Quantität und Qualität der Tourismuswirtschaft erhalten

Die IHK Dresden betont in ihrem Positionspapier, dass die Tourismuswirtschaft im Kammerbezirk Sachsen weiterhin von den langfristigen Folgen der Corona‑Krise betroffen ist und daher Quantität wie Qualität der Betriebe erhalten werden müssen. Sie fordert dafür neue, niedrigschwellige Förderinstrumente, ein dauerhaftes Tourismusmarketing sowie Maßnahmen zur Imageverbesserung Sachsens als Reiseland und weist auf die Bedeutung dieses Wirtschaftszweigs für die regionale Entwicklung hin. Außerdem kritisiert sie die volatile politische Unterstützung während der Pandemie und plädiert für mehr Planbarkeit und einheitliche Regelungen für die Branche.
Bundes- und Landespolitik haben in der Corona-Krise mit staatlichen Hilfen recht schnell reagiert. Die Branche hätte sich in den Monaten des Lockdowns allerdings mehr Planbarkeit, eine zeitigere Öffnungsstrategie und ein einheitliches Vorgehen statt eines Flickenteppichs unterschiedlicher Regelungen gewünscht. Weitere flächendeckende Betriebsschließungen aufgrund von Pandemielagen werden abgelehnt.
Viele Tourismusbetriebe stehen immer noch vor existenziellen Herausforderungen. Zielstellung muss es sein, die Qualität und Quantität der Tourismusbetriebe in der Fläche des Kammerbezirks auch über die Corona-Pandemie hinaus zu erhalten. Aufgrund neuer Hürden in den Förderprogrammen braucht es neue niedrigschwellige Instrumente für das Tourismusgewerbe. Dazu wird, analog der „Investitionsförderung in kleinen und mittleren Unternehmen des Gastgewerbes in Brandenburg“, ein auf das Tourismusgewerbe zugeschnittenes niedrigschwelliges Modernisierungsprogramm für Sachsen gefordert.
Wichtiges Mittel, um zukünftig wieder viele Gäste zu gewinnen, ist ein beständiges Tourismusmarketing für das Reiseland Sachsen sowie die einzelnen Destinationen. Hier sind die Landesmittel auch über den nächsten Doppelhaushalt 2023/2024 hinaus zu verstetigen.
Darüber hinaus muss die Verbesserung des Images von Sachsen sowohl als Reiseziel als auch allgemein als Daueraufgabe bearbeitet werden.