zuwachsrate von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Auch die Zahl der Beschäftigten im Bereich „Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister; Grundstücks- und Wohnungswesen“ ist 2025 gegenüber dem Vorjahr deutlich um 2.216 Stellen oder um 3,6 Prozent gestiegen. Dagegen verringerte sich die Zahl der Beschäftigten im Dienstleistungsbereich „Handel, Verkehr, Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation“ um 0,6 Prozent oder 639 Beschäftigte gegenüber Vorjahr. Der Handel steht unter anderem aufgrund spürbarer Kaufzurückhaltung unter Druck.
Die Auswertung zur Beschäftigungslage zeigt deutlich einen Strukturwandel mit zunehmend kritischer Dynamik. Der Zuwachs an Arbeitsplätzen in Gesundheits-, Pflege- und Verwaltungsberufen kann die fehlende industrielle Wertschöpfung durch den Beschäftigungsabbau in der Industrie und auch im Handel nicht ersetzen.
Weitere Details finden Sie in den beigefügten Infografiken (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 401 KB).
Wirtschaftliche Kennzahlen zur Region Heilbronn-Franken enthält auch der Statistische Jahresüberblick der IHK Heilbronn-Franken.
Wirtschaftliche Kennzahlen zur Region Heilbronn-Franken enthält auch der Statistische Jahresüberblick der IHK Heilbronn-Franken.