Kultur- und Kreativwirtschaft

Branchenreport Kultur- und Kreativwirtschaft 2026

Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat sich im IHK-Bezirk Dortmund in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt. 2024 waren rund 2.350 Unternehmen und Selbstständige mit einem Jahresumsatz von mehr als 22.000 Euro tätig. Gegenüber 2020 entspricht dies einem Zuwachs von knapp 10 Prozent und damit einer deutlich stärkeren Entwicklung als im Ruhrgebiet und in Nordrhein-Westfalen. Die Querschnittsbranche umfasst elf Teilmärkte und gewinnt nicht nur aufgrund ihrer Beschäftigungswirkung, sondern zunehmend auch als Impulsgeber für Innovationen in anderen Wirtschaftsbereichen an Bedeutung. Beispiele hierfür sind Design Thinking, Gamification oder KI-Anwendungen.
Eine besondere Rolle spielen dabei die Werbe- und Designwirtschaft sowie die Software-/Games-Industrie. 2024 erzielten die Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft im IHK-Bezirk Dortmund Umsätze von rund 1,5 Milliarden Euro – etwa 30 Prozent mehr als 2020. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung entwickelte sich positiv: Mit 11.333 Beschäftigten lag sie rund 9 Prozent über dem Niveau von 2020. Die Zahl der geringfügig Beschäftigten blieb mit 2.304 dagegen nahezu konstant.
Besonders prägend für die regionale Branchenstruktur ist die Software-/Games-Industrie. Mehr als die Hälfte aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten der Kultur- und Kreativwirtschaft im IHK-Bezirk ist diesem Teilmarkt zuzuordnen. Insgesamt verfügt die Region jedoch in allen elf Teilmärkten über eine vielfältige Unternehmenslandschaft. Der Unternehmensbesatz je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt über den Vergleichswerten von Ruhrgebiet und Nordrhein-Westfalen, während die Umsatzwerte geringer ausfallen. Dortmund nimmt dabei neben Bochum und Essen eine zentrale Rolle als eines der „Kraftzentren“ der Kultur- und Kreativwirtschaft im Ruhrgebiet ein.
Die im Bericht vorgestellten Unternehmen stehen beispielhaft für die einzelnen Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft im IHK-Bezirk Dortmund. Die Auswahl verdeutlicht stellvertretend die Vielfalt der Geschäftsmodelle, Leistungen und Standorte innerhalb der Branche und trägt dazu bei, deren Sichtbarkeit in der Region zu erhöhen. Sie ist damit als exemplarischer Einblick in die breite Unternehmenslandschaft der elf Teilmärkte zu verstehen.
Für die weitere Entwicklung ist davon auszugehen, dass insbesondere die Software-/Games-Industrie durch die zunehmende Bedeutung von Digitalisierung und KI weiter wachsen wird. Gleichzeitig könnten andere Teilmärkte bei Unternehmenszahlen, Umsätzen und Beschäftigung an Gewicht verlieren. Entscheidend wird daher sein, Studierende an die Region zu binden, Start-ups und Cross-Innovation-Initiativen zu unterstützen sowie digital basierte Produktionsprozesse in anderen Branchen weiter voranzutreiben.
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