Olympia-Bewerbung

Ruhr-IHKs: „Enttäuschung ist groß – der Einsatz für die Region geht weiter“

KölnRheinRuhr wird nicht deutscher Olympiabewerber – Kammern gratulieren dem Mitbewerber München.
Die Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet bedauern, dass KölnRheinRuhr im nationalen Auswahlverfahren für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 nicht zum Zuge gekommen ist. Die außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) hat heute in Baden-Baden den Mitbewerber München ausgewählt. Die Ruhr-IHKs hatten die Bewerbung von KölnRheinRuhr ausdrücklich unterstützt.
„Wir hätten uns eine andere Entscheidung gewünscht. Die Enttäuschung ist groß, weil wir von den Chancen dieser Bewerbung für unsere Region überzeugt sind“, erklärt Roland Klein, Präsident der IHK zu Dortmund, die in diesem Jahr für die Ruhr-IHKs spricht. „Zum sportlichen Wettbewerb gehört aber auch, eine solche Entscheidung zu respektieren. Wir gratulieren dem ausgewählten Bewerber München und wünschen ihm für den internationalen Wettbewerb viel Erfolg.“
Die Ruhr-IHKs danken allen Beteiligten aus Sport, Politik, Kommunen, Wirtschaft und Gesellschaft für ihren Einsatz. Besonders die breite Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger habe gezeigt, dass Menschen in der Region bereit seien, ein gemeinsames Zukunftsprojekt mitzutragen. „Wir sollten die gute Zusammenarbeit über die Stadtgrenzen hinweg fortsetzen und die gemeinsamen Ideen für die weitere Entwicklung der Region nutzen“, so Klein.
Mit der Bewerbung hatten die Ruhr-IHKs Hoffnungen auf zusätzliche wirtschaftliche Nachfrage, einen langfristigen Imagegewinn und Impulse für den Tourismus verbunden. Die vorhandenen Sportstätten und die enge Einbindung zahlreicher Ruhrgebietsstädte waren aus ihrer Sicht besondere Stärken des Konzepts. „Wir hätten die Spiele gern genutzt, um das Ruhrgebiet mit seinen Unternehmen, seiner Kultur und seiner Sportbegeisterung einem weltweiten Publikum zu präsentieren“, betont Stefan Schreiber, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund. „Die Qualitäten unserer Region bleiben aber bestehen. Jetzt gilt es, sie gemeinsam noch sichtbarer zu machen und weitere Anlässe zu schaffen, die Gäste und Unternehmen für das Ruhrgebiet begeistern.“
Die Ruhr-IHKs regen deshalb an, die im Bewerbungsprozess entwickelten Ansätze daraufhin zu prüfen, welche davon unabhängig von Olympischen und Paralympischen Spielen weiter verfolgt werden können. Das gelte insbesondere für Vorhaben zur Stadtentwicklung. „Die Bewerbung hat Menschen und Institutionen hinter einem gemeinsamen Ziel zusammengebracht. Darauf können wir aufbauen“, so Schreiber. „Entscheidend ist, dass aus dieser Zusammenarbeit weitere konkrete Projekte für die Region entstehen.“
26. September 2026