01.09.2020

Aktivitäten des AK Logistik | 2010 - 2008

1. Exkursion zur SÜDSALZ GmbH, Saline Bad Friedrichshall | 14.10.2010

Am 14. Oktober 2010 begrüßte die Südsalz GmbH den IHK-Arbeitskreis Logistik an ihrem Standort in Bad Friedrichshall. Dabei bekamen die Gäste einen Blick auf die innerbetrieblichen Abläufe rund um die Gewinnung, Veredelung und den Vertrieb von Steinsalz. Dazu begrüßte der Leiter SCM, Ullrich D. Neumann, zunächst die Gäste der IHK und präsentierte ihnen Daten und Fakten der Firma Südsalz sowie deren Produkte.
Jürgen Hoffmann, Standortleiter der Saline, vermittelte den Besuchern des IHK-Arbeitskreises Logistik anschließend den aufwändigen Herstellungsprozess der verschiedenen Salze. Dieser konnte auch in der darauffolgenden Führung, in Form der Verdampfungsanlage, nachvollzogen werden. Öffentliche Führungen in den Stollen sind erst wieder ab 2012 möglich.
Die Saline in Bad Friedrichshall gehört neben der Saline Bad Reichenhall zur Südsalz GmbH. Diese ist wiederum Teil der Südwestdeutsche Salzwerke AG mit Hauptsitz in Heilbronn. Im dortigen Salzbergwerk wird das Salz gewonnen, welches danach in der Saline Bad Friedrichshall durch Veredelungsprozesse weiterverarbeitet wird. Am Standort in Bad Friedrichshall wird zudem auch der Vertrieb abgewickelt. Die Südsalz GmbH deckt alle Anwendungsbereiche von Salzen ab. Beim Vertrieb der Produkte verlässt sich das Unternehmen auf ein in die Supply Chain eingebundenes modernes Logistik-Konzept. Oberste Priorität hat dabei die Liefer- und Versorgungssicherheit der Kunden. So werden jährlich 185.000 Tonnen Siedesalz ab Bad Friedrichshall ausgefahren.

2. Hafenabend | 13.07.2010

Der Arbeitskreis Logistik führte am 13. Juli 2010 gemeinsam mit dem Hafen Hamburg Marketing e.V. einen Hafenabend durch. Beim Hafenabend im Heilbronner Haus der Wirtschaft konnten die rund 90 Gäste einen Einblick in den Seeverkehr gewinnen.
Axel Mattern vom Hafen Hamburg Marketing e.V. stellte den Hamburger Hafen vor. Er ging besonders auf die wirtschaftliche Bedeutung des Hafens für Hamburg und dessen Umland sowie auf die gesamte Bundesrepublik ein. Mattern zeigte auch die große Bedeutung der norddeutschen Hafenstadt für Zentraleuropa auf.
Johannes Tenschert von DB Intermodal referierte über die Hinterlandanbindung des Hamburger Hafens im kombinierten Verkehr. Neben dem DB-Angebot ging Tenschert auch auf die Linien der unterschiedlichen Operateure ein. Zuletzt gab dann Thorsten Kröger von der NYK Line einen Ausblick in die Entwicklung des Containerverkehrs auf dem Seeweg. Aus den Erfahrungen der Krise wurden verschiedene Maßnahmen wie z. B. das Slow-Steaming entwickelt, welche vor dem Hintergrund der zukünftigen CO2 Einsparungen auch weiterhin Bestand haben dürften.
Auf Einladung des Hafen Hamburg Marketing e.V. konnten sich die Gäste im Anschluss der Veranstaltung beim Essen im gemütlichen Ambiente austauschen.

3. Logistikprozesse bei ebm-papst Mulfingen | 15.04.2010

Zum bundesweiten Tag der Logistik besuchte der IHK-Arbeitskreis Logistik das ebm-papst Werk in Mulfingen, um die dortigen Logistikprozesse zu erleben.
„Logistik ist viel mehr als der Transport von Waren von A nach B oder ihre Lagerung“, betonte Michael Vaporis, Sprecher des IHK-Arbeitskreises Logistik zur Begrüßung. Dies wurde auch im Einführungsvortrag von ebm-papst-Logistikleiter Joachim Ruck vor den rund 30 Fachbesuchern deutlich.
So umfasst die Logistik bei ebm-papst nicht nur das Werk in Mulfingen. Die zur Firmengruppe gehörenden Werke in St. Georgen im Schwarzwald und in Landshut müssen ebenso in die Logistikprozesse einbezogen werden wie die weltweiten Niederlassungen. Das bringt so manche Anforderungen an das Logistikteam der Firma, zum Beispiel beim Umweltschutz. So werden die wiederverwendbaren Verpackungen, die ein italienischer Kunde erhält, im Rahmen des Leerbehältermanagements nicht aufwendig nach Deutschland versendet, sondern direkt zu einem italienischen Lieferanten von ebm-papst. Somit werden umweltschonend Leer-Transporte über die Alpen vermieden und es entstehen keine unnötigen Verpackungsabfälle. Zwar werden die logistischen Prozesse dadurch etwas komplexer, aber bei ebm-papst gehört Umweltschutz zum Selbstverständis – was auch durch zahlreiche Preise dokumentiert ist.
Vielleicht liegt der tief verankerte Umweltschutzgedanke des Unternehmens auch an der idyllischen Lage der Keimzelle in Mulfingen. Wobei eben diese etwas abgeschiedene Lage auch für den Transport besondere Herausforderungen beinhaltet. Und das gilt nicht nur für die über 14.500 unterschiedlichen Produkte aus dem Programm des Unternehmens, sondern auch für die Mitarbeiter. Zusammen mit den drei umliegenden Landkreisen wurde ein Nahverkehrskonzept entwickelt, mit dem die Mitarbeiter bequem per Bus zum Arbeitsplatz gelangen. Ruck: „Das spart mancher Familie einen Zweitwagen, schont die Umwelt und wirkt auch der Parkplatznot am Unternehmensstandort entgegen.“
Beim Rundgang durch Wareneingang, Produktion und Versand im Mulfinger Werk des Weltmarktführers bei Ventilatoren und Motoren wurde deutlich, dass fast jeder Arbeitsschritt nur durch eine eng verzahnte Logistikkette funktioniert. Der Materialfluss muss jederzeit sichergestellt sein, damit die Produktion nicht ins Stocken gerät. In vielen Fällen reichen dabei die vorhandenen Standardlösungen nicht aus. Individuell ausgerichtete Technik, sei es spezielle Gabestapler, die eine effektivere Flächennutzung erlauben, oder an die eigenen Prozesse optimiert angepasste Software, die durch Scanneranwendungen unterstützt wird, erweitern das Equipment von der Stange.
Im Anschluss der Führung stand ein reger Austausch zwischen den Teilnehmern, die so manche Anregung in das eigene Unternehmen mitnahmen.
Tag der Logistik
Der Tag der Logistik ist eine Initiative der gemeinnützigen Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V., die von zahlreichen Organisationen, Verbänden, Bildungseinrichtungen und Unternehmen unterstützt wird. Mit der Bandbreite ihrer Veranstaltungsangebote zeigen Logistiker in Industrie, Handel und Dienstleistung ihr großes Spektrum an Leistungen und Lösungen. Auch Universitäten und Hochschulen stellen ihre Angebote vor. Der Tag der Logistik fand erstmals 2008 statt, der nächste Tag der Logistik wird am 14. April 2011 durchgeführt.

4. eLogistik | 03.02.2010

Die Zeiten, in denen mit Block und Bleistift Transport- und Logistikprozesse organisiert wurden, sind in einer komplexer gewordenen Welt vorbei.
Immer schneller müssen Industrie, Handel und Dienstleister auf geänderte Rahmenbedingungen und Erfordernisse reagieren, um marktgerecht handeln zu können. Anforderungen wie Zeitfenstersteuerung, Verladeverifikation und Rechnungsprüfung sind ohne Unterstützung von EDV-Systemen in aller Regel nicht mehr möglich.
Mit unserer Veranstaltung am 3. Februar 2010 gaben wir einen Einblick in die aktuelle Entwicklung bei der eLogistik. Da aber das Thema eLogistik sehr komplex ist, haben wir uns dabei vor allem mit den Punkten Prozesstransparenz sowie Marktplätze & Plattformen beschäftigt.

5. Green Logistik | 28.10.2009

In Folge der Wirtschaftskrise brach die Nachfrage nach Logistik- und Transportdienstleistungen massiv ein. Viele Unternehmen im Logistikgewerbe kämpfen ums nackte Überleben. Gerade in solchen Zeiten ist es besonders schwierig – aber umso wichtiger – sich über die Zukunftsentwicklung in der Branche Gedanken zu machen. Green Logistik wird gerade vor der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage vielseitig diskutiert, da von vielen nur der kostentreibende Aspekt wahrgenommen wird. Dabei wird das Thema zukünftig über Nischenmärkte hinaus von Bedeutung sein.
Gemeinsam mit dem Institut für Nachhaltigkeit in Verkehr und Logistik der Hochschule Heilbronn lud der Arbeitskreis Logistik der IHK Heilbronn-Franken Interessierte ein, sich mit dem Thema näher zu befassen.

6. Besuch des Flughafens Frankfurt/Main | 05.03.2009

Der Flughafen Frankfurt am Main ist der mit Abstand größte deutsche Flughafen und zugleich eines der weltweit bedeutendsten Luftfahrt-Drehkreuze. Gemessen am Passagieraufkommen ist er der drittgrößte Flughafen in Europa und hat das zweitgrößte Frachtaufkommen aller europäischen Flughäfen. Auf Einladung der Lufthansa Cargo AG erhielten die Mitglieder des Arbeitskreis Logistik die Gelegenheit, hinter die Kulissen dieses bedeutenden Logistikknotens zu blicken.

7. Verkehrspolitische Strategien für die Region Heilbronn-Franken | 20.01.2009

In der Veranstaltung „Verkehrspolitische Strategien für die Region Heilbronn-Franken“ wurde mit dem „Trimodalen Containerterminal Heilbronn“ ein Beispiel gegeben, wie politische Strategien in ein konkretes Projekt münden.
Weitere Themen waren die Bundesautobahn A 6, die Frankenbahn sowie der Ausbau der Neckarschleusen. Unter der Moderation von Prof. H.-H. Grandjot diskutierten Rudolf Köberle, MdL, Staatssekretär im Innenministerium Baden-Württemberg, Heinrich Metzger, Hauptgeschäftsführer der IHK Heilbronn-Franken, Ataman Turanli, Geschäftsführer der Heilbronner Versorgungs-GmbH, Jürgen Lunemann, Werkleiter der Audi AG, Neckarsulm und Markus Haveresch, Assistent der Geschäftsleitung der Adam-Serr Spedition GmbH über die verkehrspolitischen Strategien in Region, Land und Bund.

8. Kommissionierung bei der Adolf Würth GmbH & Co. KG | 30.09.2008

Der weltweite Handel mit Befestigungs- und Montagematerial ist das Kerngeschäft der Würth-Gruppe. Kompetenz, Qualität und Kundennähe bilden dabei das Fundament der Firma Würth.
Bei über 100.000 Produkten für Handwerk und Industrie wurde aus dem Schraubenspezialisten ein Spezialist für Montagetechnik. Wie funktioniert die Kommissionierung von Waren bei einem mittelständischen Konzern? Eine gute Organisation, moderne Datentechnik, automatisierte Lagersysteme und Einsatzbereitschaft der Würth-Mitarbeiter garantieren, dass Kundenaufträge innerhalb von 24 Stunden nach Eingang in Künzelsau mit einem Lieferservicegrad von 98 bis 99 Prozent zur Auslieferung kommen. Der Arbeitskreis Logistik der IHK Heilbronn-Franken konnte sich bei der Exkursion zur Firma Würth in Künzelsau vor Ort ein Bild machen.

9. Fahrermangel – brechen die Logistiksysteme zusammen? | 29.05.2008

Das Thema Fahrermangel wird vielfältig diskutiert. Es wird immer schwieriger, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Die demografische Entwicklung, die Steigerung im Güteraufkommen sowie gesetzliche Auflagen verschärfen den Engpass beim Fahrpersonal. Bislang wird die Thematik vornehmlich von der Transportwirtschaft wahrgenommen, wobei sich bereits heute abzeichnet, dass sich der Fahrpersonalmangel auf das gesamte Logistiksystem auswirken wird und somit auch die verladende Wirtschaft mittelfristig von dem Problem betroffen ist. Daher ist es bereits heute erforderlich, Lösungswege zu finden und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.
Bei der Veranstaltung "Fahrermangel – brechen die Logistiksysteme zusammen?" setzten sich die Teilnehmer mit der Problematik Fahrermangel auseinander und diskutierten gemeinsam mit den Referenten. Dabei wurde das Thema sowohl von wissenschaftlicher Seite durch Professor Dr. Lohre von der Hochschule Heilbronn als auch aus Sicht der Transporteure durch den Spediteur Roland Rüdinger und der Verlader, vertreten durch den Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Wirtschaft, Verkehr und Logistik (BWVL) Christian Labrot betrachtet.

10. Atl@s-Messe | 28.02.2008

Ab dem 1. Juli 2009 wird der Zoll nur noch elektronische Ausfuhranmeldungen akzeptieren.
Durch diese radikale Umstellung müssen sich alle Exportbetriebe zwingend mit den verschiedenen Alternativen von Atlas-Ausfuhr auseinandersetzen. Die IHK Heilbronn-Franken organisierte deshalb gemeinsam mit dem Hauptzollamt Heilbronn am 28. Februar 2008 eine Atlas-Messe, auf der rund ein Dutzend Softwareanbieter und Dienstleistungsunternehmen ihre Produkte vorstellten. Ergänzend hierzu haben Vertreter der Zollverwaltung die Kernelemente von Atlas-Ausfuhr sowie kostengünstige Online-Lösungen und Vertretermodelle vorgestellt.