Doppelte Statistikpflichten abschaffen
Daten einmal melden muss endlich reichen.
Unternehmen melden viele Daten bereits heute an Finanzbehörden, Sozialversicherung, Register und Statistikämter.
Trotzdem werden ähnliche Informationen oft mehrfach abgefragt.
Unsere Forderung: Statistikpflichten deutlichreduzieren und vorhandene Daten nutzen statt neue Meldungen zu erzeugen.
Was wurde bereits getan?
Der statistische Verbund arbeitet an stärker gebündelten Verfahren, der besseren Datennutzung und Vereinfachungen bei Statistikpflichten. Außerdem wird die Wirtschafts-Identifikationsnummer (W-IdNr.) eingeführt.
Ziel ist Unternehmen eindeutiger zu identifizieren, Doppelungen zu reduzieren und Verwaltungsprozesse langfristig zu vereinfachen.
Was bleibt weiterhin problematisch?
Bis heute existieren viele unterschiedliche Identifikationsnummern parallel. Z. B. Steuer-ID, Handelsregisternummer, Betriebsnummer und Unternehmensregister-ID. Zusätzlich gelten unterschiedliche Rechtsgrundlagen, strenge Zweckbindungen und voneinander getrennte Datenbestände.
Dadurch entstehen weiterhin:
- Mehrfachmeldungen
- zusätzliche Statistikpflichten
- parallele Datenerhebungen
- hoher Verwaltungsaufwand
Die neue Wirtschafts-Identifikationsnummer allein löst diese Probleme nicht.
Unser Fazit
Once-Only darf kein Schlagwort bleiben.
Unternehmen brauchen
- weniger Mehrfachmeldungen
- gemeinsame Datenstandards
- rechtssicheren Datenaustausch
- echte Verwaltungsvereinfachung
Das Ziel muss sein: Notwendige Daten einmal melden — mehrfach nutzen.
Aktueller Stand
Erste technische und organisatorische Projekte laufen. Eine umfassende Once-Only-Lösung existiert jedoch noch nicht.