IHK zu Dortmund

Beratungsprogramm Wirtschaft des Landes NRW

Das Beratungsprogramm Wirtschaft NRW (BPW) für GründerInnen ist eine finanzielle Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Unternehmensberatern und erleichtert so das Gründen oder die Übernahme von Unternehmen. 
Die BPW-Richtlinie wurde mit Wirkung zum 01.01.2021 verlängert und das Programm somit fortgeführt.

Gefördert werden:

  • Beratungen zur Entwicklung, Prüfung und Umsetzung von Gründungskonzepten vor der Realisierung, deren Ziel die Gründung oder Übernahme eines Unternehmens oder die mehrheitliche Beteiligung an einem Unternehmen von mindestens 50 Prozent des gezeichneten Kapitals als selbstständiger Vollexistenz zugrunde liegt
  • Die Förderung kann innerhalb von 5 Jahren nur einmal in Anspruch genommen werden
  • Es sollen individuelle Gründungskonzepte erstellt, optimiert und überprüft werden. Das beinhaltet z.B. die:
    • Konkretisierung der Geschäftsidee mit Ausrichtung auf die Gründerpersönlichkeit und den Markt
    • Klärung und Bewertung der fachlichen und persönlichen Voraussetzungen unter Berücksichtigung der individuellen Gründungssituation
    • Hilfestellung beim Prüfen der Markt- und Wettbewerbsverhältnisse und bei Fragen der sozialen Absicherung
    • Unterstützung bei der Erarbeitung eines schriftlichen Geschäftsplans
    • Überprüfung der Wirtschaftlichkeit
    • Einschätzung von Chancen und Risiken

Nicht gefördert werden:

  • Beratungen in der Start- und Festigungsphase nach vollzogener Gründung (Aufnahme der Geschäftstätigkeit)
  • Rechts-, Versicherungs- und Steuerberatungen
  • Architekten- und Ingenieurleistungen
  • Beratungen, die im Zusammenhang mit der Entwicklung und Gestaltung von Logos, Briefpapier, Visitenkarten, Flyern, Broschüren, Plakaten, Mailings etc. stehen sowie die Gestaltung und Erarbeitung von Internetseiten bzw. eines Internetauftritts
  • Sachverständigengutachten
  • Beratungen durch Betriebsangehörige oder verbundene Beratungsunternehmen
  • Schulungs-, Trainings-, Einweisungs- und Qualifizierungsmaßnahmen
  • zeitgleiche oder zeitnahe Beratungen mehrerer Antragsteller, die Angehörige sind oder in häuslicher Gemeinschaft leben durch denselben Berater/Beratungsunternehmen
  • Beratungen zur Gründung, Übernahme oder Beteiligung an Unternehmen, an denen juristische Personen des öfftl. Rechts mehrheitlich beteiligt sind
  • Beratungen im Bereich landwirtschaftlicher Primärerzeugung, Fischerei und Aquakultur
  • Personen, die innerhalb der letzten drei Steuerjahre mehr als 200.000 Euro (Straßentransportsektor mehr als 100.000 Euro) öffentliche Beihilfen ("De-minimis"-Regelung, EG-Verordnung Nr. 1998/2006 der EU-Kommission vom 15.12.2006) erhalten haben

Antragsberechtigte:

Natürliche Personen, die beabsichtigen ein gewerbliches Unternehmen oder eine freiberufliche Tätigkeit als selbstständige Vollexistenz zu gründen oder übernehmen wollen

Voraussetzungen:

Die eingesetzten unabhängigen Berater oder Beratungsgesellschaften müssen zum jeweiligen Beratungsinhalt entsprechende Erfahrung und Sachkunde gegenüber der Anlaufstelle und den Trägern nachweisen.
Beratungen sind mindestens für die Hälfte der Beratungszeit in Anwesenheit der zu beratenden Personen durchzuführen. Bei der Zirkelberatung (eine Kombination aus Gruppen- und Einzelberatung für mindestens vier, maximal sechs Personen, die ALG I oder ALG II beziehen sowie Hochschulabsolventen und Berufsrückkehrende, sofern eine ALG II-vergleichbare Einkommenslage nachgewiesen werden kann) ist die Beratungszeit im vollen Umfang in Anwesenheit der zu beratenden Person durchzuführen.
Vor Antragstellung ist mit einer zugelassenen Anlaufstelle (STARTERCENTER NRW sowie Kammern und Wirtschaftsförderungseinrichtungen) ein Kontaktgespräch zu führen, an dem der Antragsteller, sein Berater sowie ein Vertreter der Kontaktstelle teilnehmen.
Im Falle der Zirkelberatung findet das Kontaktgespräch mit allen am Zirkel Beteiligten bei der Anlaufstelle statt.
Mit der Beratung darf erst nach Erteilung des Zuwendungsbescheides begonnen werden. Ein schriftlicher Beratungsvertrag kann erst nach Erteilung des Zuwendungsbescheides abgeschlossen werden.

Förderhöhe:

Der Zuschuss zu den Beratungskosten beträgt 50 % eines Tagewerksatzes, maximal jedoch 400 Euro je Tagewerk.
Bei Personen, die ALG II beziehen, kann der Zuschuss für Gründungsberatungen auf 80 % des Tagewerksatzes, max. jedoch 400 Euro pro Tagewerk, erhöht werden.
Bei Zirkelberatungen beträgt der Zuschuss pro Gründer/-in 50 % eines Tagewerksatzes, maximal jedoch 400 €. Für Gründerinnen und Gründer im Bezug des ALG I oder ALG II sowie bei Hochschulabsolventen und Berufsrückkehrenden, sofern eine vergleichbare Einkommenslage wie ALG II vorliegt, beträgt der Zuschuss 90 % eines Tagewerksatzes, maximal 720 €. Der Eigenanteil liegt bei mindestens 50 €.

Anzahl Tagewerke:

Unter der Anleitung erfahrener Gründungsberater werden individuelle Gründungskonzepte erstellt, optimiert und überprüft.
Das beinhaltet z.B. die:
  • Konkretisierung der Geschäftsidee mit Ausrichtung auf die Gründerpersönlichkeit und den Markt
  • Klärung und Bewertung der fachlichen und persönlichen Voraussetzungen unter Berücksichtigung der individuellen Gründungssituation
  • Hilfestellung beim Prüfen der Markt- und Wettbewerbsverhältnisse und bei Fragen der sozialen Absicherung
  • Unterstützung bei der Erarbeitung eines schriftlichen Geschäftsplans
  • Überprüfung der Wirtschaftlichkeit
  • Einschätzung von Chancen und Risiken
Es können insgesamt bis zu vier Tagewerke für Beratungen zu Neugründungen und Beteiligungen sowie bis zu sechs Tagewerke für Beratungen zu Betriebsübernahmen gefördert werden.
Bei einer Zirkelberatung wird pro teilnehmende Person ein Tagewerk gefördert. Das Tagewerk wird auf die o. g. Höchstzahl angerechnet.
Ein Tagewerk umfasst acht Stunden Beratungstätigkeit; es können auch halbe Tagewerke gefördert werden.

Antragsweg:

Antragsweg erfolgt über eine zugelassene Anlaufstelle, wie z.B. die IHK zu Dortmund. 

Auszahlungsverfahren:

Der Zuschuss wird an den Zuwendungsempfänger ausgezahlt. Bei Zirkelberatungen wird der Zuschuss an den Berater/Beratungsgesellschaft ausgezahlt, nach u. a. Bestätigung der Erbringung des Eigenanteils.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der IHK Beratungs- & Projektgesellschaft:  http://www.ibp-ihk.de/unsere-taetigkeitsfelder/das-programm-ibp-nrw/