SIHK-Pressemeldung

Handlungsbedarf beim Wasserstoffhochlauf

Der Markthochlauf für Wasserstoff in Deutschland droht hinter den politischen Zielen zurückzubleiben. Eine im Auftrag der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) erstellte Studie zeigt, wo die Knackpunkte liegen und was jetzt getan werden muss.
Der Wasserstoffhochlauf scheitert nicht an einem einzelnen Engpass, sondern am fehlenden Gleichklang von Wirtschaftlichkeit, regulatorischer Klarheit, verlässlicher Nachfrage und koordinierter Infrastrukturentwicklung. Das unterstrichen auch die Experten beim Wasserstoff-Summit vor rund 120 Teilnehmenden in Remscheid. Die Fachkonferenz bot bereits zum sechsten Mal eine Plattform für den Austausch über aktuelle Wasserstoffprojekte, den Ausbau der Infrastruktur sowie die Versorgung von Unternehmen mit zukunftsfähigen Energieträgern. Ausgerichtet wurde der Wasserstoff-Summit vom Netzwerk Wasserstoff-Brücke, in dem auch die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) aktiv ist.
Das geplante Wasserstoff-Kernnetz ist regulatorisch und planerisch bereits weit fortgeschritten, hängt jedoch mangels verlässlicher Angebots- und Nachfragesignale weitgehend in der Luft. Deshalb ist der Aufbau regionaler Verteilnetze entscheidend, für die es bislang aber keinen verbindlichen Rahmen gibt. Im Panel des Wasserstoff-Summit waren sich die Experten einig, dass auch in unserer Region die Bündelung von Unternehmen der einzige Weg ist, um eine Wasserstoffversorgung in absehbarer Zeit zu ermöglichen. „Der große Zuspruch zum Wasserstoff-Summit zeigt, dass Unternehmen das Thema aktiv vorantreiben und sich frühzeitig über Entwicklungen, Projekte und Perspektiven informieren wollen“, betont Frank Niehaus, Wasserstoff-Koordinator der SIHK und ergänzt: „Jetzt kommt es darauf an, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen und die Nachfrage zu bündeln.“
Weitere Details aus der Studie zum Wasserstoffhochlauf und einen Rückblick auf den Wasserstoff-Summit 2026 bietet die SIHK unter ⁣Wasserstoff - SIHK zu Hagen