Sperrung der Theodor-Heuss-Brücke

Die sanierungsbedürftige Theodor-Heuss-Brücke soll als zentrale Rheinquerung in Düsseldorf bis zur Errichtung eines Ersatzneubaus weiterhin nutzbar bleiben.
Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten und die Bausubstanz zu schützen, begrenzt die Landeshauptstadt Düsseldorf die Nutzung der Brücke jedoch ab Sonntag, 1. Februar 2026, auf Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von maximal 3,5 Tonnen.
Diese Maßnahme trifft insbesondere die regionale Wirtschaft, das Handwerk sowie die Logistik- und Transportbranche hart. Für zahlreiche Unternehmen bedeutet die Sperrung längere Fahrzeiten, höhere Kosten und erhebliche Einschränkungen bei Lieferketten und Betriebsabläufen. Die Landeshauptstadt weist auf die Ablastung neben der Beschilderung auch über städtische Variotafeln hin. Schwerere Fahrzeuge müssen großräumig ausweichen. Von Westen kommende Fahrzeuge werden ab dem Autobahnkreuz Kaarst über das Autobahn-Viereck auf die Autobahnbrücken A44 und A46 geleitet.
THB_Umfahrungen
Innerstädtische Ausweichmöglichkeiten sind hingegen stark begrenzt, da auch andere Rheinbrücken im Düsseldorfer Stadtgebiet bereits abgelastet sind und somit nur eingeschränkt oder gar nicht als Ausweichrouten für den Schwerverkehr zur Verfügung stehen.
Die Rheinkniebrücke ist durch Einschränkungen im Zulauf (Hochstraße Benediktusstraße, B7) nur noch bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 30 Tonnen befahrbar, die Joseph-Kardinal-Frings-Brücke (Südbrücke) sogar nur bis maximal 7,5 Tonnen. Damit stehen gerade für den Lkw-Verkehr kaum leistungsfähige Alternativen zur Verfügung.
Auch der öffentliche Personennahverkehr ist betroffen. Mehrere Buslinien der Rheinbahn müssen infolge der Ablastung umgeleitet werden. Die Rheinbahn hat die Änderungen der Linienwege der betroffenen Linien M2, SB51, 834 und 863 auf ihrer Internetseite zusammengestellt:
Angesichts der zunehmenden Einschränkungen bei den Rheinquerungen wächst der Handlungsdruck auf Politik und Verwaltung massiv. Die IHK steht mit der Politik und der Verwaltung auf kommunaler, Landes- und Bundesebene in dauerhaftem und intensiven Austausch und macht mit Nachdruck deutlich: Die anhaltenden Einschränkungen bei den Rheinbrücken sind für die Wirtschaft nicht länger hinnehmbar. Unternehmen, Handwerk und Logistik benötigen schnellstmöglich wieder verlässliche, leistungsfähige Rheinquerungen. Gleichzeitig ist absehbar, dass ohne entschlossenes und beschleunigtes Handeln noch über viele Jahre hinweg erhebliche Belastungen für den Wirtschafts- und Verkehrsstandort Düsseldorf drohen.