ihk.wirtschaft, Ausgabe 1/2-2026
Zeitschrift, 76 Seiten
- Titelthema: Verkehrsinfrastruktur in Sachsen – Trimodal vernetzt
- Trimodal – was ist das?
- Straße entlasten: Umschlag statt Langstrecke
- Gleisanschluss: mehr Sicherheit – und förderfähig
- Wenn kein Gleisanschluss möglich ist: „letzte Meile“ im Blick
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Titelthema: Verkehrsinfrastruktur in Sachsen – Trimodal vernetzt
Steigende Transportmengen, Nachhaltigkeitsziele und geopolitische Risiken erhöhen den Druck auf Lieferketten. Gefragt sind flexible, ressourcenschonende und resiliente Lösungen – hier setzt Trimodalität an: das Zusammenspiel von Wasser, Schiene und Straße.
Sachsen ist dafür besser aufgestellt, als es auf den ersten Blick scheint: Mit den Binnenhäfen Dresden und Riesa sowie ergänzenden Standorten entlang der Elbe steht ein leistungsfähiges Netz zur Verfügung, das die Region über den Hamburger Hafen an internationale Märkte anbindet.
Trimodal – was ist das?
Tri steht für drei, modal bzw. Modalität beschreibt die Ausführung einer Sache. Mit Blick auf die Verkehrsinfrastruktur ist mit trimodal die Kombination von Wasserweg, Straße und Schiene gemeint – oder anders: von Schiffen, Lkw und Zügen. Es geht also um Transporte, die auf mehreren verschiedenen Verkehrsträgern innerhalb einer durchgängigen Transportkette erfolgen.
Dabei gibt es kein bevorzugtes Verkehrsmittel.
Jedes hat Vor- und Nachteile
, sagt Steffen Nestler, Geschäftsführer der LUB Consulting GmbH. Es gebe jedoch eine bestmögliche Variante für ganz bestimmte Transportwege. Diese zu finden, sei unter anderem Aufgabe seiner Firma. Häufig gehe es dabei um eine Kombination von Lkw und Güterzug.
Und das Schiff? Steffen Nestler verweist auf das Gesamtkonzept Elbe, welches jedoch bisher noch nicht umgesetzt werde. Immerhin sind die Häfen in Riesa, Torgau und Dresden leistungsfähige Umschlagzentren in Sachsen und wichtige Knotenpunkte der Logistik – mit Trailerports, mit welchen Güter von den Lkw auf Züge verlagert werden und umgekehrt.
Straße entlasten: Umschlag statt Langstrecke
Das Ziel: Beim Transport von Gütern soll die Verweildauer auf der Straße möglichst kurz sein. Lkw bringen in einem Umkreis von rund 50 Kilometern die Ladung lediglich zu einem Umschlagbahnhof oder holen sie von dort ab, so die Vorstellung.
Ein Beispiel für die Leistungsfähigkeit trimodaler Knoten ist der Verbund der Standorte: Beim Netzwerktreffen im Hafen Riesa wurde betont, dass mehrere Standorte gemeinsam zur Entlastung der Straßen beitragen und vielseitige Umschlagmöglichkeiten bieten; als Meilensteine werden unter anderem der TrailerPort im Alberthafen sowie der Neubau eines trimodalen KV-Terminals in Riesa genannt.
Gleisanschluss: mehr Sicherheit – und förderfähig
Einige größere Unternehmen punkten mit einem eigenen Gleisanschluss. Dieser verschafft Sicherheit, Zuverlässigkeit und Unabhängigkeit bei der Transportabwicklung oder -planung – unabhängig vom Wetter und von eventuellen Verkehrsstaus, heißt es vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Sogar die Be- und Entladezeiten könnten selbst bestimmt werden – entsprechend den innerbetrieblichen Bedürfnissen und Gegebenheiten.
Weil bis 2030 rund 25 Prozent Marktanteil beim Schienengüterverkehr erreicht werden sollen, gibt es eine Förderung von Gleisanschlüssen seitens des Bundes. Seit März 2021 gilt die „Richtlinie zur Förderung des Neu- und Ausbaus, der Reaktivierung und des Ersatzes von Gleisanschlüssen sowie weiteren Anlagen des Schienengüterverkehrs (Anschlussförderrichtlinie)“. Der VDV bietet Hilfestellung bei der Beantragung der Fördermittel an.
Wenn kein Gleisanschluss möglich ist: „letzte Meile“ im Blick
Und wer sich trotz Förderung keinen eigenen Gleisanschluss leisten kann?
Es kommt auf die gefahrenen Restkilometer an, die sogenannte letzte Meile
, sagt Sven Noatzke, Geschäftsführer von LION Logistics. Diese müsse so gering wie möglich gehalten werden.
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