Jetzt Termin vereinbaren

Hochwasser: Aufbauhilfe

Nach den Soforthilfen für die Flutopfer werden im Rahmen des nationalen Solidaritätsfonds „Aufbauhilfe 2021“ bis zu 30 Milliarden Euro bereitgestellt. 
Die Antrags- und Bewilligungsfrist ist bis Juni 2026 verlängert worden. Weitere Informationen finden Sie hier.

Hochwasserhilfe: Wissenswertes

  • Als Schadenszeitraum wird der Monat Juli 2021 in den betroffenen Ländern definiert. Die Rechtsverordnung definiert, welche Schäden im Einzelnen im Zusammenhang mit Starkregen und Hochwasser als Schaden unter den Fonds „Aufbauhilfe 2021“ fallen.
  • Die Rechtsverordnung sieht eine umfangreiche Entschädigung der im Zusammenhang mit Starkregen und Hochwasser entstandenen Schäden vor.
  • Betroffenen Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und sonstigen Einrichtungen werden Entschädigungen in Höhe von bis zu 80 Prozent des Schadens gewährt. Hinzu kommen Leistungen Dritter, zum Beispiel aus Versicherungen oder auch der gewährten Soforthilfe bis zu maximal 100 Prozent des ermittelten Schadens. Darüber hinausgehende Leistungen Dritter oder der Soforthilfe sind bei den Hilfen des Fonds anzurechnen.
  • Für begründete Härtefälle kann eine Einzelfallregelung getroffen werden und damit bis zu 100 Prozent des Schadens durch den Fonds „Aufbauhilfe 2021“ ausgeglichen werden.
  • Für Maßnahmen zur Wiederherstellung der Infrastruktur können unter Beachtung des Wirtschaftsplans und der jeweiligen Programme Hilfen in Höhe von bis zu 100 Prozent des entstandenen Schadens gewährt werden.

Antragsverfahren und Antragsformular der NRW-Bank

Um dieses Video ansehen zu können, müssen Sie Ihre Cookie-Einstellungen anpassen und die Kategorie „Marketing Cookies" akzeptieren. Erneuern oder ändern Sie Ihre Cookie-Einwilligung
Wenn Ihr Unternehmen durch die Unwetterereignisse vom 14./15. Juli 2021 betroffen und der Schaden nicht etwa durch Versicherungen gedeckt ist, dann sollten Sie
  1. sich für eine Erstberatung an die SIHK wenden (02331 390-333 oder krisenhotline@hagen.ihk.de)
  2. die Schäden (Sachschäden, Reparaturkosten, Einkommensausfälle) durch einen Sachverständigen feststellen lassen. Gutachter: Neben öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen (siehe: https://svv.ihk.de/) sind auch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Architekten und Ingenieure anerkannt – Details siehe Förderrichtlinie. Wir übernehmen gerne für Sie die Recherche nach passenden Sachverständigen.
  3. das Antragsformular der NRW-Bank mit den entsprechenden Anlagen ausfüllen: Antragsformular und FAQs 
  4. dieses (bevorzugt per Mail! krisenhotline@hagen.ihk.de) zur Plausibilitätsprüfung der SIHK zusenden.
  5. den von der SIHK gesichteten Antrag bei der NRW-Bank einreichen.
Ein vollständiger Antrag umfasst
  • Formular „Antrag auf Gewährung einer Billigkeitsleistung – Aufbauhilfen für Unternehmen“ mit IHK-Votum und IHK-Sichtvermerken
  • ein oder mehrere Gutachten
  • Gutachterrechnung(en)
  • pro Gutachten jeweils das Formular „Schadensaufstellung des/der Sachverständigen“ mit IHK-Sichtvermerken
  • falls mehrere Gutachten beigefügt sind, das Formular „Übersicht der eingereichten Anlage(n) zum Antrag”
  • ggf. Rechnungen für Reparaturen 
  • Nachweis der gewerblichen Tätigkeit (HR-Auszug, Kopie Gewerbemeldung, hilfsweise Steuerunterlagen)
  • Scan Personalausweis, Vorder- und Rückseite 
Wiederaufbau - Rechtliches
Hier finden Sie eine Auswahl von Erlassen, Verordnungen und weiteren Verwaltungsdokumenten rund um die Themen Wiederaufbau und Hochwasserschutz: Wiederaufbau - Rechtliches | MHKBG NRW

Härtefallanträge

Die Unternehmen, die im Rahmen der Aufbauhilfe für Unternehmen förderberechtigt sind, können, sofern eins der folgenden Kriterien vorliegt, einen Antrag auf eine 100 Prozent Förderung im Rahmen der Härtefallregelung stellen:
  • Die Fortführung des Betriebs ist bei einer 80 Prozent Förderung nicht gewährleistet. Die Antragsteller müssten nachweisen, dass sie nur bei einer 100 Prozent Förderung den Betrieb tatsächlich wiederaufnehmen beziehungsweise fortführen werden können.
  • Große Diskrepanz zwischen dem geleisteten Schadensersatz (wirtschaftlicher Wert vor der Flut verglichen mit dem wirtschaftlichen Wert nach der Flut) und den Neuanschaffungskosten. Als Anhaltspunkte könnten um 50 Prozent höhere Neuanschaffungskosten im Vergleich zu geleistetem Schadensersatz angesetzt werden. 
  • Junge Unternehmen, vornehmlich gegründet durch junge Gründerinnen und Gründer, die bis zum Schadenseintritt keine Möglichkeit hatten, entsprechende Reserven auszubauen.
  • Unterbrechung/massive Beeinträchtigung des Geschäftsbetriebs länger als sechs Monate. Einkommenseinbußen können aufgrund der beihilferechtlichen Regelungen nur bis zu sechs Monaten geleistet werden. Bei den Unternehmen, die deutlich länger als sechs Monate in ihrem Betrieb beeinträchtigt sind, kann aber wenigstens für die sechs Monate der volle Fördersatz von 100 Prozent geleistet werden.
  • Der Antragssteller wollte in der Vergangenheit eine Elementarschadensversicherung abschließen, dies war aber nachweislich nicht oder nur zu unverhältnismäßig hohen Kosten möglich.
  • Darüber hinaus weitere Härtefälle, zum Beispiel Insolvenzbedrohung
Um einen Antrag auf eine Prüfung auf Härtefall zu stellen, nennen Sie die Gründe Ihres Antrags und reichen Sie die Begründung, unterstützt durch entsprechende Unterlagen, gemeinsam mit Ihrem Antrag bei der SIHK zu Hagen ein. Sollte bereits ein Antrag auf Aufbauhilfe für Unternehmen bei der NRW.Bank vorliegen, stellen Sie den Antrag auf Prüfung eines Härtefalls direkt bei der NRW.Bank.

Weiterführende Links

Hier finden Sie Hinweise und Links, die Ihnen bei dem Vorgang helfen werden:
1. Dezember 2022