Seit 1. Januar 2023

Förderung von Unternehmensberatungen für KMU

Ziel des Bundesprogramms „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ ist, die Erfolgsaussichten, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit sowie die Beschäftigungs- und Anpassungsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen zu stärken. 
Die neue Richtline zur Förderung von Unternehmensberatungen für KMU wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2023 beschlossen.
Antragsberechtigt sind laut der neuen Richtlinie gewerblich tätige Unternehmen sowie Angehörigen der Freien Berufe. Als Gründungsdatum zählt dabei bei gewerblich Tätigen Unternehmen der Tag der Gewerbeanmeldung bzw. des Handelsregisterauszugs, bei freiberuflich Tätigen ist das Datum der Anmeldung beim Finanzamt auschlaggebend.
Gefördert werden individuelle Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.
Über die Beratungen unterstützt das Förderprogramm gleichzeitig die ESF-rechtlichen bereichsübergreifenden Grundsätze zur Fachkräftesicherung und -bildung, Kostenersparungen oder Anpassung des Geschäftsmodells, Gleichstellung der Geschlechter, Chancengleichheit, Nichtdiskriminierung und zur ökologischen Nachhaltigkeit.
Die Bemessungsgrundlage für die Förderung liegt bei 3.500 EUR pro Beratung. Die Zuschusshöhe beträgt für Betriebsstätten in NRW 50 Prozent der förderfähigen Beratungskosten, maximal jedoch 1 750 EUR. Es können mehrere in sich abgeschlossene Beratungen gefördert werden, maximal zwei pro Jahr und maximal fünf innerhalb dieser Richtliniendauer bis zum 31. Dezember 2026.
Unternehmen, die sich zum Zeitpunkt der Antragstellung im ersten Jahr nach der Gründung befinden, müssen ein kostenloses Informationsgespräch mit einem regionalen Ansprechpartner führen. Unternehmen ab dem zweiten Gründungsjahr ist die Entscheidung über eine solche Gesprächsführung freigestellt. Eine Liste der Regionalpartner ist über die Leitstellen erhältlich. Die IHK Düsseldorf ist Regionalpartner für Unternehmen aus Düsseldorf und dem Kreis Mettmann.
Die Antragstellung von dem beratenen Unternehmen erfolgt online über die Antragsplattform des BAFA. Eine der eingeschalteten Leitstellen prüft den Antrag vor und informiert das antragsstellende Unternehmen über das Ergebnis. Erst nach Erhalt dieses Informationsschreibens darf mit der Beratung begonnen und ein Beratungsvertrag unterschrieben werden. Eine rückwirkende Förderung ist ausgeschlossen.