Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Die IHK Dresden beleuchtet mit ihrem Positionspapier Nachhaltigkeit und Klimaschutz zentrale Herausforderungen und Chancen für Unternehmen im Kontext von ökologischer Transformation und Wettbewerbsfähigkeit. Das Papier zeigt praxisnahe Handlungsfelder auf – von Energie‑ und Rohstoff-Fragen bis zur CO2‑Reduktion – und formuliert wirtschaftsfreundliche Empfehlungen für eine nachhaltige Politikgestaltung in Sachsen.
  • Technikaffinität und Mut zu Veränderung – Akzeptanz für Transformation stärken; Innovationspolitik, Energieforschung, Wissenschaftskommunikation sowie Bildung/Weiterbildung ausbauen
  • Nachhaltigkeitsstrategie und Umweltallianz Sachsen stärken – Nachhaltigkeitsstrategie als „Dachstrategie“; Umwelt- und Klimaallianz stärken und stärker in Umsetzung/Anhörungen integrieren
  • Energie- und Materialeffizienz integrativ betrachten – Energie- und Materialflüsse gemeinsam denken; Kreislaufwirtschaft in Klimaneutralitätsprozesse einbeziehen; Beratung/Kompetenzstrukturen erweitern
  • Verkehrswende als wichtige Zukunftsaufgabe – Verkehrssektor muss messbar beitragen; heterogene Anforderungen erfordern einen Mix lokaler Maßnahmen
  • Versorgung mit Rohstoffen sichern und Recyclingpotenziale nutzen – Planungssicherheit, Rohstoffmonitoring, Partnerschaften und Forschung stärken; Hemmnisse für Sekundärrohstoffe abbauen
  • Wasserversorgung zukunftssicher gestalten – Wasser wird strategischer Standortfaktor; Resilienz und verfügbare Mengen (neben Qualität) in den Mittelpunkt rücken
  • Ausbau erneuerbare Energien forcieren – schneller, verlässlich und kontinuierlich ausbauen; wettbewerbsfähige Strompreise und Versorgungssicherheit absichern
  • Beschaffung von Grünstrom erleichtern – Grünstrombezug als Schlüssel für CO₂-Neutralität; Rahmenbedingungen an volatile Preise und Wettbewerbsdruck anpassen
  • CO₂-Bepreisung wirken lassen – Investitionen sollen sich lohnen; Wettbewerbsfähigkeit sichern; CO₂-Markt transparent und planbar gestalten
  • Wasserstoffmarkt aufbauen – Sektorenkopplung voranbringen; intelligentes Last-/Erzeugungsmanagement inkl. Wasserstoff und weiterer grüner Gase

Status quo: aktuelle Situation für Unternehmen

In den vergangenen Jahren ist das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger geworden – auch in und für die Wirtschaft. Nachhaltigkeit und damit verbunden Klimaschutz und Energie sind Themen, die unbedingt zusammengedacht werden müssen – sowohl aus wirtschaftlicher Perspektive wie auch aus Umweltsicht. Nachhaltiges Wirtschaften wird nur erfolgreich sein, wenn Transformationsprozesse ohne wirtschaftliche Verwerfungen gelingen und wenn Zielkonflikte aufgelöst werden können.
Ein Blick in die gegenwärtige unternehmerische Praxis zeigt, dass diese die Notwendigkeit zur nachhaltigen Entwicklung längst erkannt haben und ihr wirtschaftliches Handeln danach ausrichten – auch ohne in Rede stehende Berichtspflichten und bürokratische Vorgaben. Was es braucht, ist eine Politik, die Rahmenbedingungen setzt, die es erlaubt, neue Ideen umzusetzen und auszuprobieren, um den Wohlstand von morgen zu sichern.
Bezahlbare und sichere Energieversorgung gehört dabei zu den wichtigsten Grundvoraussetzungen. Im Sinne einer erfolgreichen Strukturentwicklung steht die sächsische Politik vor der Aufgabe, die schnelle Marktintegration der Erneuerbaren Energien voranzutreiben. Der Blick auf die geopolitischen Abhängigkeiten und den Energiebedarf der Unternehmen in Sachsen zeigt, beim Ausbau der erneuerbaren Energien besteht Handlungsbedarf. Auch wenn der Ausbau voranschreitet, gewinnt er doch nicht den notwendigen Schwung. Vieles bleibt inkonsequent, setzt an der falschen Stelle an, wirkt nicht, oder behindert jene engagierten Akteure, die dringend notwendig sind, um diese Transformation voranzutreiben.

Probleme, Herausforderungen und zukünftige Trends

In vielen Wirtschaftsbereichen sind massive Transformationsvorgänge angelaufen. Disruptionen von kompletten Geschäftsmodellen zeichnen sich ab. Umfassende Transformationsprozesse bezüglich Umwelt- und Klimaverträglichkeit, Energie, Kreislaufwirtschaft, Digitalisierung und Lieferkettenstabilität sind nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine große Gelegenheit sich in einigen zentralen Wirtschaftsbereichen an die Spitze zu setzen. Ein stabiles, planbares und innovationsfreundliches sowie technologieoffenes Umfeld ist essentiell.
Während Energiepolitische Themen und diesbezügliche Kostenfragen in der Vergangenheit eher Themen der Industrie waren, sind heute alle Branchen und Betriebsgrößen betroffen. Energie- und Umweltrecht werden zunehmend zum Wettbewerbsinstrument. Geopolitische Trends, dezentrale Energieerzeugung und „Autarkie“ … Eine wichtige Frage lautet: Schaffen wir es, den Wohlstand und die Wirtschaftskraft unserer Region und unseres Landes trotz tiefgreifender Veränderungsprozesse zu erhalten?

Forderungen und Lösungsvorschläge

Technologie ist entscheidend für die wirtschaftliche Transformation. Wirtschaft und Politik müssen gemeinsam die Akzeptanz für Veränderungen im produzierenden Gewerbe fördern.
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Die sächsische Nachhaltigkeitsstrategie soll den Transformationsprozess vorantreiben und Lösungen für Zielkonflikte bieten, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern.
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Energie- und Materialflüsse müssen ganzheitlich betrachtet werden, um Klimaneutralität zu erreichen. Der Fokus liegt auf der Integration von Kreislaufwirtschaft in alle Unternehmensprozesse.
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Die Verkehrswende ist entscheidend für Energiewende und Klimaschutz. Eine nachhaltige Verbesserung der CO2-Bilanz erfordert von der Politik vielfältige, lokale Maßnahmen für unterschiedliche Verkehrssektoren.
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Die Sicherung der Rohstoffversorgung erfordert Planungssicherheit und die Nutzung heimischer Ressourcen sowie Sekundärrohstoffe. Eine nachhaltige Rohstoffpolitik braucht gezielte Forschung und internationale Regelungen ohne bürokratische Hürden.
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Die Wasserversorgung in Sachsen muss angesichts von Dürren, Starkregen und den Folgen des Braunkohlenbergbaus zukunftssicher gestaltet werden. Es gilt, ausreichende Mengen bereitzustellen und die Widerstandsfähigkeit der Versorgung zu erhöhen.
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Der Ausbau erneuerbarer Energien ist entscheidend für wettbewerbsfähige Strompreise und den erfolgreichen Transformationsprozess in der Industrie. Dabei sind ein kontinuierlicher Zubau und eine zuverlässige Versorgungssicherheit unerlässlich.
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Die Beschaffung von Grünstrom ist für Unternehmen entscheidend, um CO2-Neutralität zu erreichen und den steigenden Anforderungen durch volatile Preise und Wettbewerb gerecht zu werden.
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Die CO2-Bepreisung soll Investitionen in Klimaschutz langfristig lohnend machen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen wahren und für Transparenz sowie Planbarkeit sorgen.
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Der Aufbau eines Wasserstoffmarktes fördert die Sektorenkopplung und ein intelligentes, sektorenübergreifendes Last- und Erzeugungsmanagement, das auch grüne Gase einbezieht.
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