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Wie Hagen und der Ennepe-Ruhr-Kreis aufblühen
Die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 wird vom 23. April bis 17. Oktober 2027 erstmals im Ruhrgebiet ausgerichtet und versteht sich als dezentrales Großereignis, das Natur, Stadtentwicklung und Zukunftsfragen miteinander verbindet.
Unter dem Motto „Zukunft blüht – wie wollen wir morgen leben?“ entstehen in der gesamten Region Projekte, Veranstaltungen und neue Erlebnisräume. Auch Hagen sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis sind aktiv eingebunden. In Hagen konzentrieren sich die wichtigsten Beiträge auf mehrere große Projekte rund um den Hengsteysee und die Villa Hohenhof. Geplant sind insbesondere der „SeePark Hengstey“ und das „SeeBad Hengstey“, die als neue Freizeit- und Naturräume entwickelt werden. Ergänzt wird dies durch ein kulturelles Angebot rund um die Villa Hohenhof, ein bedeutendes Zeugnis der Hagener Industriekultur.
Der SeePark soll dabei nicht nur klassischer Park sein, sondern ein vielseitiger Erlebnisraum mit Naturflächen, Sport- und Spielangeboten sowie Veranstaltungsformaten. Die Aktivitäten werden in sogenannten „Aktionsfenstern“ gebündelt – also zeitlich fokussierten Programmen mit Events, Mitmachangeboten und Präsentationen. Ein wichtiger Aspekt der IGA ist die Beteiligung der Bürgerschaft. In Hagen sind ausdrücklich auch lokale Initiativen, Vereine und Einzelpersonen eingeladen, eigene Veranstaltungen und Projekte einzubringen – von kleinen Gartenaktionen bis hin zu kulturellen Events. Im Ennepe-Ruhr-Kreis zeigt sich die IGA vor allem in konkreten Aufwertungs- und Infrastrukturprojekten. Ein Beispiel ist Hattingen: Hier werden der historische Gethmannsche Garten denkmalgerecht saniert und die Ruhrpromenade in Winz-Baak neu gestaltet.
Darüber hinaus arbeitet die Region gemeinsam an der Weiterentwicklung der „Flusslandschaft Mittleres Ruhrtal“. Städte wie Witten, Wetter, Herdecke und Hagen stimmen Projekte ab, um die Ruhr als durchgehenden Erlebnisraum mit Radwegen, Aussichtspunkten und Aufenthaltsflächen aufzuwerten. Auch erste Veranstaltungsformate sind bereits erprobt: Der „Tag der offenen Gartenpforte“, bei dem private und öffentliche Gärten zugänglich gemacht werden, gilt als eines der frühen IGA-Formate und soll weiter ausgebaut werden.
Zu den Highlights der IGA 2027 zählen neben den großen Zukunftsgärten im Ruhrgebiet vor allem die Vielzahl an dezentralen Angeboten: Konzerte, Lichtinstallationen, Ausstellungen und Mitmachaktionen verbinden Naturerlebnis mit Kultur. Gleichzeitig geht es immer um die großen Zukunftsthemen – Klimaanpassung, nachhaltige Stadtentwicklung und neue Formen des Zusammenlebens. Für Hagen und den Ennepe-Ruhr-Kreis bedeutet die IGA damit weit mehr als eine temporäre Ausstellung: Sie ist ein langfristiger Impulsgeber für Stadtentwicklung, Tourismus und Lebensqualität.
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Tobias Prinz