28.01.2026

Indien - Zertifizierung auch für Schrauben & Co. und Laborglas erforderlich

Indien hat für eine Vielzahl von Produkten eigene Standards eingeführt, die vom Bureau of Indian Standards (BIS) festgelegt werden.
Hierunter fallen zum Beispiel elektronische Produkte und Waren aus Stahl sowie Laborglas.
Auch deutsche Produkte müssen bei der Einfuhr nach Indien diesen Standards entsprechen und gekennzeichnet sein. Die Zertifizierung erfolgt in Indien. Die Zertifikate werden in der Regel für zwei Jahre ausgestellt.
Über den nachfolgenden Link sind die betroffenen Produkte einzusehen:
Ab dem 21. Januar 2024 benötigen Schrauben, Muttern, Befestigungselemente und ab dem 1. Juli 2024 auch Laborglas-Produkte bei der Einfuhr nach Indien eine BIS-Zertifizierung, das heißt, sie müssen unter dem ISI-Mark Scheme registriert und zertifiziert sein. Detaillierte Informationen zur BIS-Zertifizierung finden Sie in diesem Leitfaden.
Die BIS-Zertifizierung nach ISI umfasst eine sehr breite Palette von Produkten sowohl für den Industrie- als auch für den Verbrauchermarkt.
Neben der Produktzertifizierung muss zudem das Produktionswerk auditiert werden.
Die Zertifizierung kann nur der Hersteller der Produkte erhalten. Händler von betroffenen Produkten müssen sich an ihre Lieferanten wenden, ob eine BIS-Zertifizierung vorliegt und diese der Warenlieferung beifügen.
In Zukunft wird eine Zertifizierung auch für bestimmte Maschinen und Anlagen benötigt. Der Termin für die Einführung dieser Pflicht wurde vom 28. August 2025 auf den 1. September 2026 verschoben.
Das Thema Zertifizierung ist sehr komplex und erfordert gründliche Recherche. Die AHK Indien hat einen Leitfaden für die BIS-Zertifizierung erstellt, in dem die geltenden Vorschriften stets aktualisiert werden. Der Leitfaden kann per E-Mail bei der AHK angefordert werden. Weitere Informationen finden Sie hier: Leitfaden für die BIS-Zertifizierung: Erfolgreich in Indien - Ausgabe 3.
Quelle: Bureau of Indian Standards