Wirtschaft positioniert sich klar gegen die Schaffung einer Thüringer Arbeitskammer

IHK-Präsident Peter Zaiß hat bei einer Fachveranstaltung des Thüringer Arbeitsministeriums zur möglichen Einführung einer Arbeitskammer im September 2026 klar Position bezogen. Die Wirtschaft lehnt die Schaffung einer zusätzliche Institution ab. Es sei nicht nachvollziehbar belegt, welche konkrete Bedarfslücke sie schließen solle und welchen messbaren Mehrwert sie gegenüber bestehenden Strukturen bieten soll.
Zaiß verwies zugleich auf die angespannte wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen und machte deutlich, dass politische Vorhaben daran gemessen werden müssen, ob sie Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und stabile Beschäftigung stärken – oder zusätzliche Bürokratie, neue Zuständigkeiten und weitere Belastungen schaffen. Auch Fragen der Pflichtmitgliedschaft von Arbeitnehmern, der Finanzierung der Institution und des zwangsläufig resultierenden administrativen Aufwands für Unternehmen müssten deshalb von Beginn an mitgedacht werden.
Die IHK Erfurt wird eventuell weiterführende Prozesse auch weiterhin kritisch begleiten und, wie auch in der Vergangenheit geschehen, die ablehnende Position der Wirtschaft klar formulieren.
Die Ergebnisse der Fachveranstaltung wurden seitens des Thüringer Arbeitsministerium als Broschüre dokumentiert. Die folgende Seite fasst Zaiß' Positionen pointiert zusammen:
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Die vollständige Broschüre finden Sie auf der Website des Thüringer Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie.