Gewerbeflächenkonzept Märkischer Kreis

Bereits im Jahr 2017 hat die SIHK in Kooperation mit der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis (GWS) und dem Märkischen Kreis ein Gewerbeflächenkonzept zur Erhebung und qualitativen Bewertung der Gewerbe‐ und Industrieflächenpotenziale im Märkischen Kreis (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 3562 KB) in Auftrag gegeben.
Es konnten zahlreiche Areale für eine zukünftige Flächenentwicklung ermittelt werden, die es ermöglichen könnten, perspektivisch weitere Gewerbeflächen zur Verfügung stellen. Das Konzept wurde als Fachbeitrag im Rahmen der Neuaufstellung des Regionalplans (Räumlicher Teilplan Märkischer Kreis, Kreis Olpe und Kreis Siegen-Wittgenstein) eingereicht.
Das Gutachten zeigt, dass die Probleme der Flächenengpässe im Märkischen Kreis nicht allein in der an der absoluten Flächenzahl orientierten Bedarfsberechnung im Verhältnis zu den Flächenreserven liegen. Die Mehrzahl der Reserveflächen kann allerdings aufgrund der Eigentumsverhältnisse und betrieblichen Bindungen (betriebseigene Reserven), aber auch aufgrund naturräumlicher Restriktionen (z. B. Artenschutz, Überschwemmungsgebiete, Schutzabstände, Entwässerungsanlagen, Abstandsflächen zu empfindlichen Nutzungen etc.) nicht entwickelt werden und steht daher nur auf dem Papier als mögliche Fläche für Gewerbe oder Industrie zur Verfügung.
Wir bleiben dran: Flächenkonferenz im Märkischen Kreis (Januar 2026)

Am 20. Januar 2026 kamen unter dem unter dem Titel Wirtschaft braucht Raum – Zukunft der Gewerbeflächenentwicklung im Märkischen Kreis Entscheidungsträger aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Verbänden zusammen, um über Strategien zu sprechen, die Wertschöpfung, Beschäftigung und Transformation vor Ort sichern können. Im Fokus standen dabei neue Strategien für knappe Flächen, regionale Kooperationen und eine nachhaltige Standortentwicklung.

Die Veranstaltung ließ keinen Zweifel daran, dass die Gewerbeflächenentwicklung im Märkischen Kreis längst zu einer strategischen Zukunftsfrage geworden ist. Entscheidend wird sein, Bestandspotenziale konsequent zu nutzen, neue Entwicklungen realistisch vorzubereiten und interkommunale Lösungen weiter auszubauen, damit die Region auch künftig ein leistungsfähiger Wirtschaftsstandort bleibt.