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Kreis Mettmann - Ausbildungsmarkt 2026

Gemeinsam veröffentlichen die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer sowie die Agentur für Arbeit Mettmann die Jahresbilanz des Ausbildungsmarktes 2026. Bei der Arbeitsagentur meldeten sich in den letzten zwölf Monaten mehr Ausbildungsinteressierte, jedoch meldeten die Unternehmen etwas weniger betriebliche Ausbildungsstellen.
Im Bereich der Agentur für Arbeit Mettmann waren im aktuellen Ausbildungsjahr insgesamt 2.952 Interessierte als Bewerber und Bewerberinnen für eine Ausbildungsstelle oder ein duales Studium bei der Berufsberatung gemeldet, darunter befanden sich 750 Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Von den 2.952 Bewerbern und Bewerberinnen waren zahlenmäßig 203 Personen (7 Prozent) mehr als im vergangenen Beratungsjahr gemeldet. Aktuell suchen 428 Bewerber und Bewerberinnen aktiv nach einer Ausbildung oder einem dualen Studium. Alle anderen Bewerber bzw. Bewerberinnen haben sich bereits für ein Angebot entschieden oder eine andere Alternative für sich gefunden.
35 Prozent der gemeldeten Bewerber bzw. Bewerberinnen bewarben sich mit dem Realschulabschluss, 23 Prozent mit dem Hauptschulabschluss und 37 Prozent mit der Fach- oder Hochschulreife auf die offenen Stellen. 50 Prozent der Jugendlichen hat die Schule im aktuellen Berufsberatungsjahr beendet, die Übrigen schon vor längerer Zeit.
Bei ihren Berufswünschen orientierten sich die Jugendlichen an den Entwicklungen des Arbeits- und Ausbildungsmarktes. Die Top 10 der Berufswünsche der Jugendlichen sind: Kaufmann/-frau - Büromanagement, Kfz - Mechatroniker - PKW-Technik, Anlagenmechaniker/in - Sanitär-/Heizung-, Klimatechnik, Medizinische/r Fachangestellte/r, Industriekaufmann/-frau, Verkäufer/in, Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik, Fachinformatiker-Anwendungsentwicklung, Automobilkaufmann/-frau und Fachinformatiker/in - Systemintegration.
Es haben sich bislang 2.524 Jugendliche bei der Berufsberatung abgemeldet. Von ihnen begannen rund 39 Prozent eine Berufsausbildung bzw. ein duales Studium. 21 Prozent der abgemeldeten Jugendlichen besuchen auch zukünftig die Schule. Weitere 3 Prozent starteten in ein Studium. 37 Prozent der Bewerber bzw. Bewerberinnen nahmen eine Erwerbstätigkeit auf, begannen eine Fördermaßnahme zur Berufsvorbereitung oder leisten gemeinnützige/soziale Dienste.
Die regionalen Unternehmen haben bisher 1.990 betriebliche Ausbildungsstellen und duale Studienplätze gemeldet (13 Stellen bzw. 0,6 Prozent weniger als vor einem Jahr). Rein rechnerisch kommen damit auf 100 Stellen 148 Bewerber bzw. Bewerberinnen. Es blieben 264 betriebliche Ausbildungs- und duale Studienplätze unbesetzt, vor allem in den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Fachwirt/in - Handel, Drogist/in und Medizinische/r Fachangestellte/r.
Die Top 10 der gemeldeten Ausbildungsstellen (inkl. der dualen Studienplätze) waren: Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Verkäufer/in, Fachwirt/in – Handel, Kaufmann/-frau - Büromanagement, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Industriekaufmann/-frau, Fachkraft - Lagerlogistik, Anlagenmechaniker/in - Sanitär-/Heizung, -Klimatechnik, Kaufm. Groß/Außenhandelsmanagement - Großhandel und Medizinische/r Fachangestellte/r.
„Trotz der angespannten Wirtschaftslage hält sich der Ausbildungsmarkt im Kreis Mettmann vergleichsweise stabil. Mit 1.101 neuen Ausbildungsverträgen bis Ende September liegt der Rückgang bei lediglich 2,3 Prozent und damit deutlich unter dem in Düsseldorf. Ein besonders positives Signal ist der Zuwachs von 6,4 Prozent bei den gewerblich technischen Berufen. Viele Betriebe investieren also weiterhin in ihren Fachkräftenachwuchs. Doch hohe Kosten, Bürokratie und wirtschaftliche Unsicherheit setzen die Unternehmen zunehmend unter Druck und gefährden ihre Spielräume für Ausbildung. Damit aus dem moderaten Rückgang kein nachhaltiger Abwärtstrend wird, brauchen die Betriebe jetzt spürbare Entlastungen und vor allem verlässliche Rahmenbedingungen." - Dr. Jürgen Holtkamp, Bereichsleiter Ausbildungsberatung, -stellenvermittlung und -projekte der IHK Düsseldorf