Nachhaltigkeit & Ausbildung

Die Gewinner der ersten Circularity Scouts Challenge stehen fest

Mit dem Programm Circularity Scouts qualifizieren Unternehmen ihre Auszubildenden in den Bereichen Zirkularität, Ressourceneffizienz, Klimaschutz und nachhaltige Innovation. Die kostenfreie Zusatzqualifikation umfasst fünf Workshops und eine eigene Projektarbeit im Betrieb. Die besten Azubi-Projekte wurden ins Rennen um die Circularity Scout Challenge geschickt um sich vor einer Jury (am 8. Oktober 2026) in der Lindenbrauerei Unna zu beweisen.
Den ersten Platz belegte das Team von Koch-Chemie aus Unna. Die Auszubildenden untersuchten die Belieferung von flüssigen Stoffen mit Metallfässern und entwickelten einen Plan für Rücknahme und Reinigung der Fässer. Bestehende Lieferwege sollen die Verpackungen zurück in den Kreislauf bringen. Der zweite Platz ging an das Team der Sparkasse Hamm. Deren Azubis setzten im Büroalltag an. Ein Punktesystem soll Beschäftigte motivieren, unnötige Käufe zu vermeiden, vorhandene Ressourcen länger zu nutzen und eigene Ideen einzubringen. Das Konzept vermittelt Wissen über Kreislaufwirtschaft und lädt zum Mitmachen ein. Beide ausgezeichneten Projekte sind für einen Praxistest vorbereitet.
„Die beiden Ansätze zeigen, dass sich Kreislaufwirtschaft sowohl in produzierenden Betrieben als auch im Dienstleistungsbereich angehen lässt“, betont Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund. Organisiert wurde das Projekt von der IHK zu Dortmund, der Hammer Wirtschaftsagentur IMPULS und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna in Kooperation mit der Effizienz-Agentur NRW. Gefördert wurde es durch In|Die Region Westfalen.
Eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Institutionen sowie des Werkstoffforums der Zukunft/Kunststoffinstituts Lüdenscheid bewertete die Projektarbeiten und Präsentationen der Teams. Mona Neubaur, NRW-Wirtschaftsministerin und stellv. Ministerpräsidentin, würdigte in einem Grußwort das Engagement der Auszubildenden und ihrer Ausbildungsbetriebe.
„Auch den weiteren Teams und ihren Ausbildungsbetrieben danke ich herzlich für ihre Teilnahme und ihr Engagement. Die hohe Qualität der Projekte hat der Jury die Entscheidung nicht leicht gemacht“, ergänzt Ehrich. So beschäftigten sich Azubis mit der Rückgewinnung von Aluminium und Kunststoffen sowie mit zirkulärem Bauen und wurden von Schaeffler Technologies AG & Co. KG, RCS Rohstoffverwertung GmbH, Bernhard Heckmann GmbH & Co. KG und Bilfinger Nuclear & Energy Transition GmbH ins Rennen geschickt.
Hinter den Ideen steckt eine kostenfreie Zusatzqualifikation mit fünf Workshops und eigener Projektarbeit im Betrieb. Die Azubis lernen, Abläufe zu analysieren, Einsparpotenziale zu berechnen und Vorschläge verständlich zu präsentieren. Die Unternehmen erhalten Impulse aus den eigenen Reihen und fördern Kompetenzen ihrer künftigen Fachkräfte. So verbindet das Programm Nachwuchsförderung mit betrieblicher Entwicklung und stärkt die Innovationskraft in der Region.
16. Oktober 2026