07.10.2026

Weniger High-Tech-Gründungen in Baden-Württemberg

Die Zahl der High-Tech-Gründungen in Baden-Württemberg geht zurück. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Gründungspanels 2024 der L-Bank.
Das Gründungspanel wird jährlich vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Auftrag der L-Bank erstellt. Ziel ist es, Entwicklungen, Trends und Herausforderungen junger Unternehmen im Land sichtbar zu machen.
So lag der Anteil der High-Tech-Gründungen 2024 bei 7,1 Prozent und damit erneut unter dem Vorjahreswert von 7,4 Prozent. Trotz des Rückgangs liegt Baden-Württemberg weiterhin leicht über dem Bundesdurchschnitt von 7,0 Prozent.
Gleichzeitig bleibt die öffentliche Gründungsförderung ein wichtiger Baustein bei der Finanzierung junger Unternehmen: 27,9 Prozent der Unternehmen nutzen in den ersten vier Jahren nach ihrer Gründung öffentliche Fördermittel.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass innovationsstarke Gründungen in Baden-Württemberg seltener werden. Umso wichtiger bleiben langfristige und verlässliche Förderangebote, um innovative Geschäftsideen auf den Weg zu bringen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu stärken.

Weitere Ergebnisse des Gründungspanels

  • 78,2 Prozent aller Jungunternehmen sind im nichttechnologieintensiven Dienstleistungssektor angesiedelt.
  • Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sanken von 5,3 auf 3,4 Prozent des Umsatzes.
  • Nur 1,5 Prozent der jungen Unternehmen konnten 2024 eine Marktneuheit präsentieren, im Vorjahr waren es noch 6,2 Prozent.
  • Der Anteil exportierender Unternehmen ging deutlich von 14,4 auf 10,6 Prozent zurück.
  • Für 31,5 Prozent der Gründerinnen und Gründer ist die Selbständigkeit eine Alternative zu fehlenden Beschäftigungsmöglichkeiten am Arbeitsmarkt.
Quelle: Pressemitteilung der L-Bank vom 02.10.2026.