IHK-Tourismusforum Ruhr 2026

Die IGA 2027 als Chance für ein starkes Ruhrgebiet nutzen

Die Potenziale von Großveranstaltungen für die wirtschaftliche Entwicklung des Ruhrgebiets standen beim IHK-Tourismusforum Ruhr am 11. September 2026 in der Sparkassenakademie Nordrhein-Westfalen im Mittelpunkt. Dabei diente die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2027 für die rund 120 Teilnehmenden aus dem gesamten Ruhrgebiet als aktuelles Beispiel und Ausgangspunkt, um übergeordnete Fragestellungen zur Wirkung von Großveranstaltungen zu diskutieren.
In der von der in diesem Jahr im Ruhrgebiet federführenden Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund organisierten Veranstaltung wurden verschiedene Themen rund um die Entwicklung, Wahrnehmung und Attraktivität von Regionen behandelt. Dazu zählen unter anderem Fragen der regionalen Sichtbarkeit, die Wirkung besonderer Veranstaltungen, die Positionierung von Standorten im Wettbewerb sowie Aspekte der Lebens- und Aufenthaltsqualität. Von Seiten der IHK zu Dortmund wurde die Veranstaltung von Referatsleiter Adam Cieplinski vorbereitet und moderiert, inhaltlich begleitet von Katharina Mach.
Den Anfang machte Prof. Dr. Bernd Schabbing, International School of Management, mit einem wissenschaftlichen Blick auf Markenprozesse mit seinem Vortrag „Stadtmarke und Marke einer Region - Wie gelingt erfolgreiche Markenverankerung?“. Sylvia Weigner, IGA gGmbH, erläuterte die nachhaltigen Impulse der IGA 2027 für Tourismus, Identität und Standortentwicklung im Ruhrgebiet, welche sich insbesondere langfristig in den Städten widerspiegeln werden. Das Ruhrgebiet als Destination der Zukunft sowie die Frage, wie eine starke Regionsmarke den Wirtschafts- und Lebensstandort Ruhrgebiet künftig stärken könnte, zeigte Axel Biermann von der Ruhr Tourismus GmbH auf.
Einen Blick in die Vergangenheit warf Prof. Dr. Christoph Zöpel, Minister des Landes Nordrhein-Westfalen a.D. und Initiator der Internationalen Bauausstellung Emscher Park. In seinem Vortrag zeigte er auf, welche Erkenntnisse sich aus diesem bis heute sichtbaren Strukturwandelprojekt für aktuelle und zukünftige Entwicklungsprozesse im Ruhrgebiet ableiten lassen. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Erfolgsfaktoren auch heute noch Orientierung für die Gestaltung von Transformationsprozessen bieten können.
Praxisimpulse zum Thema Events und Regionalmarke von Gerlinde Gründer, Stadt Voerde, Dirk Slawetzki, Stadtmarketing Gelsenkirchen, Thomas Reichling, Amt für Stadterneuerung Dortmund, und Sophie Jütte, Tourismusförderung, EN-Agentur, sowie ein Schlusswort von IHK-Geschäftsführerin Simone Bergmann rundeten die Veranstaltung ab. Simone Bergmann ging dabei noch einmal auf die gemeinsame Herausforderung ein, Besucher zu Botschaftern für das Ruhrgebiet zu machen: „Wenn Menschen nach ihrem Besuch sagen: Das Ruhrgebiet hat mich überrascht. hier möchte ich wieder hin, dann haben wir viel erreicht. Für unsere Region. Für den Tourismus. Und für unsere Unternehmen. Noch mehr erreicht haben wir, wenn aus diesen Gästen wiederkehrende Besucher werden. Wenn sie länger bleiben. Wenn sie ihre Freunde und Familien mitbringen und steigende Umsätze für unsere Unternehmen entstehen.“
Das IHK-Tourismusforum Ruhr richtet sich an Unternehmen, touristische Akteure, Kommunen, Wirtschaftsförderungen sowie alle Interessierten, die die Zukunft des Ruhrgebietes aktiv mitgestalten möchten. Neben fachlichen Impulsen bietet die Veranstaltung Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung. Es ist eine gemeinsame Veranstaltung der Ruhr-IHKs, der SIHK zu Hagen, IHK zu Essen, IHK Mittleres Ruhrgebiet, Niederrheinische IHK, IHK Nord Westfalen sowie IHK zu Dortmund.