IHK-Wirtschaftsgespräch Bönen
Viel Gesprächsbedarf rund um den Verkehr
Der Verkehr im Allgemeinen und vor allen Dingen die Anbindung der Gewerbegebiete InlogParc und Am Mersch: Das war das beherrschende Thema des diesjährigen Wirtschaftsgesprächs Bönen der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund. Und der Abend machte eines deutlich: Insbesondere zum geplanten Ausbau der Bundesstraße B63 zwischen Hamm und Bönen besteht noch viel Gesprächsbedarf.
Mehr als 50 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung begrüßten Christian Zurbrüggen, Geschäftsführer der Wohnzentrum Zurbrüggen GmbH und Vizepräsident der IHK zu Dortmund, der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Wulf-Christian Ehrich sowie IHK-Regionalbetreuer Mario Oleschko am 12. Oktober im Kompetenzzentrum Bio-Security.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026 (v. l.): Landtagsabgeordnete NRW Silvia Gosewinkel, Bürgermeister der Gemeinde Bönen Nils Böckmann, IHK-Regionalbetreuer Mario Oleschko, stellv. IHK-Hauptgeschäftsführer Wulf-Christian Ehrich, Leiterin Niederlassung Ruhr bei Straßen.NRW Nicole de Witt, IHK-Verkehrsexperte Stefan Peltzer, Christian Zurbrüggen, Geschäftsführer der Wohnzentrum Zurbrüggen GmbH und Vizepräsident der IHK zu Dortmund, und Daniela Krefting (Welser Profile Deutschland).
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026.
„Bönen profitiert zwar von seiner guten Anbindung und seiner Lage“, sagte Zurbrüggen. „Zugleich stehen weitere Entwicklungen an, die neue Fragen aufwerfen: Wie werden sich die Verkehrsströme in der Region künftig entwickeln – Stichwort Multi-HUB in Hamm? Welche Infrastruktur brauchen wir dafür? Und was kann eine Gemeinde wie Bönen selbst tun oder Entwicklungen beeinflussen, da der Verkehr bekanntlich nicht an der Gemeindegrenze Halt macht?“
IHK-Wirtschaftsgespräch im Kompetenzzentrum Bio-Security am 12. Oktober 2026 (v. l.): Landtagsabgeordnete NRW Silvia Gosewinkel, Bürgermeister der Gemeinde Bönen Nils Böckmann, IHK-Regionalbetreuer Mario Oleschko, stellv. IHK-Hauptgeschäftsführer Wulf-Christian Ehrich, Leiterin Niederlassung Ruhr bei Straßen.NRW Nicole de Witt, IHK-Verkehrsexperte Stefan Peltzer, Christian Zurbrüggen, Geschäftsführer der Wohnzentrum Zurbrüggen GmbH und Vizepräsident der IHK zu Dortmund, und Daniela Krefting (Welser Profile Deutschland).
Kernstück des Wirtschaftsgesprächs war eine lebhafte, von Zurbrüggen moderierte Podiumsdiskussion zur Verkehrssituation. Nicole de Witt, Leiterin der Regionalniederlassung von Straßen.NRW, hatte zuvor die Arbeit der Landesbehörde umrissen und im Zuge dessen auch den aktuellen Stand der Pläne zum Neubau der Bundesstraße B63n zwischen Hamm und Bönen erörtert.: „Die B63n bündelt die Verkehre auf dem Weg zur Autobahn. Davon profitiert nicht nur der Wirtschaftsverkehr. Der Neubau entlastet auch viele Anwohner entlang der bisherigen Routen.“ Die gute Nachricht für die Unternehmer im Gewerbegebiet „Am Mersch“ war, dass mit dem Ausbau auch der Verkehrsfluss an der Anschlussstelle verbessert werden soll. Dazu übernimmt Straßen NRW die Verantwortung von der Autobahn GmbH.
Aus dem Publikum kam unter anderem der Wunsch nach einer Verbesserung der Ampelanlage, um den Rückstau auf die Autobahn zu vermeiden. In eine konzeptionelle Betrachtung der Anschlussstelle Bönen gehört nach Einschätzung von Frau de Witt sowohl die kleinteilige Betrachtung von Ampelanlagen, aber auch großräumige Lösungen. Der Neubau der L667 schaffe einen zweiten Anschluss an die A 2 für das Gewerbegebiet und entzerre damit das Nadelöhr an der bisherigen Anschlussstelle.
Bürgermeister Nils Böckmann betonte, dass die Gemeinde den Ausbau der B 63n auch in Zukunft unterstützen könne, wenn die offenen Fragen für Unternehmen und Anwohner geklärt werden. „Das Wirtschaftsgespräch hat neue Informationen geliefert und einen direkten Draht zum Landesbetrieb.” Er sei offen für weitere Gespräche. In diesem Sinne sei die aktuelle Ratsvorlage auch kein Veto gegen den Ausbau, sondern der Auftrag, die Interessen der Gemeinde im Kontext der neuen Sachlage zu bewerten.
Diese Einschätzungen konnte IHK-Verkehrsexperte Stefan Peltzer mit mehreren Zahlen des Verkehrsdienstleisters Infralytics unterlegen. Ersichtlich wurde daraus unter anderem, dass täglich mehr als 2.000 Pendlerinnen und Pendler aus Hamm nach Bönen fahren. „Die Unternehmen sind auf das Arbeitskräftepotenzial der Nachbarstadt angewiesen. Dieses Verkehrsaufkommen ist mit einem wirtschaftlichen Gegenwert verbunden. Unsere Position als IHK ist, dass nicht nur Hamm, sondern auch Bönen vom Neubau der B63n und einem Ausbau der L667 klar profitieren würde. Für Bönen müssen beide Maßnahmen zusammen betrachtet werden“, sagte Peltzer. Er stellte auch kurz das IHK-Netzwerkbüro Betriebliche Mobilität (BEMO) vor. Dieses IHK-Angebot unterstützt Unternehmen dabei, vor Ort nach Lösungen zu suchen, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren jeweiligen Betrieb optimal erreichen können.
Wie hoch der Handlungsbedarf im Gewerbegebiet InlogParc aus Sicht der Unternehmen ist, brachte Daniela Krefting von der in Bönen ansässigen Welser Profile Deutschland GmbH zum Ausdruck. „Überlastete Straßen und Staus zur Autobahnauffahrt, eine unzureichende Anbindung an den ÖPNV, zugeparkte Seitenstreifen, Müll und andere Hinterlassenschaften – ich könnte hier noch lange stehen,“ sagte Krefting, die an dieser Stelle auch gleich alle Unternehmen in den beiden Gewerbegebieten einlud, sich mit Welser Profile zu vernetzen. Am 18. November soll ein Austausch stattfinden darüber, was die Unternehmen vor Ort in Eigenregie in Angriff nehmen können, um die Situation zu verbessern.
Spitzenreiter bei der Ausbildung
Doch auch die generelle wirtschaftliche Entwicklung Bönens stand auf der Agenda. Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, ging dabei unter andrem auf die Ausbildungszahlen ein: „Sie in Bönen sind mit einem Plus von 15,7 Prozent – fast gleichauf mit Bergkamen – Spitzenreiter bei den neu eingetragenen Ausbildungsverträgen im gesamten IHK-Bezirk. Darauf können Sie stolz sein.“
Zwar könne Bergkamen 16 Prozent verbuchen, doch „bei den absoluten Zahlen haben Sie 125 gegenüber 123 in Bergkamen, deswegen kann man das mit dem Spitzenreiter durchaus so stehen lassen“, ergänzte Ehrich und dankte den ausbildenden Unternehmen ausdrücklich für ihr Engagement.
Bönen habe sich als Beschäftigungsstandort positiv entwickelt. „Jetzt geht es darum, diese Stärke unter schwierigeren Bedingungen zu sichern“, so Ehrich weiter. Was die Wirtschaft in Bönen brauche, sei im Wesentlichen: „Bestehende Gewerbeflächen stärken, Infrastruktur ertüchtigen, Politik und Verwaltung mit einem vorausschauenden Blick für die wirtschaftliche Entwicklung begleiten sowie Bildung und Fachkräfte fokussieren. So wird Wachstum weiter gefördert.“
Allerdings seien die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen nach wie vor schwierig, räumte der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer ein. Insbesondere habe sich die Inlandsnachfrage zu einem der aktuell größten Konjunkturrisiken entwickelt: „Der Wirtschaft fehlt es nicht an guten Ideen. Aber an der Nachfrage und den passenden Rahmenbedingungen.“