Planen & Bauen
Standortanalyse Breitbandversorgung 2026: Wie schnell ist die IHK-Region?
Wie weit ist der Glasfaserausbau vorangekommen und wie gut sind Unternehmen in der IHK-Region Hannover mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen ausgestattet? Welche Unterschiede bestehen zwischen den Kommunen und wie sieht die Versorgung speziell in Gewerbegebieten aus? Wie flächendeckend ist der 5G-Mobilfunkstandard verfügbar – und wo bestehen noch Lücken?
Diese und weitere Fragen beantwortet die neue Standortanalyse der IHK Hannover zur Breitbandversorgung 2026. Denn unabhängig davon, welchen Wirtschafts- und Lebensbereich man betrachtet – ob KI-Anwendungen, Industrie 4.0, urbane Logistik, autonomes Fahren, eHealth, Smart Energy oder digitale Verwaltungsprozesse – die Verfügbarkeit leistungsfähiger Breitbandinfrastruktur ist eine grundlegende Voraussetzung für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit.
Die Broschüre bietet eine kartografisch aufbereitete Übersicht zur digitalen Infrastruktur in der Region – mit Fokus auf Bandbreitenverfügbarkeit, Glasfaserausbau und Mobilfunkabdeckung.
Im Bundesvergleich steht Niedersachsen gut dar. Aber es zeigen sich auch erhebliche regionale Unterschiede: Besonders hohe Verfügbarkeiten von Gigabitanschlüssen finden sich im Landkreis Diepholz, während der Landkreis Nienburg deutlich niedrigere Anschlussquoten aufweist. Betrachtet man die zukunftssicheren reinen Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude (FTTB/H) wird die Diskrepanz noch deutlicher: Hier liegt die Differenz bei verfügbaren Unternehmensanschlüssen zwischen den Landkreisen Diepholz und Nienburg bei 45 Prozentpunkten. Auf Gemeindeebenen zeigt sich, dass gerade im ländlichen Raum des nördlichen Landkreises Nienburg und in Teilen der Landkreise Holzminden und Northeim deutliche Versorgungslücken sichtbar sind.
Auffällig ist auch, dass in Gewerbegebieten die Versorgung mit Gigabitanschlüssen teils noch deutlich unterdurchschnittlich ist.
Beim Glasfaserausbau bis ins Gebäude muss berücksichtigt werden, dass Ausbauzustand und tatsächliche Nutzung erheblich voneinander abweichen können. Nach aktuellen Analysen liegt der Anteil der gebuchten Anschlüsse an den verfügbaren Anschlüssen bei lediglich 27 Prozent und hat sich gegenüber 2023 nur geringfügig erhöht. Europaweit liegt dieser Wert bei rund 54 Prozent. Dies allein auf mangelndes Interesse an zukunftsorientierte Technologien zurückzuführen würde jedoch zu kurz greifen. Hauptgrund dürfte vielmehr der weiterhin gute und häufig anforderungsgerechte Ausbaustand konkurrierender Technologien wie DSL und Kabel sein.
Auch bei der 5G-Verfügbarkeit zeigt sich ein differenziertes Bild: Während einige Landkreise nahezu flächendeckend versorgt sind, bestehen in anderen Regionen – insbesondere im Süden der IHK-Region – noch größere Lücken.
Stand: 26.06.2026
