A1-Bescheinigung abschaffen
Geschäftsreisen dürfen kein Bürokratiehindernis sein.
Schon für kurze berufliche Tätigkeiten im Ausland benötigen Unternehmen häufig eine sogenannte A1-Bescheinigung — selbst bei eintägigen Geschäftsreisen, Messebesuchen, kurzen Serviceeinsätzen oder Meetings im Ausland.
Das verursacht hohen Aufwand für Unternehmen und Beschäftigte.
Unsere Forderung: Die A1-Pflicht für Dienstreisen und kurzfristige Auslandstätigkeiten vollständig abschaffen.
Was wurde bereits getan?
EU-Parlament und Mitgliedstaaten haben sich 2026 vorläufig darauf verständigt:
Keine A1-Bescheinigung mehr bei:
- klassischen Geschäftsreisen
- kurzfristigen Tätigkeiten
- kurzen Entsendungen bis maximal 3 Arbeitstage innerhalb von 30 Tagen
Das soll insbesondere gelten für Meetings, Messebesuche, Kundentermine und kurzfristige geschäftliche Aufenthalte.
Nicht umfasst sein sollen das Baugewerbe, längere Entsendungen und klassische dauerhafte Auslandseinsätze.
Die Einigung muss allerdings noch formell beschlossen werden.
Zusätzlich wird mit dem europäischen Projekt ESSPASS an digitalen Lösungen gearbeitet.
Was bleibt weiterhin problematisch?
Die Grundpflicht zur Beantragung einer A1-Bescheinigung besteht weiterhin in vielen Fällen. Auch digitale Lösungen lösen das Kernproblem bislang nicht vollständig, denn die eigentliche Bürokratie entsteht durch die Pflicht selbst.
Unser Fazit
Digitalisierung allein reicht nicht.
Weniger Ausnahmen, mehr Klarheit. Unternehmen brauchen:
- Abschaffung der A1-Pflicht für Dienstreisen und kurzzeitige Einsätze,
- eine einfache, einheitliche EU-Nachweislösung ohne Antragspflicht,
- praxistaugliche Regeln statt Einzelprüfungen.
Das Ziel muss sein: Freizügigkeit erleichtern statt zusätzliche Bürokratie schaffen.
Aktueller Stand
Politische Grundlinien sind gesetzt, eine verbindliche EU-Entscheidung und praxisnahe Umsetzung stehen aus.