Innenstädte müssen als Gesamtdestination überzeugen

Die Funktion von Innenstädten geht über reine Versorgungsleistungen hinaus. Sie sind zentraler Raum für Wirtschaft, Arbeit, Wohnen, Freizeit, Kultur, Tourismus, Handel, Bildung sowie öffentlicher Versorgungsleistungen. Die Vitalität lebt von einer Nutzungsmischung, die Attraktivität von Ambiente und Flair. Dass u. a. die Digitalisierung einen Strukturwandel herbeiführt und den Druck auf die Innenstädte verstärkt, steht außer Frage. Städte sind dabei zu unterstützen, Innenstädte und Stadtteilzentren fit zu machen.
Ansatzpunkte sind
  • Integrierte Handlungsansätze entwickeln, umsetzen und als wichtiges Bindeglied für alle kommunalen Akteure die Integration und Förderung von Citymanagern forcieren
  • Städtebauförderung zielgerichtet einsetzen, um Nutzungsmischung und Multifunktionalität zu stärken und Erlebnischarakter fördern.
  • vorhandene touristische Infrastruktur (z. B. touristische Wege, Museen, Touristinformationen) regelmäßig an aktuelle Markt- und Nachfrageerfordernisse anpassen, d. h. modernisieren, erweitern oder ggf. reduzieren.
  • Instrumente des besonderen Städtebaurechts nutzen, Regulatorische Schranken abbauen und Anreize zur Kooperation schaffen.
  • Interessens- und Nutzungskonflikte durch sachgerechten Einsatz der (Bauleit-)Planung vermeiden.
  • Gezieltes Baustellenmanagement, um die Intensität der Einschränkung gering zu halten und zügige Baustellenfortschritte zu gewährleisten.
  • Belastungen durch Kommunalsteuern (z. B. Gewerbe- und Grundsteuer) und Abgaben, aber auch für Genehmigungsprozesse z. B. bei Sondernutzungen.
  • Grün- und Freiflächen aufwerten und vernetzen, Nutzungen durch aktive Flächenpolitik und aktives Leerstandsmanagement steuern. (z. B. Pop-Up-Konzepte, Co-Working-Spaces)
  • Fahrverbote vermeiden und integrierte Mobilitätskonzepte entwickeln, u. a. mit Elektroladesäulen für E-Autos und Radabstellmöglichkeiten vor Handelsstätten, ausreichend günstig gelegener Parkraum, Park-and-Ride-Parkplätze an Ausfallstraßen.