SIHK-Pressemeldung
Fünf Jahre nach der Flut: Aufbauhilfen wichtige Unterstützung für Unternehmen
Exakt fünf Jahre nach der Flut im Juli 2021 blickt auch die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen zurück auf die Katastrophe, die zahlreiche Unternehmen in Hagen, dem Märkischen und dem Ennepe-Ruhr-Kreis massiv getroffen hatte.
„Für die betroffenen Unternehmen war es ein wichtiges Signal, dass Bund und Land sehr schnellt finanzielle Mittel für den Wiederaufbau zur Verfügung stellten“, so SIHK Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Geruschkat. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hatte bereits am 13. September 2021 die Förderrichtlinie „Wiederaufbau Nordrhein-Westfalen“ veröffentlicht. „Für unsere Mitgliedsunternehmen hatten wir die Aufgabe übernommen, zum Antragsverfahren zu beraten, Gutachten als Grundlage der Anträge auf Plausibilität zu überprüfen und die Betroffenheit der antragstellenden Unternehmen zu bestätigen“, so Geruschkat.
Am 30. Juni 2026 endete die Möglichkeit, aus der Aufbauhilfe Mittel bei der NRW-Bank zu beantragen. „Am letzten Tag der Laufzeit des Programms haben wir noch Anträge mit einem Fördervolumen von 2,7 Millionen Euro bearbeitet“, so der SIHK-Hauptgeschäftsführer. In der Summe waren das dann etwa 260 Anträge mit einem Fördervolumen von rund 100 Millionen Euro, die SIHK-Mitgliedsunternehmen in den vergangenen fünf Jahren zur Bewältigung der Flutkatastrophe aus der Förderung erhalten haben. „Natürlich waren die Versicherungsschäden bei weitem höher, dennoch war und ist die Aufbauhilfe für viele Unternehmen eine wichtige Unterstützung“, unterstreicht Dr. Ralf Geruschkat die Bedeutung dieser Hilfen insbesondere für Unternehmen, denen eine Versicherung aufgrund ihrer Lage an einem Gewässer nicht möglich war.
Doch das Thema eines erfolgreichen Schutzes vor den Folgen des Klimawandels sei damit noch lange nicht abgeschlossen, mahnt der SIHK-Hauptgeschäftsführer an, die Lehren aus der Flutkatastrophe nicht zu vergessen. Eine „Flutamnesie“ dürfe es nicht geben. Vielmehr müsse der interkommunale Hochwasserschutz weiter gestärkt werden, um die Region besser auf künftige Extremwetterereignisse vorzubereiten.