4. September 2026
Wüst würdigt Ehrenamt und Dustmann
Tag des Ehrenamts am 4. September 2026 (v. l.): IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, Ehrenpräsident Heinz-Herbert Dustmann, Ministerpräsident Hendrik Wüst, IHK-Präsident Roland Klein und Ina Brandes, NRW-Ministerin für Kultur und Wissenschaft.
Tag des Ehrenamts mit Minister Wüst
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Tag des Ehrenamts mit Minister Wüst
IHK zu Dortmund feiert den „Tag des Ehrenamts“ und verabschiedet ihren langjährigen Präsidenten Heinz-Herbert Dustmann.
Ohne sie läuft es nicht: Menschen, die ehrenamtlich tätig sind. Und ohne dieses ehrenamtliche Engagement wäre auch die Arbeit der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund nicht denkbar. Mit dem „Tag des Ehrenamts“ hat die IHK daher am Freitag, 4. September, Unternehmerinnen und Unternehmer gewürdigt, die sich über ihr Tagesgeschäft und ihre beruflichen Verpflichtungen hinaus für die regionale Wirtschaft engagieren. Aus diesem besonderen Anlass war auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) zu Gast. „Wer sich ehrenamtlich einbringt, der will etwas bewirken, sich für andere Menschen und für eine gute Sache einsetzen. Genau dieser Einsatz stärkt das Miteinander und den Zusammenhalt in unserem Land. Das ist alles andere als selbstverständlich”, so Wüst. Dabei betonte der Ministerpräsident auch die Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern als wichtige Ansprechpartner und Impulsgeber für die Landesregierung.
Rund 3.000 Ehrenamtliche sind für die IHK zu Dortmund und damit für die gesamte regionale Wirtschaft im Einsatz: in der Vollversammlung (VV) als dem wichtigsten Gremium der IHK, in Ausschüssen und Arbeitskreisen, als Prüferinnen und Prüfer sowie in zahlreichen weiteren Funktionen. „Denn unsere Arbeit lebt davon, dass Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Erfahrungen einbringen. Dass sie Zeit investieren. Dass sie diskutieren, Entscheidungen vorbereiten und Verantwortung für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region übernehmen“, hob IHK-Präsident Roland Klein in seinem Grußwort hervor. Gemeinsam mit IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber begrüßte er neben Ministerpräsident Wüst noch rund 140 Gäste im Großen Saal der IHK. Die Kammer, so Klein, lebe vom Engagement all dieser ehrenamtlich tätigen Persönlichkeiten. „Dafür möchte ich Ihnen allen heute herzlich danken.“
Wüst: „Heinz-Herbert Dustmann hat Wirtschaftsgeschichte geschrieben”
Der „Tag des Ehrenamts“ bot darüber hinaus einen feierlichen Rahmen zur Verabschiedung von Heinz-Herbert Dustmann. Der Unternehmer stand zehn Jahre lang – von 2016 bis März 2026 – als Präsident an der Spitze der IHK zu Dortmund und wurde in der Frühjahrssitzung der VV zum Ehrenpräsidenten ernannt. Dustmann ist damit erst der fünfte Ehrenpräsident in der mehr als 160-jährigen Geschichte dieser IHK. Ministerpräsident Wüst würdigte seine Verdienste: „Heinz-Herbert Dustmann steht beispielhaft für dieses Engagement: Er hat die IHK zu Dortmund über Jahrzehnte geprägt und damit auch ein Stück Wirtschaftsgeschichte in dieser Region geschrieben. Er ist ein Vorbild für Menschen, die Dinge bewegen und unser Land nach vorne bringen wollen.“
Auch sein Nachfolger Roland Klein, 30. Präsident der IHK, betonte das herausragende Engagement, das Dustmann nicht nur während seiner Amtszeit, sondern auch lange davor in verschiedenen Ausschüssen der IHK-Vollversammlung gezeigt habe. „Als Präsident haben Sie immer weit über die Grenzen unserer Region hinausgeblickt. Außenwirtschaft, freier Handel und internationale Partnerschaften waren für Sie keine abstrakten Themen.“ Dustmanns Leitmotiv als Präsident – „Gemeinsam und fair“ – sei prägend gewesen.
Persönliche Einblicke in der Podiumsrunde
In einer anschließenden, sehr persönlichen Gesprächsrunde blickte Klein gemeinsam mit der Moderatorin Britt Lorenzen auf Dustmanns Amtszeit als Präsident und damit auf ein Engagement, das stellvertretend stehe für die vielen Menschen, die sich Tag für Tag für die IHK einsetzen.
Der neue Ehrenpräsident war sichtlich bewegt und sagte, die vielen konstruktiven Gespräche und erfolgreichen Projekte mit zahlreichen regionalen Institutionen und Unternehmen blieben ihm stets im Gedächtnis. Als Beispiel hob Dustmann unter anderem die Zusammenarbeit während der Corona-Pandemie hervor.
Gleichzeitig mahnte er an, dass noch viel Handlungsbedarf bestehe: Nach wie vor mache die überbordende Bürokratie den Unternehmen zu schaffen, und auch die Infrastruktur im Land sei alles andere als zufriedenstellend – insbesondere mit Blick auf den Verkehr und die Instandsetzung maroder Straßen und Brücken.
Ausdrücklich dankte Dustmann der IHK sowie den Unternehmen der Region: „Es war mir eine Ehre und eine Freude, Ihr Präsident gewesen zu sein. Das Ehrenamt gibt dir mehr zurück, als du selbst hineingibst.“
Auch IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber dankte Dustmann für die sehr gute Zusammenarbeit – und würdigte zudem die Arbeit des gesamten Ehrenamts in der IHK zu Dortmund. „Wir haben hier unglaublich engagierte Menschen. Eine IHK ist wie ein Köper. Der funktioniert nur mit einem guten Kreislauf. Und damit der Kreislauf funktioniert, braucht es Herz und Blut. Und genau das ist das Ehrenamt.“
Der neue Präsident Roland Klein möchte als Nachfolger nach eigenen Worten Kontinuität wahren und dabei „hemdsärmelig“ bleiben. Auf die Frage von Lorenzen, ob seine Familie „nein“ dazu hätte sagen können, dass er das Amt übernimmt, antwortete Klein: „Ohne Zustimmung und ohne ein funktionierendes Zuhause geht es nicht“ – und erntete umgehend Applaus. Die wichtigste Botschaft des Tages, so Klein: „Ehrenamt wirkt. Ehrenamt verbindet. Und Ehrenamt verdient Anerkennung.“
9. September 2026