13.04.2026
Die aktuelle Umfrage „Going International“ der deutschen Industrie- und Handelskammern zeigt: Trotz neuer Handelsabkommen stehen deutsche Unternehmen unter Druck. Das Auslandsgeschäft wird durch globale Handelshemmnisse sowie nationale und EU‑Regulierungen zunehmend belastet.
Ergebnisse der DIHK-Umfrage „Going International 2026“
Die wesentlichen Ergebnisse
- Verbesserte Geschäftsaussichten treffen auf zunehmende Handelshemmnisse
Obwohl neue Chancen in Indien und Lateinamerika die Geschäftsperspektiven aufhellen, wird die Stimmung durch die Lage auf dem US‑Markt sowie eine weiterhin überbordende europäische Regulierung getrübt. - Globale Hemmnisse erreichen Höchsttand
Zunehmender Protektionismus und die Abkehr vom freien Welthandel führen zu einem Höchststand der Handelshemmnisse für deutsche Unternehmen (69 Prozent nach zuvor 58 Prozent). - Belastungen für Auslandsgeschäfte unterscheiden sich nach Weltregion
Je nach Weltregion wurden unterschiedliche Handelshemmnisse als besonders belastend genannt, darunter Zollerhöhungen, Zertifizierungsvorschriften und Exportkontrollen. - Hausgemachte Hemmnisse als größte Herausforderung
83 Prozent der befragten Unternehmen sehen Handelshemmnisse in Deutschland und Europa als besonders herausfordernd an. Dazu zählen unter anderem umfangreiche Sorgfalts‑ und Berichterstattungspflichten, zahlreiche regulatorische Auflagen sowie lange Genehmigungszeiten für Ausfuhren und komplexe Verfahren bei der Zollabwicklung. - Steigende Risiken in den Handelsbeziehungen mit den USA.
Hier finden Sie die Going International 2026_Sonderauswertung US-Geschäft.
Die bundesweite Umfrage „Going International 2026“ der DIHK wurde mit Unterstützung der 79 Industrie‑ und Handelskammern in Deutschland durchgeführt. An der Befragung nahmen rund 2.400 auslandsaktive Unternehmen mit Sitz in Deutschland teil.