IHK zu Dortmund

Cyber Security

cybersecurity
Angriffe auf Ihre Daten beschränken sich schon längst nicht mehr nur auf Betreiber kritischer Infrastruktur (KRITIS), die tiefgreifenden Informationen über Kunden und Bürger von Großkonzernen, Banken oder Versicherungen. Die rasante Umsetzung der digitalen Transformation bietet auf allen Ebenen zahlreiche Einfallstore für Cyberkriminalität. Neben teils massiven wirtschaftlichen Einbußen und zeitweiser Handlungsunfähigkeit oder Produktionsausfällen, birgt ein Ransomware-Angriff – der nur eine der zahlreichen Möglichkeiten darstellt - auch die Gefahr von Imageschäden und Vertrauensverlust.
Innerhalb der vergangenen 40 Jahre hat sich die Cyberkriminalität weltweit zu einem Milliardengeschäft entwickelt. Mittlerweile existieren breit strukturierte Organisationen, die mit ihren offiziellen Geschäftsfeldern wie der nette Security Support von nebenan auftreten. Hinzu kommt der unachtsame Umgang mit personenbezogenen Daten, technischen Hilfsmitteln oder Passworten. In vielen Fällen ist ein Eigenverschulden aber nicht einmal von Nöten, denn die Perfektion der Angreifer entwickelt sich fast schneller als die Technologie selbst.
Um am Weltmarkt Bestand zu haben, ist bei unseren Unternehmen eine Beschleunigung der Digitalisierungsaktivitäten unabdingbar. Doch je vernetzter und datenträchtiger die Prozesse ablaufen – sei es in der Produktion, bei der Anwendung von Komponenten oder ganzen Strukturen mit Künstlicher Intelligenz oder auch entlang der Lieferketten in der Logistik – umso zahlreicher werden im Umkehrschluss die Schwachstellen in der Organisation.
Als ein Hoffnungsträger hinsichtlich der Bekämpfung von Cyberkriminalität wurde bis vor rund zwei Jahren noch das Projekt GAIA-X gesehen. Ursprünglich wurde Gaia-X von insgesamt 22 europäischen Unternehmen gegründet. Dazu zählen auch einige deutsche Konzerne wie die Deutsche Telekom, BMW, Bosch, SAP und Siemens. Stand Herbst 2021 hat das Projekt etwa 300 internationale Mitglieder - auch US-amerikanische, japanische und chinesische Konzerne sind dabei. Entgegen dem Gründungsvorsatzes wirft dieses Konsortium nun doch weiterhin Fragen zur europäischen Datensouveränität auf.
Eine weitere Anforderung an Betreiber kritischer Infrastruktur herrscht seit Inkrafttreten des EU-weiten Umsetzungsgesetzes NIS2. Diese Regularien betreffen hier nicht nur Unternehmen und Institutionen aus dem Energie-, Transport,- und Versorgungssektor, sondern gleichermaßen die Branchen Gesundheit, öffentliche Verwaltung, digitale Infrastruktur, Finanzmärkte, die Verwaltung von IKT-Diensten und sogar den Weltraum. Innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten muss eine Umsetzung in nationales Recht bis zum 17. Oktober 2024 erfolgt sein. Hier können Sie prüfen, ob Sie betroffen sind: BSI - NIS-2-Betroffenheitsprüfung
Seit dem 6. März 2026 besteht die Möglichkeit, dass Ihr Unternehmen auf die Umsetzung der NIS-2-Richtlinie überprüft wird. Die ausführliche Beschreibung zum NIS-2-Umsetzungsgesetz finden Sie hier: NIS-2-Umsetzungsgesetz
Glücklicherweise können wir hier in der Metropole Ruhr auf ein breit gefächertes Netzwerk an Spezialisten zurückgreifen. Als eines der größten Cybersecurity Cluster bundesweit, sind im Ruhrgebiet neben einer ausgezeichneten Forschungsinfrastruktur mit dem Fraunhofer ISST, dem Horst-Görz-Institut an der RUB und dem Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre, eine Vielzahl Startups als auch bereits etablierte mittelständische IT-Unternehmen auf diese Herausforderung fokussiert.
Weiterführende Informationen hierzu finden Sie im Folgenden:

Unsere Formate

Zwei EU-Gesetze, ein Wettbewerbsvorteil – Data Act, CRA und KI in der Praxis am 30.09.2026
Mit dem EU Data Act und dem Cyber Resilience Act (CRA) entstehen für Unternehmen neue Anforderungen im Umgang mit Daten und der Sicherheit vernetzter Produkte. Gleichzeitig eröffnen die Verordnungen Chancen, Daten systematischer zu nutzen, Wissen im Unternehmen zu sichern und die Grundlage für den erfolgreichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu schaffen.
Um diese Zusammenhänge praxisnah zu beleuchten, laden wir Sie am 30. September 2026, von 09:00 bis 13:00 Uhr zu unserem Vortrag „Zwei EU-Gesetze, ein Wettbewerbsvorteil – Data Act, CRA und KI in der Praxis“ in die IHK zu Dortmund ein.
Gemeinsam mit Marcus Götting und Dr. Johannes H. Bondzio von der Materna SE betrachten wir die Auswirkungen beider EU-Verordnungen auf Unternehmen und zeigen anhand eines Praxisbeispiels, wie regulatorische Anforderungen in einen strategischen Vorteil verwandelt werden können.
Zielgruppe: Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Unternehmen, die vernetzte Produkte entwickeln, herstellen, betreiben oder verantworten, sowie an Fach- und Führungskräfte aus den Bereichen Digitalisierung, IT, Produktmanagement, Compliance und Unternehmensentwicklung.
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Referenten sowie anderen Teilnehmenden über die praktischen Herausforderungen und Chancen der neuen EU-Regulierungen ins Gespräch zu kommen.
Veranstaltungsort: IHK zu Dortmund, Märkische Str. 120, 44141 Dortmund, Raum 105/106.
Die Teilnahme ist kostenlos.

IT-Sicherheitstag NRW am 08.12.2026 im Landschaftspark Nord in Duisburg
Über 202 Milliarden Euro Schadensvolumen durch Cybercrime allein in Deutschland 2025. Die Angriffe werden immer professioneller und treffen Unternehmen jeder Größe. Der beste Schutz: rechtzeitige Vorsorge. Erleben Sie am 08.12.2026 von 09:00 - 17:00 Uhr beim 14. IT-Sicherheitstag NRW im Landschaftspark Duisburg, wie Sie Schwachstellen zuverlässig aufspüren, Sicherheitslücken konsequent schließen und Ihr Unternehmen widerstandsfähig gegen Cyberkriminalität machen. An einem Ort, an dem einst widerstandsfähiger Stahl entstand, schmieden Sie heute Ihre IT-Sicherheit aus einem Guss.
Tauschen Sie sich mit führenden Fachleuten und Sicherheitsexperten aus. Gewinnen Sie Einblicke in aktuelle Bedrohungen und bewährte Verteidigungslinien – für eine Sicherheitsstrategie, die im Ernstfall standhält.
Der IT-Sicherheitstag NRW bietet als jährlich stattfindender Fachkongress insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen praxisnahe Orientierung und konkrete Unterstützung zum Themenfeld IT-Sicherheit. Am Dienstag, 8. Dezember 2026, werden in Impulsvorträgen, Fachforen sowie einer begleitenden Fachausstellung konkrete Hilfestellungen gegeben, individuelle Fragen beantwortet und der Aufbau eines Netzwerkes ermöglicht.
Hier finden Sie alle Informationen zur Veranstaltung der Industrie- und Handelskammern in NRW, die gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum DIGITAL.SICHER.NRW des Landes NRW veranstaltet wird.
Veranstaltungsort: Landschaftspark Duisburg-Nord, Emscherstraße 71, 47137 Duisburg.
Die Teilnahme ist kostenlos.