Energie und Klimaschutz
Kommunale Wärmeplanung für Düsseldorf und den Kreis Mettmann
Die Landeshauptstadt Düsseldorf und die Kommunen im Kreis Mettmann starten den Prozess der Kommunalen Wärmeplanung (KWP). Zur Erstellung einer KWP sind alle Städte und Gemeinden gesetzlich verpflichtet. Großstädte wie Düsseldorf müssen die KWP bis zum 30. Juni 2026 abschließen, kleinere Gemeinden haben bis zum 30. Juni 2028 Zeit. Düsseldorf und Teile des Kreises Mettmann werden die KWP jedoch deutlich vor diesen Fristen abschließen. Die IHK Düsseldorf klärt über die Hintergründe und Bedeutung der KWP für die Wirtschaft auf.
Auf die Wärmeversorgung entfallen beispielsweise in Düsseldorf 56 Prozent des gesamten Energieverbrauchs, bei den privaten Haushalten sind es sogar 81 Prozent. Der Großteil der Wärmeversorgung wird aktuell noch durch fossile Energieträger wie Erdgas, Kohle oder Heizöl abgedeckt. Die Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energieträger stellt somit einen wichtigen Hebel zur Erreichung der Klimaziele dar.
Die KWP ist ein strategisches Planungsinstrument, mit dem Städte und Gemeinden eine Strategie festlegen, wie die Wärmeversorgung bis 2045 vollständig klimaneutral auf erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme umgestellt werden kann. Zusätzlich erhöht die KWP die Planungssicherheit von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen. Die IHK Düsseldorf beantwortet die wichtigsten Fragen zur KWP und ihren Auswirkungen.
Auf die Wärmeversorgung entfallen beispielsweise in Düsseldorf 56 Prozent des gesamten Energieverbrauchs, bei den privaten Haushalten sind es sogar 81 Prozent. Der Großteil der Wärmeversorgung wird aktuell noch durch fossile Energieträger wie Erdgas, Kohle oder Heizöl abgedeckt. Die Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energieträger stellt somit einen wichtigen Hebel zur Erreichung der Klimaziele dar.
Die KWP ist ein strategisches Planungsinstrument, mit dem Städte und Gemeinden eine Strategie festlegen, wie die Wärmeversorgung bis 2045 vollständig klimaneutral auf erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme umgestellt werden kann. Zusätzlich erhöht die KWP die Planungssicherheit von Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen. Die IHK Düsseldorf beantwortet die wichtigsten Fragen zur KWP und ihren Auswirkungen.
- Wie funktioniert die Kommunale Wärmeplanung?
- Wer führt die Kommunale Wärmeplanung durch?
- Wie sind Unternehmen durch die Kommunale Wärmeplanung betroffen?
- Was sind die Ergebnisse der Wärmeplanung für Düsseldorf und Teile des Kreises Mettmann?
- Wie kann ich mich in die Wärmeplanung einbringen?
- Wo kann ich mich näher über die KWP informieren und wie werde ich unterstützt?
Wie funktioniert die Kommunale Wärmeplanung?
In einem ersten Schritt wird der aktuelle Wärmebedarf im gesamten Stadtgebiet erfasst (Bestandsanalyse). Dazu zählen Raumwärme, Warmwasserbereitung und Prozesswärme für die Industrie. Anschließend wird geprüft, wo durch gesteigerte Energieeffizienz oder energetische Sanierungen der Wärmebedarf verringert werden kann und welche regenerativen Energiequellen wie Geothermie, Solarthermie, industrielle Abwärme, Abwasser oder auch grüner Wasserstoff in Zukunft genutzt werden könnten (Potenzialanalyse). Darauf aufbauend wird dann ein Zielszenario für die klimaneutrale Wärmeversorgung der Stadt im Jahr 2045 entwickelt. Auf Basis dessen wird das Stadtgebiet in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete für die kommenden Jahre aufgeteilt (Fokusgebiete). Dabei stehen die Aspekte der langfristigen Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit der Wärmeversorgung für die Wirtschaft und alle Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund. Abschließend werden Maßnahmen aufgestellt, wie dieses Ziel sozialverträglich und kosteneffizient erreicht werden kann (Strategie und Umsetzung). Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Energieversorgern, Netzbetreibern, der Wohnungswirtschaft und den übrigen Unternehmen mit Wärmebedarf, dem Handwerk, Bürgerinnen und Bürgern und vielen weiteren betroffenen Akteuren.
Wer führt die Kommunale Wärmeplanung durch?
Die KWP wird häufig durch externe Dienstleister durchgeführt, in Düsseldorf beispielsweise durch PricewaterhouseCoopers (PwC) und die Stadtwerke Düsseldorf AG. Die Landeshauptstadt und einzelne Kommunen im Kreis Mettmann hatten sich frühzeitig erfolgreich um eine Förderung der Kosten der KWP durch das Bundeswirtschaftsministerium bemüht.
Wie sind Unternehmen durch die Kommunale Wärmeplanung betroffen?
Unternehmen erhalten durch den Beschluss einer KWP mehr Planungssicherheit hinsichtlich der Optionen für eine künftige Wärmeversorgung. Grundsätzlich kann die KWP als Grundlage für individuelle Investitionsentscheidungen genutzt werden, wenn beispielsweise die Heizungsanlage (irreparabel) defekt ist und (mittelfristig) eine neue Heizungsanlage angeschafft werden muss oder auch mit Blick auf die klimaneutrale Umstellung der benötigten Wärme für Produktionsprozesse (z. B. Prozesswärme). Insgesamt können Unternehmen transparent einsehen, welche Form der Wärmeversorgung in ihrem Gebiet möglich und/oder voraussichtlich vorgesehen ist und welche Optionen für sie künftig zur Verfügung stehen sollen. Auf Basis dessen können sie somit besser planen, welche Investitionen in die Energieversorgung und -effizienz zu welchem Zeitpunkt die für sie wirtschaftlichste Variante sind.
Was sind die Ergebnisse der Wärmeplanung für Düsseldorf und Teile des Kreises Mettmann?
Die Landeshauptstadt Düsseldorf hat im Dezember 2025/Januar 2026 den Entwurf für die KWP vorgelegt. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen und weitere interessierte Akteuren hatten Gelegenheit dazu, Stellung zu beziehen. Sie finden den Entwurf für die KWP in Düsseldorf auf den Seiten von Beteiligung NRW. Aus dem Entwurf gehen auch die favorisierten Wärmeversorgungslösungen je Stadtgebiet hervor. Insgesamt setzt die Landeshauptstadt auf
- einen moderaten, aber gezielten Ausbau der Fernwärme in geeigneten Gebieten, in denen bereits heute Wärmenetze existieren,
- den gezielten Einsatz von Wasserstoff in der Industrie,
- die breite Integration dezentraler Versorgungslösungen wie Wärmepumpen und Solarthermie in Randgebieten sowie
- robuste Netzinfrastrukturen und eine konsequente Diversifizierung der Erzeugungspfade.
Die Gesamtstrategie der Landeshauptstadt Düsseldorf basiert auf insgesamt sieben priorisierten Maßnahmenbündeln. Einen Überblick darüber erhalten Sie im Entwurf ab Seite 120.
Auch im Kreis Mettmann haben sich die Kommunen frühzeitig auf den Weg Richtung Kommunale Wärmeplanung begeben, um Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen frühzeitig eine Orientierungshilfe und Entscheidungsgrundlage für wirtschaftliche Investitionen in eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu geben. Vorreiter im Kreis Mettmann sind die Städte Hilden und Heiligenhaus, die die KWP - nach diversen Informationsveranstaltungen und öffentlichen Beteiligungsrunden - bereits beschlossen haben. Sie finden die jeweiligen Abschlussberichte auf den Seiten der Stadt Hilden und den Seiten der Stadt Heiligenhaus. Weitere Städte des Kreises Mettmann befinden sich mitten im Prozess der KWP, beispielsweise die Stadt Velbert.
Wie kann ich mich in die Wärmeplanung einbringen?
Die Erstellung der KWP soll in enger Zusammenarbeit mit Energieversorgern, Netzbetreibern, der Wohnungswirtschaft und den übrigen Unternehmen mit Wärmebedarf, dem Handwerk, Bürgerinnen und Bürgern und vielen weiteren betroffenen Akteuren erfolgen. Sie werden kontinuierlich an der Erarbeitung der KWP beteiligt und dazu eingeladen, sich im Zuge der zahlreichen bevorstehenden Beteiligungsformate aktiv mit ihren Anliegen, Anregungen und Ideen in die Planerstellung einzubringen, sich mit den Projektverantwortlichen für die KWP auszutauschen und sich unmittelbar über aktuelle Ergebnisse und Entwicklungen zu informieren. Informationen dazu finden Sie auf den Seiten der jeweiligen Städte.
Unternehmen mit hohem Energiebedarf werden außerdem gesondert von den Kommunen kontaktiert, da sie eine bedeutende Rolle für die Wärmeversorgung der Zukunft spielen.
Wo kann ich mich näher über die KWP informieren und wie werde ich unterstützt?
Landeshauptstadt Düsseldorf: Um Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen schon während der Planerstellung fortlaufend über alle wesentlichen Entwicklungen und Ergebnisse sowie Veranstaltungen zu informieren, wurde eine Informationsseite zur KWP auf der Webseite der Landeshauptstadt Düsseldorf erstellt. Dort finden Sie Antworten auf häufige Fragen zur KWP in Düsseldorf, beispielsweise
- warum die KWP so wichtig ist,
- in welcher Weise Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen betroffen sind,
- welche Optionen für die klimafreundliche Wärmeversorgung bestehen und
- welche Unterstützungsmöglichkeiten (u. a. Förderprogramme) es bereits jetzt bei der Umsetzung von Energiesparmaßnahmen gibt.
Stadt Hilden: Die Stadt Hilden hat im Sommer 2025 die KWP für ihr Stadtgebiet beschlossen. Vorausgegangenen waren öffentliche Informationsveranstaltungen und Beteiligungsmöglichkeiten. Informationen zur KWP in Hilden finden Sie auf den Seiten der Stadt. Dort sind neben allgemeinen Informationen unter anderem auch der Abschlussbericht der KWP sowie Informationen zu den Energieberatungsangeboten der Stadt zu finden.
Stadt Heiligenhaus: Die Stadt Heiligenhaus hat im Sommer 2025 die KWP beschlossen. Auch hier gab es im Vorfeld öffentliche Informationsveranstaltungen und Beteiligungsmöglichkeiten. Informationen zum Abschlussbericht finden Sie auf den Seiten der Stadt Heiligenhaus.
Stadt Monheim am Rhein: Die Stadt Monheim hat die KWP im Frühling 2026 begonnen und informiert auf ihren Seiten über den aktuellen Planungsstand. Bestands- und Potenzialanalyse sollen bis Frühling 2027 abgeschlossen sein, die gesamte KWP bis Frühling 2028. Unternehmen können sich beteiligen.
Stadt Velbert: Die Stadt Velbert hat die KWP Anfang 2026 gestartet und im Rahmen einer Veranstaltung Informationen zum Planungsstand und Zeitplan gegeben. Zwischenergebnisse und weitere Informationen dazu finden Sie auf den Seiten der Stadt Velbert.
IHK Düsseldorf: Aktuelle Informationen zu Energieeinsparungen und -effiziensteigerungen sowie Informationen über Fördermöglichkeiten und Veranstaltungshinweise finden Unternehmen auch auf den Seiten der IHK Düsseldorf (Webcode: 92606).
NRW.Energy4Climate: Darüber hinaus bestehen Förderprogramme des Landes NRW und des Bundes unter anderem in den Bereichen Energieversorgung, Gebäude und Wärme sowie Energie- und Ressourceneffizienz. Informationen über diese Optionen finden Sie auf den Seiten der Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate in Form des frei zugänglichen „Förder.Navi“. Privatpersonen, Unternehmen, gemeinnützige Organisationen und Kommunen können sich dort über Kredite, Steuererstattungen und Zuschüsse zur Förderung der von ihnen geplanten Maßnahmen erkundigen.
Bundesregierung: Weitere allgemeine Informationen zur KWP finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB).