Nachbericht zur Veranstaltung

„Wirtschaft und Verteidigung – Orientierung, Herausforderungen und Chancen für Unternehmen“

Am 12. November 2025, dem 70. Geburtstag der Bundeswehr, fand im Hause der IHK zu Dortmund eine Veranstaltung zum Thema „Wirtschaft und Verteidigung – Orientierung, Herausforderungen und Chancen für Unternehmen“ statt.
Ziel war es, Wege der Zusammenarbeit zwischen Militär und Wirtschaft im Hinblick auf die sicherheits- und verteidigungspolitische Lage zu identifizieren und die Zusammenarbeit zu fördern. In diesem Sinne hielten Vertreter beider Seiten aufschlussreiche Impulsvorträge zu den wichtigsten aktuellen Aspekten der Sicherheit und dazu, wie Unternehmen in NRW hierzu einen Beitrag leisten können.
Oberst i.G. Dirk Franke stellte den geheimen „Operationsplan Deutschland“ vor, den zentralen bundeswehrinternen Planungsrahmen für die Landes- und Bündnisverteidigung sowie die zivil-militärische Zusammenarbeit, in dem Abläufe, Zuständigkeiten und Reaktionsmaßnahmen für den Ernstfall festgelegt werden. Deutlich wurde dabei, dass die Bedrohungslage für Deutschland real ist und daher auch jedes Unternehmen betrifft. Dementsprechend ist eine kontinuierliche und enge Verzahnung zwischen Wirtschaft und Militär wichtiger denn je.
Anschließend präsentierte Thomas Goldschmidt, leitender Regierungsdirektor beim Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Münster, das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr. Er berichtete über große investive Infrastrukturvorhaben der Bundeswehr in NRW, die eine intensive Kooperation mit der Wirtschaft erfordern. Auch der Ausschreibungs- und Auswahlprozess wurde näher erläutert. Beschaffungsorganisation (nicht barrierefrei, PDF-Datei · 1113 KB)
Im dritten Impuls ging es um das Thema Cybersecurity. Das Unternehmen Cybersense erläuterte anhand einer anschaulichen Präsentation, welche konkreten Formen von Cyberbedrohungen derzeit relevant sind und wie sie sich entwickelt haben. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in High Value Targets und neue Angriffsmuster. Auch für die Bundeswehr bot der Vortrag wertvolle Impulse, um sich tiefergehend mit dieser Problematik auseinanderzusetzen.
Der letzte Impuls kam ebenfalls aus der Wirtschaft und befasste sich mit dem Technologietransfer von der Automotive-Branche in die Rüstungsindustrie sowie dem Thema Dual Use aus Sicht der Systementwicklung. Dr. Alexander Nyßen vom Unternehmen Itemis zeigte auf, inwiefern Systemingenieurinnen und Systemingenieure aus dem Automotive-Bereich für die Rüstungsindustrie qualifiziert sind und welche Trends diesen Übergang erleichtern: eine stärkere Verzahnung von Systementwicklung und Softwareentwicklung oder die zunehmende Spezialisierung und Integration der Tätigkeitsfelder.
Aus einer anschließenden Umfrage unter den Teilnehmenden ging hervor, dass besonders zwei Themen von größtem Interesse waren, zu denen sie sich mehr Informationen wünschten: der Zugang zur Bundeswehr, insbesondere im Bereich Beschaffung und Infrastruktur, sowie die bessere Vernetzung mit anderen Unternehmen. Genau an diesen Punkten setzte die Veranstaltung an: Zum einen wurden konkrete Zugangswege zur Bundeswehr erläutert, zum anderen bot die IHK eine Plattform für Austausch und Vernetzung.
Klar wurde auch: Es wird weitere Formate der IHK zu Dortmund geben, um dieses wichtige Thema weiter voranzutreiben.
Falls Sie an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnten, finden Sie hier zwei weiterführende Links:
  • Zur Vergabestelle BLB NRW klicken Sie hier.
  • Zur Seite des BAIUDBw – Gruppe DL, II, klicken Sie hier.