08.01.2026

USA verhängen Zusatzzoll auf Importe von Autos und Autoteilen

Einfuhren von Autos in die USA werden ab dem 3. April 2025 mit einem Zusatzzoll in Höhe von 25 Prozent belastet. Automobilteile dagegen ab dem 3. Mai 2025. Für die EU gelten rückwirkend 15 Prozent.

Letzte Änderung/Ergänzung des Artikels: 8. Januar 2026, 10:30 Uhr

1. Änderungen im US-Zolltarif

Um die durch die Proklamation angekündigten Zollsätze umzusetzen, wird Unterkapitel III des Kapitels 99 des Harmonized Tariff Schedule of the United States (HTSUS) gemäß des Anhanges der Proklamation geändert. Die Proklamation und der Anhang sind im Federal Register veröffentlicht.
Der Zusatzzoll gemäß der Proclamation wird zusätzlich zu allen bestehenden (Antidumping-)Zöllen, Gebühren und Abgaben erhoben.

2. Betroffene Waren

Betroffen sind Personenkraftwagen wie etwa Limousinen, SUVs, Crossover, Minivans, Transporter sowie leichte Nutzfahrzeuge. Ebenso zählen wesentliche Automobilteile wie etwa Motoren, Getriebe, Antriebsstrangteile und elektrische Komponenten dazu. Eine Erweiterung des betroffenen Produktportfolios ist durchaus möglich.
Die Proclamation führt im Annex die betroffenen Produkte inklusive Zolltarifnummern auf.
Die U.S. Customs and Border Protection (Zoll- und Grenzschutzbehörde der Vereinigten Staaten von Amerika) hat ebenfalls FAQs zur Einfuhr von Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen sowie einen Leitfaden (GUIDANCE: Import Duties on Certain Automobiles) veröffentlicht.

3. Ausnahmen

Für Fahrzeuge und Fahrzeugteile mit Ursprung in der EU gilt rückwirkend zum 1. August der pauschale Zollsatz von 15 Prozent, sofern der MFN-Zollsatz nicht mehr als 15 Prozent vorsieht.
Zudem gelten weitere Ausnahmen für Waren aus Großbritannien, Japan, Korea sowie für Fahrzeuge aus dem USMCA-Raum. Mehr Informationen finden Sie hier: Update: US-Zölle auf Einfuhren von KFZ und KFZ-Teilen | Zollbericht | USA | Zolltarif, Einfuhrzoll

Weitere Quellen:

Quelle: GTAI, CBP