Nr. 6927022

Positionspapiere zu wichtigen Wirtschaftsthemen

Die Sicherung von Arbeitskräften und die Stärkung der Ausbildung bleiben zentrale Aufgaben für die regionale Wirtschaft. Der Fachkräftemangel zählt weiterhin zu den größten Herausforderungen für Unternehmen in der Region. Die IHK Dresden setzt sich deshalb für eine bessere Berufsorientierung, leistungsfähige Berufsschulen, eine starke duale Ausbildung sowie schnellere Verfahren bei der Fachkräftezuwanderung ein. Auch die Weiterbildung spielt eine wichtige Rolle, um vorhandene Potenziale zu nutzen und Beschäftigte gezielt für zukünftige Anforderungen zu qualifizieren.

Unternehmen brauchen verlässliche und schlanke Rahmenbedingungen. Weniger Meldepflichten, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie digitale Verwaltungsprozesse ohne Medienbrüche sind dafür entscheidend. Die IHK Dresden setzt sich für konsequenten Bürokratieabbau, eine praxistaugliche Digitalisierung der Verwaltung und eine Gesetzgebung ein, die sich stärker an den betrieblichen Realitäten orientiert.

Das Positionspapier der IHK Dresden zeigt, wie der EU-Binnenmarkt für sächsische Unternehmen gestärkt werden kann, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Es fordert konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Marktzugangs und zur Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in Europa.

Sachsen ist insgesamt gut aufgestellt, zugleich können politische Diskussionen und unbestätigte Haushalte Förderprogramme ausbremsen, und die Vielzahl an EU-, Bundes- und Landesprogrammen macht die Förderlandschaft unübersichtlich, wodurch der Informationsstand der Zielgruppen sinkt. Förderpolitik soll Eingriffe in den Markt minimieren, aber strukturelle Herausforderungen (u. a. Digitalisierung und Transformation) gezielt adressieren, Mittel konzentrieren und an der Stärkung des Wirtschaftsstandorts Sachsen ausrichten.

Eine gute Erreichbarkeit ist für die Wirtschaft unverzichtbar. Leistungsfähige Straßen, Schienenverbindungen, Luftverkehrsanbindungen sowie moderne Mobilitäts- und Logistikangebote bilden die Grundlage für Wachstum, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit. Die IHK Dresden setzt sich deshalb für eine zukunftsfähige Infrastruktur, einen starken ÖPNV, verlässliche Verkehrswege und eine aktive Begleitung des Strukturwandels in der Lausitz ein.

Zukunft braucht Freiräume für Innovation und Gründung. Neue Ideen entstehen dort, wo Unternehmen investieren, digitale Lösungen entwickeln, Technologien erproben und tragfähige Geschäftsmodelle aufbauen können. Die IHK Dresden setzt sich deshalb für gute Rahmenbedingungen bei Digitalisierung, Startups, Technologietransfer und Finanzierung ein, damit Innovationen schneller in die Anwendung kommen und neue Unternehmen erfolgreich wachsen können.

Offene Märkte, internationale Beziehungen und europäische Zusammenarbeit sind zentrale Erfolgsfaktoren für viele Unternehmen in Ostsachsen. Die IHK Dresden setzt sich für verlässliche Rahmenbedingungen im Außenhandel, einen starken EU-Binnenmarkt und wettbewerbsfähige Standortbedingungen ein. Dabei stehen insbesondere Exportchancen, stabile Lieferketten und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Fokus.

Eine verlässliche Gestaltung der Transformation ist für Unternehmen entscheidend. Sie brauchen Planungssicherheit, wettbewerbsfähige Energiepreise und praktikable Rahmenbedingungen, um Investitionen in Klimaschutz, Energieversorgung und nachhaltige Entwicklung umsetzen zu können. Die IHK Dresden setzt sich deshalb für Versorgungssicherheit, bezahlbare Energie, realistische Transformationspfade und investitionsfreundliche Rahmenbedingungen ein.

Wettbewerbsfähige Regionen brauchen gute Rahmenbedingungen für Unternehmen. Dazu gehören verlässliche politische Entscheidungen, eine schnelle und moderne Verwaltung sowie Planungs- und Investitionssicherheit. Die IHK Dresden setzt sich für eine wirtschaftsfreundliche Standortpolitik, eine wirksame Förderpolitik, eine vorausschauende kommunale Entwicklung und eine konsequente Verwaltungsmodernisierung ein.

Tourismus, Gastronomie und Veranstaltungswirtschaft sind wichtige Wirtschaftsfaktoren für Ostsachsen und prägen die Attraktivität der Region. Damit sich diese Branchen gut entwickeln können, brauchen Unternehmen verlässliche Rahmenbedingungen, praxistaugliche Regeln und attraktive Standorte. Die IHK Dresden setzt sich deshalb dafür ein, Tourismusentwicklung ganzheitlich zu denken, Erreichbarkeit und touristische Infrastruktur zu stärken, Innenstädte und touristische Regionen lebendig zu halten sowie Genehmigungen und Veranstaltungen einfacher zu ermöglichen.

Adrian Schieber
Persönlicher Referent des Hauptgeschäftsführers, Politikkoordinator
Büro der Hauptgeschäftsführung