Arbeitskräfte sichern: Branchenimage verbessern, Anwerbung ausländischer Fachkräfte erleichtern

Die IHK Dresden macht in ihrem Positionspapier deutlich, dass der Arbeits‑ und Fachkräftemangel im Tourismus ein zentrales Problem für die Zukunftsfähigkeit der Branche darstellt und dringend angegangen werden muss. Sie hebt hervor, dass dies vor allem an einem Imageproblem und mangelnder Attraktivität touristischer Berufe liegt, das es zu überwinden gilt. Gleichzeitig fordert sie Maßnahmen zur besseren Anwerbung internationaler Fachkräfte und zur Vereinfachung bürokratischer Prozesse.
Als service-intensive Branche lebt der Tourismus durch die Menschen, die in ihm arbeiten und ihn gestalten. Der Arbeits- und Fachkräftemangel hat sich in der gesamten Branche in den vergangenen Jahren zu einem erheblichen Problem entwickelt. Immer seltener entscheiden sich junge Menschen für eine Karriere im Tourismus, häufig brechen sie die Ausbildung ab. Ursächlich für diese Entwicklung ist u.a. das Imageproblem, mit dem die Branche zu kämpfen hat. Die Schließungen während der Corona-Pandemie haben die Situation zusätzlich verschärft. Für die Zukunftsfähigkeit der Branche ist es unabdingbar, das Image und die Attraktivität schnellstmöglich zu verbessern.
Die 2022 abgeschlossene Neuordnung der Ausbildungsberufe ist ein positiver Schritt zu mehr bedarfsgerechter Ausbildung.
Um junge Menschen und deren Eltern über die Vielzahl an Berufsbildern und Karrierewegen im Tourismus zu informieren ist die Ende 2021 gestartete Kampagne des Landestourismusverband Sachsen e.V. für Berufe im Tourismus sehr zu begrüßen und muss verstetigt werden.
Dem Fachkräftemangel kann langfristig nur durch die Integration von qualifizierten Arbeitskräften aus dem Ausland begegnet werden. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir aus Sicht des Gastgewerbes insbesondere die Abschaffung der Positivliste sowie die aktuelle Weiterentwicklung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes. Allerdings müssen der bürokratische Aufwand bei Antragsstellungen sowie behördlichen Prüfverfahren abgebaut und der gesamte Prozess schneller durchgeführt werden (auch in deutschen Auslandsvertretungen).