Mittagsempfang des IHK-Präsidenten in der Zweigstelle Hamm

„Hamm überzeugt mit wirtschaftlicher Dynamik”

Mit einem gemeinsamen Mittagsempfang in der IHK-Zweigstelle Hamm empfingen IHK-Präsident Roland Klein, die IHK-Vizepräsidenten Torsten Cremer, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Hamm, und Marion Fink, Geschäftsführerin FINK TEC GmbH, sowie IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber am 12. August rund 35 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, darunter auch Hamms Oberbürgermeister Marc Herter und den Arnsberger Regierungspräsidenten Heinrich Böckelühr. Im Mittelpunkt standen die Zukunftsperspektiven des Wirtschaftsstandorts Hamm, aktuelle wirtschaftspolitische Herausforderungen sowie die Bedeutung eines engen Austauschs aller beteiligten Akteure. Moderiert wurde die Veranstaltung von Zweigstellenleiter Stefan Peltzer.
Roland Klein, der im März zum neuen IHK-Präsidenten gewählt wurde und als Geschäftsführender Gesellschafter der Herbert Heldt KG selbst drei Vertriebsniederlassungen in Hamm unterhält, würdigte die Stadt bei seinem Antrittsbesuch als einen der spannendsten Wirtschaftsstandorte in der gesamten Region. Der städtische Fokus auf Zukunftstechnologien und große Zukunftsinvestitionen wie der geplante Milliarden-Neubau des Rechenzentrums an der A2 bei Hamm-Uentrop sorgten für hervorragende Perspektiven. „Hamm überzeugt mit viel Dynamik und dem klaren Willen, Zukunft aktiv zu gestalten. Besonders der enge Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Verwaltung, Hochschule und weiteren Partnern beeindruckt mich. Als IHK wollen wir diesen Weg weiter begleiten und den Dialog fördern“, sagte Klein.
Zweigstelle als starkes IHK-Bekenntnis zum Standort
In der ersten Gesprächsrunde tauschte er sich mit Oberbürgermeister Herter über die Bedeutung regionaler Verantwortung aus. Dabei wurde die Rolle der IHK-Zweigstelle als starkes Bekenntnis zum Standort Hamm besonders hervorgehoben. Herter betonte, dass er sich auf die weitere Zusammenarbeit mit IHK-Präsident Roland Klein und IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber freue und sagte: „Die gute Zusammenarbeit mit der IHK hat sich nicht zuletzt während der Corona-Pandemie und in der Energiekrise in den vergangenen Jahren gezeigt. Wenn Verwaltung, Politik und Wirtschaft gemeinsam anpacken, bekommen wir vieles hin.” Dieses vertrauensvolle Miteinander sei auch mitentscheidend dafür gewesen, dass der US-Investor Blackstone sich bei der Planung des Rechenzentrums für den Standort entschieden habe. „Für einen internationalen Konzern war das am Ende ein wichtiges Signal: Hier gibt es eine Region, in der alle wichtigen Akteure zielgerichtet zusammenarbeiten.”
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Unternehmen standen anschließend im Mittelpunkt des Dialogs zwischen Stefan Schreiber und Torsten Cremer. Auch Cremer betonte die besondere Verbundenheit der IHK mit Hamm und dankte stellvertretend für die Mitglieder der IHK-Vollversammlung (VV) aus Hamm der ebenfalls anwesenden Britta Feiler, Ehrenmitglied der VV, die sich stark für die neue Zweigstelle am Ostring engagiert habe. Erörtert wurden danach die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz, Fachkräftemangel, Energiewende und Investitionszurückhaltung. Trotz vieler Herausforderungen überwog ein konstruktiver Blick nach vorn. Schreiber und Cremer waren sich einig, dass technologische Innovationen große Chancen bieten, Unternehmen dafür aber Planbarkeit, Verlässlichkeit und schnellere Entscheidungen benötigen.
„Unsere Unternehmen wollen gestalten, investieren und Arbeitsplätze sichern. Was sie dafür brauchen, sind verlässliche Rahmenbedingungen und das Vertrauen, dass Entscheidungen zügig getroffen werden. Hamm hat in den vergangenen Jahren gerade im Bereich der Entwicklung von notwendigen Wirtschaftsflächen vorbildlich gearbeitet”, so Schreiber.
Wie Innovationen schneller aus der Wissenschaft in die betriebliche Praxis gelangen können, diskutierten anschließend Marion Fink und Prof. Dr. Kira Kastell, Präsidentin der Hochschule Hamm-Lippstadt. Dabei wurde deutlich, dass die Region über großes Potenzial verfügt. Praxissemester, Abschlussarbeiten, gemeinsame Projekte und neue Austauschformate könnten dazu beitragen, wissenschaftliche Erkenntnisse noch stärker für den Mittelstand nutzbar zu machen. Die IHK wolle diesen Austausch aktiv unterstützen und zusätzliche Begegnungsmöglichkeiten schaffen.
Wie wichtig solche Netzwerke sind, zeigte sich auch während der gesamten Veranstaltung. In den Gesprächsrunden wurde die IHK immer wieder als verbindende Kraft hervorgehoben, die unterschiedliche Perspektiven zusammenführt und gemeinsame Lösungen ermöglicht. Beim anschließenden Imbiss wurden die Gespräche in kleiner Runde fortgesetzt. Für die Gäste bot der Mittagsempfang Gelegenheit, Kontakte zu pflegen, neue Ideen zu entwickeln und gemeinsame Zukunftsthemen zu diskutieren.