Weniger Ankündigungen, mehr Entlastungen - 13-Punkte-Plan der Thüringer Wirtschaft

Die Thüringer Wirtschaft steht unter enormen Druck. Hohe Marktdynamik und Innovationsdruck treffen Industrie und Mittelstand gleichermaßen. Nicht wettbewerbsfähige Energie- und Personalkosten schränken Investitionsspielräume ein und belasten Geschäftsmodelle, während die Eigenkapitalbasis für notwendige Neuausrichtungen in weiten Teilen begrenzt ist. Zugleich verschärft der demografische Wandel den Fachkräftemangel, während in der Verwaltung dringend erforderliche Reformen weiter auf sich warten lassen. Die bisherigen Maßnahmen der Landesregierung sind in dieser Situation nicht ausreichend. Kleine Korrekturen mögen symbolische Wirkung entfalten, lösen jedoch die strukturellen Probleme nicht. Die Thüringer Wirtschaft benötigt jetzt gezielte, wirksame Entscheidungen, die unmittelbar Entlastung bringen und ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern. Auf halbherzige Schritte kann nicht länger gesetzt werden.
Die drei Präsidenten der Thüringer Industrie- und Handelskammern haben zur dritten Sitzung des Pakts für Wachstum und Arbeitsplätze der Thüringer Landesregierung am 1. April 2026 ihre 13 zentralen Erwartungen der Wirtschaft an die Landespolitik formuliert.
Ihr Appell: Thüringen braucht jetzt weniger Prozessbeschreibung und mehr konkrete Entlastung – bei Bürokratie, Energie- und Arbeitskosten, Verwaltungsverfahren, Investitionen, Fachkräftesicherung und Innovation. Der Pakt wird sich daran messen lassen müssen, ob er für Unternehmen am Standort spürbare Wirkung entfaltet.

Forderungen des 13-Punkte-Plans der Präsidenten der Thüringer IHKs