Mobilitätskongress Rheinland

Beim 9. Mobilitätskongress der IHK-Initiative Rheinland, der Metropolregion Rheinland und von go.Rheinland diskutierten rund 250 Teilnehmende im Düsseldorfer Savoy Theater über die Widerstandsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur in Krisen- und Verteidigungsfällen.
IHK-Präsident Andreas Schmitz betonte, dass Straßen, Schienen, Brücken und Wasserwege nicht nur leistungsfähig, sondern auch krisenfest sein müssten. Voraussetzung dafür sei eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung.
Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann warnte vor zunehmenden hybriden Bedrohungen und forderte ein „militärisches Schengen“, um Truppen und Material innerhalb Europas schneller transportieren zu können. Auch die Cybersicherheit und stabile Lieferketten seien entscheidend.
In den Diskussionen standen insbesondere die Modernisierung maroder Brücken, die Sicherung wichtiger Transportkorridore, die Bedeutung des Rheins sowie die militärische Nutzung des Schienennetzes im Mittelpunkt. Vertreter von Bundeswehr, Logistik, Kommunen und Unternehmen machten deutlich, dass klare Zuständigkeiten, funktionierende Kommunikationswege und abgestimmte Notfallpläne unverzichtbar sind.
Zentrales Fazit: Das Rheinland ist als europäische Verkehrs- und Logistikdrehscheibe von strategischer Bedeutung. Um im Krisenfall handlungsfähig zu bleiben, müssen Infrastrukturinvestitionen beschleunigt, Verkehrswege widerstandsfähiger gestaltet und die Zusammenarbeit über Länder- und Staatsgrenzen hinweg intensiviert werden.
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