IHK-Netzwerk Mittelstand

Der Mittelstand braucht eine durchdringende Stimme in der Politik. Seit Jahren steigt die bürokratische Belastung der Unternehmen und bremst die kleinen und mittleren Firmen, rasch auf sich wandelnde Märkte zu reagieren und unternehmerische Kreativität in Wachstum für die Region umzusetzen. Auch die Digitalisierung der Verwaltung, die Ausrichtung von Standortfaktoren und unternehmerische Grundsätze sind Schwerpunkte des Netzwerks.
Das Netzwerk Mittelstand der IHK Erfurt ist offen für jedes Mitglied der IHK Erfurt, positioniert sich zu wirtschaftpolitischen Themen und führt einen regelmäßgien Austausch mit Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung. Erfahrungen und Meinungen der Mitglieder fließen in Stellungnahmen der IHK Erfurt ein.
Es wird von engagierten Unternehmerinnen und Unternehmern aus Mittel- und Nordthüringen getragen und ist branchenübergreifend und überregional aufgestellt. Seit März 2021 ist Frau Colette Boos-John, Geschäftsführerin Bauer Bauunternehmen GmbH Vorsitzende des Netzwerks.

Kurzbericht zum letzten Treffen des Netzwerks Mittelstand am 11. Mai 2022

Netzwerk Mittelstand diskutiert Digitalisierung und Modernisierung mit dem Thüringer CIO, Staatssekretär Dr. Hartmut Schubert
Die Modernisierung und Digitalisierung  des Freistaats war Gegenstand der Sitzung des Netzwerks Mittelstand der IHK Erfurt am 11. Mai 2022. Zu Gast waren Staatssekretär Dr. Hartmut Schubert und weitere Vertreter des Thüringer Finanzministeriums. Colette Boos-John leitete die Sitzung.  
Dabei haben die Unternehmen klar kommuniziert, dass ein schnelleres Voranschreiten bei der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen dringend notwendig ist. Insbesondere die Erfüllung des bereits 2017 beschlossenen Online-Zugangs-Gesetzes (OZG) wäre dabei sehr zielführend. Nach dem Once-Only-Prinzip sollten alle Verwaltungsleistungen zukünftig online  abwickelbar sein.  Derzeit gibt es eklatante Unterschiede zwischen Unternehmen und Verwaltungen bei der Digitalisierung, sodass die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewältigt werden muss. Eine Kollaboration auf Augenhöhe ohne Medienbrüche erfordert, dass sowohl weitere Unternehmen, aber eben auch die öffentlichen Verwaltungen gleiche technische Ausstattungen und auch Reifegrade der Leistungen bedienen und erfüllen können.
Anreize des Landes für die Umsetzung des OZG auf kommunaler Ebene ist vor allem das Basispaket, welches das Land den Kommunen kostenlos zu Verfügung stellt. Ziel ist es, dass kein Flickenteppich in der digitalen Verwaltung entsteht. Unternehmen können bereits ein einheitliches Konto eröffnen ( https://mein-unternehmenskonto.de) und die elektronische Identität der Unternehmen soll zukünftig deutschlandweit genutzt werden können.  
Verständigt wurde sich schlussendlich auf einen weiterhin offenen Dialog und den Austausch von praxisrelevanten Sachverhalten, um gegenüber den Verwaltungen auf kommunaler- und Landesebene zu verdeutlichen, wie dringend die weitere Digitalisierung und Modernisierung ist.

Unternehmerinnen und Unternehmer im IHK-Netzwerk Mittelstand
  • machen sich stark für die Belange kleiner und mittlerer Unternehmen,
  • setzen sich für eine positive Wahrnehmung des Unternehmerbildes in der Öffentlichkeit ein,
  • werben aktiv für eine Kultur der Selbstständigkeit,
  • benennen Beispiele für mittelstandsfeindliche Regelungen,
  • stellen regelmäßig aktuelle Informationen zur Wirtschafts- und Mittelstandspolitik zur Verfügung,
  • und tauschen Informationen im Sinne von "best practice" zu Aktivitäten des IHK-Netzwerkes Mittelstand aus.

Sie haben Interesse sich im IHK-Netzwerk Mittelstand zu engagieren? Kontaktieren Sie uns.